Präsidium der Universität

Ebene Bund

1. Bundestag beschließt Reform des Urheberrechts

Der Deutsche Bundestag hat am 30. Juni 2017 eine umfassende Reform der Regelungen zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke in Bildung und Forschung beschlossen. Danach unterliegen Lehrbücher wie bisher der gesetzlichen Nutzungserlaubnis. Lehrenden bleibt es auch künftig möglich, ihren Studierenden urheberrechtlich geschützte Texte elektronisch in Digitalen Semesterapparaten zur Verfügung zu stellen, ohne eine vorherige Erlaubnis der Rechteinhaber einholen zu müssen. Die Neuregelung ist zunächst auf fünf Jahre befristet und soll vor Ablauf im Rahmen einer Evaluierung überprüft werden.

2. Neue Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks

Studierende in Deutschland sind im Schnitt 24,7 Jahre alt, unverheiratet, für ein Vollzeit-Studium eingeschrieben und verfügen über 918 Euro im Monat. Das ist ein Ergebnis der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks. Im Sommersemester 2016 konnten Angaben von über 60.000 Studierenden an 248 Hochschulen ausgewertet werden – gegenüber 16.000 Studierenden bei der letzten Befragung 2012.

Die Studierenden werden als Gruppe insgesamt diverser und heterogener. So zeigt sich beispielsweise ein leicht erhöhter Anteil von Studierenden mit Kind (6 Prozent) oder mit gesundheitlicher Beeinträchtigung (11 Prozent). Ein weiteres Ergebnis ist der Wunsch der Studierenden nach mehr Praxisbezug im Studium.

Der Anteil der Erwerbstätigen an allen Studierenden ist seit 2012 um sechs Prozentpunkte auf 68 Prozent gestiegen. Dadurch sowie durch höhere Zuwendungen der Eltern hat sich die finanzielle Lage der Studierenden zwar verbessert. Die allgemeine Mietpreisentwicklung wird aber auch für die Studierenden spürbar. Der Anteil derjenigen, die bei den Eltern wohnen, hat sich leicht verringert (20 Prozent), dafür leben etwas mehr in einem Wohnheim (zwölf Prozent). 48 Prozent der heutigen Studierenden haben keine akademisch ausgebildeten Eltern.

3. Viele Studienabbrüche, aber auch häufige Wechsel in andere Berufswege

29 Prozent aller Bachelorstudierenden brechen ihr Studium ab. An Universitäten sind es 32 Prozent, an Fachhochschulen 27 Prozent. Die überwiegende Mehrheit der Studienabbrecher/innen ist beim weiteren Bildungs- oder Berufsweg erfolgreich: Ein halbes Jahr nach dem Verlassen der Hochschule haben 43 Prozent eine Berufsausbildung aufgenommen, 31 Prozent sind erwerbstätig. Dies ist ein Ergebnis einer Studie des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW).

Die Hauptgründe für den Studienabbruch: unbewältigte Leistungsanforderungen (30 Prozent), mangelnde Studienmotivation (17 Prozent) sowie der Wunsch nach einer praktischen Tätigkeit (15 Prozent). Knapp die Hälfte verlässt bereits in den ersten beiden Semestern die Hochschule, weitere 29 Prozent im dritten oder vierten Semester. Die Abbruchquote von Studierenden mit Migrationshintergrund ist mit 43 Prozent überdurchschnittlich hoch.

Infos unter www.studienabbruch-und-dann.de

4. Mobilität von Studierenden und Wissenschaftler/innen steigt weiter an

2017 sind an deutschen Hochschulen zum ersten Mal mehr als 355.000 ausländische Studierende eingeschrieben. Damit ist die von Hochschulen und Politik für 2020 gesteckte Zielmarke von 350.000 bereits jetzt übertroffen. Das geht aus der Studie „Wissenschaft weltoffen 2017“ hervor. 

Insgesamt hat sich die Zahl der ausländischen Studierenden in Deutschland während der letzten zehn Jahre um 37 Prozent erhöht. Deutschland zählt nach den USA, Großbritannien, Australien und Frankreich weltweit zu den beliebtesten Zielländern für internationale Studierende. Die größten Gruppen ausländischer Studierender stammen aus China (13 Prozent), Indien (6 Prozent) und Russland (5 Prozent).

