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Deutsche Hochschulen auf einen Blick

Das Statistische Bundesamt hat in seiner im Juli 2006 veröffentlichten Studie „Hochschulen auf einen Blick“ die Hochschullandschaft in Deutschland untersucht. Dabei wurden statistische Kennzahlen in den Bereichen Hochschulzugang, Absolventenzahlen, Personalstruktur, überregionale Attraktivität und finanzielle Ausstattung erhoben. Mit diesen Daten ist es möglich, wesentliche Leistungsmerkmale der einzelnen Länder effektiv miteinander zu vergleichen. Die Hochschulen in Niedersachsen schneiden bei der Studie in vielen Bereichen besonders positiv ab.

Spitzenreiter sind die Hochschulen in Niedersachsen in den Bereichen der Erstausbildungsquote, Anteil der Professorinnen und in der laufenden Finanzausstattung je Studierenden.

  • Die Erstausbildungsquote weist die Anzahl der Erstabsolventen im Verhältnis zum wissenschaftlichen Lehrpersonal aus. Hier ist Niedersachsen mit 2,32 Erstabsolventen je Lehrperson weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 1,9.

  • Der Anteil an Professorinnen liefert wichtige Informationen zur Planung gleichstellungspolitischer Maßnahmen im Hochschulbereich und zu deren Erfolgskontrolle. Mit 18,4 % sind Niedersachsens Hochschulen führend, fast jede fünfte Professorenstelle ist mit einer Frau besetzt. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 13,6 %. Die Universität Oldenburg liegt dabei nach dem aktuellen Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten auf Platz 2 hinter Göttingen.

  • Die laufende Finanzausstattung je Studierenden beschreibt die finanziellen Ressourcen einer Hochschule, die innerhalb eines Jahres im Durchschnitt je Studierenden bereitgestellt werden. Mit 11.120 Euro je Studierenden sind Niedersachsens Hochschulen bundesweit führend, gefolgt von Hamburg und dem Saarland. Bundesweit liegt die Finanzausstattung je Studierenden im Durchschnitt bei 9.120 Euro.

 
Überdurchschnittlich gut sind Niedersachsens Hochschulen vor allem auch in den Bereichen der Erstabsolventenquote, der Promotionsquote, dem Anteil ausländischer Studierender, der laufenden Finanzausstattung je Professur und Drittelmittel je Professur.

Bei der Promotionsquote, welche als Indikator für die Leistungsfähigkeit und Effektivität der Universitäten im Hinblick auf die Qualifikation des wissenschaftlichen Nachwuchses gilt, folgt Niedersachsen den Ländern Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Bayern. Den zweiten Platz nach Nordrhein-Westfalen belegt Niedersachsen im Bereich der Finanzausstattung je Professur.

Der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Lutz Stratmann erklärt dazu in einer Pressemitteilung vom 01.08.2006: “Diese Daten belegen empirisch, dass die niedersächsischen Hochschulen sich national und international gut sehen lassen können.“

  • Die vollständige Studie steht auf den Seiten des Statistischen Bundesamts zum kostenlosen Download zur Verfügung.

  • Die Pressemitteilung des MWK finden Sie hier.