Auf der anderen Seite waren 2015 fast 140.000 deutsche Studierende an Hochschulen im Ausland eingeschrieben. Beliebteste Gastländer waren Österreich, die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Derzeit verbringt mehr als ein Drittel aller Studierenden einen Teil ihres Studiums im Ausland. Die Bundesregierung und der DAAD verfolgen das Ziel, diesen Anteil bis 2020 auf 50 Prozent zu erhöhen.

2015 waren ca. 43.000 ausländische Wissenschaftler/innen an deutschen Hochschulen angestellt, darunter rund 3.100 Professor/innen. Die Zahl der ausländischen Wissenschaftler/innen hat sich in den letzten 10 Jahren um 74 Prozent erhöht.

5. Anzahl der Habilitationen von Frauen in einem Jahr um vier Prozent gestiegen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes holen Frauen bei Habilitationen weiter auf. Ihr Anteil hat sich seit 1998 verdoppelt. Jede dritte Habilitation wird mittlerweile von einer Frau abgeschlossen. Die Zahl der weiblichen Habilitierten erhöhte sich im Jahr 2016 auf 481 und stieg im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent.

An der Universität Oldenburg betrug der Anteil von Frauen an den abgeschlossenen Habilitationen 2016 50 Prozent und 2015 29 Prozent. Allerdings ist die Zahl der Habilitationen insgesamt nicht hoch, 2016 wurden acht Frauen habilitiert. 

6. Studieninformationsportal „HRK-Hochschulkompass“ erneuert

Der HRK-Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz ist komplett überarbeitet worden. Besonders für Studieninteressierte soll so die Orientierung in der deutschen Hochschullandschaft erleichtert werden. Unter dem Navigationspunkt „Studienbereiche kennenlernen“ werden neun Fächergruppen und fast alle 80 Studienbereiche beschrieben. Zudem ist die Nutzung vom Hochschulkompass für mobile Endgeräte optimiert worden.

Der HRK-Hochschulkompass ist das umfassendste Studieninformationsportal in Deutschland. Es basiert als einziges Portal auf autorisierten Selbstauskünften der Hochschulen.

Infos unter www.hochschulkompass.de
(u.a. mit einem Portrait der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Ebene Land/Metropolregion

7. Hochschulentwicklungsvertrag wird bis 2021 fortgeschrieben

Mit der Fortschreibung des Hochschulentwicklungsvertrags zwischen den Hochschulen und dem Land Niedersachsen erhalten die Hochschulen in Niedersachsen Planungssicherheit bis Ende 2021. Der Vertrag, der am 6. Juni 2017 unterzeichnet wurde, sichert die Finanzmittel auf dem Niveau des Haushalts 2018 sowie die Übernahme höherer Personalkosten aus Besoldungs- und Tarifsteigerungen.

Hinzukommen Ergänzungen, um gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Digitalisierung, der Stärkung der Infrastruktur und dem Bedarf an mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch ausgebildeten Fachkräften zu begegnen. Hierfür wurde die Vereinbarung zur Studienorientierung und Stärkung des Studienerfolgs in den MINT-Fächern im Fortschreibungsvertrag verankert.

Die Verlängerung des Hochschulentwicklungsvertrags stelle einen wichtigen Erfolg in der Zusammenarbeit der Landeshochschulkonferenz mit der Landesregierung dar, so ihr Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich. Besonders dankbar seien die Hochschulen für die Zusagen zur Baufinanzierung und die Öffnungsklausel bei der Verwendung von Studienqualitätsmitteln. Die Hochschulen können diese Mittel zukünftig im Einvernehmen mit den Studierenden auch für Ausstattungen nutzen.

Ebene Hochschule

8. „Innovative Hochschule“: Millionenförderung für Universität und Jade Hochschule

Großer Erfolg für die Universität Oldenburg und die Jade Hochschule: Das gemeinsame Transfer-Projekt „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“ ist am 4. Juli 2017 im Rahmen der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule" bewilligt worden – als einziges in Niedersachsen. Die Fördersumme beträgt bis zu 13 Millionen Euro. Ziel des bis 2022 laufenden Projekts ist es, den Austausch mit Wirtschaft, Gesellschaft, Behörden und Kultureinrichtungen zu intensivieren und die Innovationskraft der Region steigern.

„Transfer ist für uns nicht nur die klassische technologieorientierte Verwertung von Forschungsergebnissen“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. „Es geht auch darum, mit der Gesellschaft über das in der Forschung gewonnene Wissen, über neue Ideen und Technologien stetig zu kommunizieren.“

„Beide Hochschulen verstehen den Transfer seit Langem als strategische Aufgabe und haben hier bereits gemeinsame Strukturen geschaffen“, so der Präsident der Jade Hochschule, Prof. Dr.-Ing. Manfred Weisensee. Beispiele seien das „Schlaue Haus“, das Gründungs- und Innovationszentrum GIZ sowie die Beratung von Wissenschaftlern zu EU-Förderprogrammen oder Patenten.

Die „Innovative Hochschule Jade-Oldenburg!“ gliedert sich in die Teilprojekte „SchülerWissen“, „KarriereWege“, „Innovation(s)Werkstatt“, „Innovation(s)Management“, „Innovation(s)Labor digital“, „Innovation(s)Mobil“ und „ScienceBlog & Lab-on-the-Web“. Das Projektmanagement liegt auf Seiten der Universität bei Dr. Michaela Muylkens (Leitung Referat Forschung und Transfer) und auf Seiten der Jade Hochschule bei Hans-Peter Ratzke (Leitung Forschungsmanagement).

Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ ist Teil eines neuen Wissenschaftsförderprogramms, das Bund und Länder 2016 beschlossen haben. Hintergrund ist die 2017 auslaufende Exzellenzinitiative. Sie wird nun unter der Bezeichnung „Exzellenzstrategie“ fortgeführt (und ist im Unterschied zur Exzellenzinitiative auf Dauer angelegt). Hinzu kommen zwei weitere Programme: „Wissenschaftlicher Nachwuchs“ und „Innovative Hochschule“. Mit letzterer soll das Innovationspotenzial insbesondere von Fachhochschulen sowie kleiner und mittlerer Universitäten besser ausgeschöpft und die Umsetzung innovativer Ideen unterstützt werden. 90 Prozent der Kosten trägt der Bund, die übrigen zehn Prozent übernimmt das Land.

9. Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität offiziell gegründet

Bündelung der Forschungsexzellenz auf dem Gebiet der Marinen Biodiversität: Dies ist das Ziel des neuen Helmholtz-Instituts für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB). Die Universität Oldenburg und das Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), haben die Einrichtung im Rahmen einer Feier am 31. Mai 2017 an der Universität Oldenburg offiziell gegründet.

Damit entwickle sich Oldenburg „zu einem auch international bedeutenden Zentrum der Meeres- und Klimawissenschaften“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić. Das Institut sei ein Beispiel für die erfolgreiche Verbindung von exzellenter Grundlagenforschung und gesellschaftlicher Relevanz.

Das Land Niedersachsen finanziert das neue Institut in der Aufbauphase bis Ende 2020 mit bis zu 23 Millionen Euro, die u.a. in einen Institutsneubau fließen werden. Die Stadt Oldenburg hat dafür ein campusnahes Grundstück im Technologiepark am Pophankenweg bereitgestellt. Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann sprach von einem „Meilenstein für den Wissenschaftsstandort Oldenburg“. Nach der Aufbauphase übernimmt die Helmholtz-Gemeinschaft ab 2021 die Basisfinanzierung von ca. 5,5 Millionen Euro pro Jahr (90 Prozent Bund / 10 Prozent Land Niedersachsen).

Während AWI-Direktorin Prof. Dr. Karin Lochte betonte, dass das neue Institut „die Expertise von Natur- und Sozialwissenschaftlern“ zusammenfüge, hob Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper hervor, dass es sich um den „folgerichtigen Ausbau der international ausgewiesenen Biodiversitäts- und Meeresforschung in Oldenburg“ handele. Gründungsdirektor des Instituts ist der Oldenburger Biodiversitätsexperte Prof. Dr. Helmut Hillebrand. Unter seiner Leitung arbeiten die Meeresforscher/innen zunächst in angemieteten Räumen beim Campus Wechloy, ehe voraussichtlich 2022 der Institutsneubau am Pophankenweg fertiig ist.

10. Ministerpräsident bei ForWind: Lob für Oldenburger Windenergieforschung

„Niedersachsen ist Windenergieland Nummer 1 und auch bei der Windenergieforschung ganz vorne mit dabei. Ich freue mich, dass wir eine der ersten Adressen der internationalen Forschung auf diesem Feld hier in Oldenburg haben“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil am 18. Juni 2017 bei seinem Besuch von ForWind, dem Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen.

Auf dem Oldenburger Uni-Campus nahm Weil die neue Forschungsinfrastruktur des Labors für Turbulenz und Windenergiesysteme (WindLab) mit dem einzigartigen Turbulenz-Windkanal in Augenschein. Windenergie sei eine der „tragenden Säulen der zukünftigen Energieversorgung“, so der Niedersächsische Ministerpräsident. „Die Universität Oldenburg hat die Forschung auf diesem Gebiet langjährig und zielstrebig ausgebaut und trägt so aktiv zum Gelingen der Energiewende bei.“ 

11. "Auftakt 17/18": Gerhard Schröder spricht zur Eröffnung des Akademischen Jahres

Gerhard Schröder, Bundeskanzler von 1998 bis 2005, wird am 19. Oktober 2017 in der Universität Oldenburg als Festredner bei der Eröffnung des Akademischen Jahres sprechen (18.00 Uhr, Audimax). Er folgt einer Einladung von Universität und Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO), die mit dieser Veranstaltung Universitätsangehörige, UGO-Mitglieder und geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenführen wollen. Die Veranstaltung unter den Namen "Auftakt" soll künftig zu Beginn eines jeden Wintersemesters stattfinden. Fester Programmpunkt wird die Verleihung der UGO-Preise für exzellente Forschung und für eine herausragende Promotion sein.

Schröder war bereits mehrfach zu Gast der Universität – u.a. als Ministerpräsident Niedersachsens. Seine Regierung ermöglichte 1991 die von der Universität Oldenburg gewünschte Namensgebung nach Carl von Ossietzky.

12. OLB/EWE-Preis für besondere studentische Leistungen verliehen

Für „besondere studentische Leistungen“ haben am 31. Mai 2017 fünf Studierende der Universität Oldenburg den OLB/EWE-Preis erhalten. Die Jury bewertete herausragende Studienleistungen wie sehr gute Prüfungsnoten und kurze Studienzeiten, aber auch außergewöhnlichen Einsatz in Projekten und Initiativen oder ehrenamtliches Engagement. Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, sowie Britta Silchmüller (Oldenburgische Landesbank) und Florian Maaß (EWE AG) überreichten die Preise.

Die mit 1.000 Euro dotierten Preise gingen an Josephine Wohlrab (Master Sustainability Economics and Management), Emrah Gevin (Master Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), Tanja Mertineit (Master Bildungs- und Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Rehabilitation), Frauke Stark (Master of Education Deutsch und Englisch) und Kerstin Schäfer (Master of Education Sachunterricht und Englisch).

13. C3L-Evaluation: Verbindung zwischen Forschung und Weiterbildung gewürdigt

Sehr gute Evaluationsergebnisse hat die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen (WKN) dem Center für lebenslanges Lernen (C3L) der Universität bescheinigt. Hervorgehoben werden die Erforschung der Hochschulweiterbildung und Umsetzung in Studienangebote. Das C3L habe die Diskussion zur Öffnung der Hochschulen, vor allem auch für nicht-traditionelle Studierende, wesentlich mitbestimmt. Die Gutachtergruppe lobt außerdem die anwendungsorientierte Forschung zur Offenen Hochschule als national führend und bewertet die akkreditierten Studiengänge als gelungene Beispiele für wissenschaftsbasierte Transfers und eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Fakultäten.

„Die Evaluationsergebnisse bestätigen eindrucksvoll den von uns eingeschlagenen Weg", sagt Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung. Die Wissenschaftliche Direktorin des C3L, Prof. Dr. Anke Hanft, ergänzt: „Dass Forschung und Entwicklung im C3L Hand in Hand gehen, ist einmalig in Deutschland und soll in Zukunft noch intensiviert werden.“

14. Wie Musik die kulturelle Teilhabe geflüchteter Kinder beeinflusst

Musik mobilisiert das Gehirn und produziert Glückshormone, wird als therapeutisches Hilfsmittel genutzt, hilft Aggressionen zu dämpfen und fördert die geistige wie soziale Entwicklung junger Menschen. Sie stehen im Fokus des dreijährigen Verbundvorhabens „Musikalische Interventionen für nachhaltige Eingliederung und kulturelle Teilhabe bei Kindern und Heranwachsenden mit Fluchterfahrung“ (MINUTE), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bis Ende 2019 mit 250.000 Euro gefördert wird. Beteiligt sind die Universitäten Frankfurt/M. und Oldenburg.

Im Rahmen des Projekts beschäftigen sich die Oldenburger Forscher/innen um den Musikwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Kreutz mit Grundschulkindern aus geflüchteten Familien. Ab dem Schuljahr 2017/18 nehmen 200 Drittklässler aus vier Oldenburger Grundschulen (Drielake, Haarentor, Kreyenbrück und Staakenweg) an der Studie teil.

Näheres s. Pressemitteilung Universität 16.05.2017

15. Studienabbrüche besser verstehen mit einem integrativen Forschungsansatz

Etwa ein Viertel aller Studierenden in Deutschland bricht das Studium vorzeitig ab. In einem gemeinsamen Projekt untersuchen Prof. Dr. Michael Feldhaus (Institut für Sozialwissenschaften) und Prof. Dr. Karsten Speck (Institut für Pädagogik) die Gründe dafür. Das Besondere dabei ist der integrative Ansatz, mit dem möglichst viele verschiedene Einflüsse erfasst werden sollen, etwa das Hochschulumfeld, individuelle Neigungen sowie die Rolle von Familie, Freundschaften und Partnerschaft.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das dreijährige Projekt „Lebenslaufansatz und Studienabbruch (LAST)“ mit 440.000 Euro. Die Ergebnisse sollen sowohl Lehrenden als auch Beratungsstellen zugutekommen.

  • s.a. → Punkt 3: "Viele Studienabbrüche, aber auch häufige Wechsel in andere Berufswege"

16. Wachkoma: Neues System soll Kommunikation mit Patienten anbahnen

Die Universität Oldenburg ist über den Neuropsychologen Prof. Dr. Stefan Debener (Department für Psychologie) an dem Forschungsprojekt „NeuroComm Trainer“ beteiligt. Ziel ist es, mittels Elektroencephalographie (EEG) langfristig eine Kommunikation mit Wachkoma-Patienten anzubahnen. Dabei werden die Schlaf- und Wachphasen der Patienten im Hinblick auf sensorische Stimulation erfasst. Debener befasst sich in diesem Rahmen mit der Weiterentwicklung einer drahtlosen EEG-Technologie. Das Vorhaben unter Leitung der Universität Bielefeld wird mit 1,8 Millionen Euro vom Bundesforschungsministerium gefördert.

17. Deutsch-niederländisches Kooperationsvorhaben zum Bienensterben

Das deutsch-niederländische Kooperationsvorhaben B-R(H)APSODIE will die grenzüberschreitende Zusammenarbeit rund um Bienen und Biodiversität verstärken und Menschen aller Altersstufen in der Ems-Dollart-Region (EDR) für die Bedrohung der Insekten sensibilisieren. Die Universität Oldenburg ist unter Federführung des Botanischen Gartens mit insgesamt sechs Teilprojekten beteiligt.

Gefördert wird das Vorhaben bis Ende 2020 mit rund 850.000 Euro vom Programm INTERREG Deutschland-Nederland der Europäischen Union. Beteiligt sind auf deutscher Seite neben der Universität Oldenburg die Stiftung Ökowerk Emden und der Förderverein Imme Bourtanger Moor e.V. sowie aus den Niederlanden die Gemeinde Achtkarspelen und die Hogeschool Van Hall Larenstein in Leeuwarden.

18. Internationales Verbundvorhaben: Biomasse sinnvoll nutzen

Biomasse im Einklang mit der Natur zu produzieren und möglichst effektiv zu nutzen – das ist das Ziel des Verbundvorhabens BIOCAS, an dem die Universität Oldenburg beteiligt ist. In den kommenden drei Jahren wollen insgesamt 18 Einrichtungen aus Deutschland, Belgien, Dänemark und den Niederlanden entsprechende Verfahren und Maßnahmen entwickeln, testen und praktisch umsetzen. Die EU hat dafür 4,9 Millionen Euro aus Mitteln der Regionalentwicklung in der Nordseeregion bewilligt. Die niederländische Provinz Fryslan koordiniert das Projekt. Auf Oldenburger Seite sind das Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung COAST (Dr. Thomas Klenke), das Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (Prof. Dr Rainer Buchwald, Prof. Dr. Luise Giani) sowie das Institut für Chemie (Prof. Dr. Michael Wark) beteiligt.

19. Innovationskraft in Weser-Ems stärken mit Wissens- und Technologietransfer

Die Innovationskraft der Region Weser-Ems stärken und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen soll das Verbundprojekt „Technologiescouting innovativ NordWest“ der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Oldenburg, den Handwerkskammern Oldenburg und Ostfriesland, dem FabLab Oldenburg sowie den regionalen Wirtschaftsförderern wollen die Hochschulen Modelle entwickeln, die die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen verbessen.

Das jetzt gestartete Vorhaben, das auf drei Jahre angelegt ist, wird mit rund 500.000 Euro vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Land Niedersachsen gefördert. Die inhaltliche und organisatorische Leitung liegt bei der Technologietransferstelle im Referat Forschung und Transfer der Universität Oldenburg. „Mit dem gemeinsamen Projekt nehmen die drei Hochschulen neben Forschung und Lehre eine weitere wichtige Aufgabe wahr, indem sie der Region durch innovativen Wissens- und Technologietransfer neue wirtschaftliche Impulse geben“, so Prof. Dr. Martin Holthaus, Vizepräsident für Forschung und Transfer der Universität.

20. Studium von Physiotherapie und Humanmedizin enger verzahnen

Die Hochschule Osnabrück und die Universität Oldenburg bauen ihre Zusammenarbeit in Lehre und Forschung im Gesundheitswesen aus: Im Projekt „MEDPhysio in Klinik und Forschung“ wird die Ausbildung von Studierenden der Humanmedizin in Oldenburg und der Physiotherapie in Osnabrück enger verzahnt. Die Robert Bosch Stiftung fördert das über zwei Jahre laufende Projekt mit 75.000 Euro. Zuständig auf Oldenburger Seite ist Prof. Dr. Gregor Theilmeier, Professor für Experimentelle Anästhesiologie und Leiter der Abteilung Perioperative Inflammation und Infektion am Department für Humanmedizin.

21. EXIST-Förderung im Bereich Lebensmittelkontrollen

Um die Vermarktung falsch deklarierter Waren oder von Fisch aus illegalem Fang zu verhindern, sind effiziente Lebensmittelkontrollen nötig. Häufig sind diese aber teuer und aufwändig, etwa wenn Fischarten anhand der DNA identifiziert werden. Die Biolog/innen Dr. Silke Laakmann, Dr. Stefanie Kaiser und Dr. Thomas Knebelsberger vom Deutschen Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung in Wilhelmshaven (DZMB, Forschungsinstitut Senckenberg am Meer) haben eine Methode weiterentwickelt, mit der sich vielzellige Arten anhand von Proteinen bestimmen lassen. Um das Verfahren praxistauglich zu machen, erhält ihr Team ProTeomX ein EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Höhe von 155.000 Euro. Betreut wird das Team wird vom Gründungs- und Innovationszentrum der Universität sowie von Prof. Dr. Pedro Martinez Arbizu (DZMB).

22. Förderung für energetische Sanierung an Universität und Jade Hochschule

Das Niedersächsische Wissenschaftsministerium (MWK) hat insgesamt 425.000 Euro für energetische Sanierungsarbeiten an der Universität Oldenburg genehmigt. Den gleichen Betrag wird die Universität aus Eigenmitteln aufbringen, so dass in den kommenden Monaten knapp 850.000 Euro in energieeinsparende Maßnahmen fließen. An der Jade Hochschule, für deren Gebäudemanagement die Universität ebenfalls verantwortlich ist, investiert das MWK an den Standorten Oldenburg und Wilhelmshaven insgesamt etwa 286.000 Euro. Das Land und die Jade Hochschule stocken diesen Betrag auf insgesamt 910.000 Euro auf. Landesweit hat das MWK im Rahmen des sogenannten GESA-Programms 16 Maßnahmen bewilligt.

„Die Universität Oldenburg setzt auf ein strategisches Energiemanagement und hat bereits zahlreiche energieeinsparende Maßnahmen realisiert. Der jetzige Erfolg beim Einwerben von Fördermitteln wird uns dabei unterstützen, diesen Weg konsequent weiterzugehen“, betont Jörg Stahlmann, Vizepräsident für Verwaltung und Finanzen.

23. Gregor Theilmeier erhält Manfred-Specker-Medaille

Prof. Dr. Gregor Theilmeier, Hochschullehrer am Department für Humanmedizin, hat für seine Verdienste um den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Anästhesiologie und Intensivmedizin die Manfred-Specker-Medaille erhalten. Mit dieser Auszeichnung würdigt die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI) Theilmeiers Engagement in dem Mentoring-Programm ihres Wissenschaftlichen Arbeitskreises Wissenschaftlicher Nachwuchs (WAKWiN).

24. Inklusion an Oldenburger Schulen: Preis für Holger Lindemann

Prof. Dr. Holger Lindemann, Privatdozent am Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik, hat gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der AG „Inklusion an Oldenburger Schulen“ den Jakob-Muth-Preis erhalten. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt die Inklusionsarbeit der AG, die 2012 mit Lindemann als Wissenschaftlichem Leiter gegründet wurde. Lindemann war bis 2015 an der Universität Oldenburg tätig und hat inzwischen die Professur für Entwicklungspsychologie und Systemische Beratung an der MSB Medical School Berlin inne.

25. Audiologische Gesellschaften: Birger Kollmeier zum Incoming President gewählt

Der Physiker und Mediziner Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier ist zum Incoming President der Europäischen Föderation audiologischer Gesellschaften (EFAS) gewählt worden. Die EFAS ist die Dachorganisation audiologischer Gesellschaften in Europa. In den vergangenen sechs Jahren hatte Kollmeier die Geschicke der Organisation bereits als Generalsekretär mitbestimmt.

26. Termine

1. September 2017, 16.00 Uhr, Experimentierhörsaal (W32)
Verleihung Dr. Hans Riegel-Fachpreise an Schülerinnen und Schüler

6. September 2017, 16.30 Uhr, Audimax (A14)
KinderUni: „Chemie – Die Energie von morgen!“
(Prof. Dr. Mehtap Özaslan / Dr. Carsten Dosche - Institut für Chemie)

13. September 2017, 18.00 Uhr, Alte Fleiwa
Veranstaltung zum Deutschlandstipendium

13.-15. September, Hörsaalzentrum
Tagung INFOS 2017 (Informatik in der Schule)

17.-21. September 2017, Universität
Jahrestagung GMDS (Deutsche Ges. f. Mediz. Informatik, Biometrie und Epidemiol.)

21. September 2017, 18.30 Uhr, Ammerländer Heerstraße 243 (Wandscher u. Partner)
Prototypenparty des Gründungs- und Innovationszentrums (GIZ) der Universität

29. September 2017, Schlaues Haus Oldenburg (SHO), Schlossplatz 16, 19.00-21.30 Uhr
Science Quiz: 5 Jahre SHO; Anmeldung bis 8.9.2017 unter: info(at)schlaues-haus.de

2. Oktober 2016, 14.00 Uhr, Bibliothekssaal
Begrüßung der neuen internationalen Studierenden

4. Oktober 2017, 11.00 Uhr, Bibliothekssaal
Eröffnungsveranstaltung für Gasthörende

9. Oktober 9.00/11.30 Uhr, Audimax (A14)
Erstsemesterbegrüßung

19. Oktober 2017, 18.00 Uhr, Audimax (A14)
"Auftakt 17/18": Eröffnung des Akademischen Jahres mit Altbundeskanzler Gerhard Schröder