Präsidium der Universität

Ebene Bund

1. Großes Lob für das Hanse-Wissenschaftskolleg durch den Wissenschaftsrat

Das Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst (HWK) habe sich in den vergangenen Jahren zu einem „international anerkannten Institute for Advanced Studies (IAS) mit eigenständigem Fellow- und Tagungsprogramm entwickelt“. Es fördere zugleich mit „großem Erfolg die Kooperation und strategische Weiterentwicklung der Universitäten Bremen und Oldenburg“. Zu diesem Ergebnis ist der Wissenschaftsrat in einer Evaluation des HWK gelangt.

Fellowships und Tagungen werden im HWK in den Schwerpunktbereichen „Brain“, „Earth“, „Society“ und „Energy“ organisiert, die an strategische Forschungsschwerpunkte der beiden Universitäten angelehnt sind. In der Summe bescheinigt der Wissenschaftsrat dem HWK, als „Katalysator und ‚Denkraum‘ im Nordwesten wertvolle Beiträge zur Stärkung der universitären Forschungsschwerpunkte und zur Initiierung von Forschungsgruppen und Verbundvorhaben geleistet zu haben“. Auch die außeruniversitären Forschungseinrichtungen in der Region würden von der Präsenz und internationalen Anziehungskraft des HWK profitieren.

„Unsere Empfehlungen zielen darauf, die Kollegeigenschaften des HWK zu vertiefen; ihre Umsetzung würde die Anziehungskraft des Kollegs für international ausgewiesene Fellows und damit die wissenschaftliche Attraktivität der gesamten Nordwest-Region weiter stärken“, fasst die Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Martina Brockmeier, die Ergebnisse der Evaluierung des HWK zusammen.

Das HWK wurde 1995 als Stiftung bürgerlichen Rechts zur Stärkung des überregional und international anerkannten Forschungspotenzials der umliegenden Universitäten und Forschungseinrichtungen gegründet. Stifter sind das Land Bremen, das Land Niedersachsen und die Stadt Delmenhorst. Die Einrichtung wird seit 2008 von dem Oldenburger Neurobiologen Prof. Dr. Reto Weiler geleitet.

2. Internationalisierung der Curricula empfohlen

Für die Verankerung einer internationalen Dimension in allen Curricula spricht sich die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) aus. Allen Studierenden sollten auch an ihren deutschen Studienorten interkulturelles Verständnis und globale Perspektiven vermittelt werden. Eine entsprechende Empfehlung hat die HRK-Mitgliederversammlung am 11. Mai 2017 in Bielefeld verabschiedet.

Deutsche Studierende sind im internationalen Vergleich überdurchschnittlich mobil. Dennoch werden auch künftig nicht alle der aktuell 2,8 Millionen Studierenden einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt absolvieren. Diesen Absolventinnen und Absolventen fehlen die Erfahrungen, die insbesondere längere Studienabschnitte in einem anderen Land vermitteln. Laut HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler geht es nicht darum, bestehende Lehrpläne durch internationale Komponenten zu ergänzen, sondern internationale und interkulturelle Elemente fest in die Kerncurricula zu integrieren.

Die HRK-Mitgliederversammlung spricht sich dafür aus, Studierenden aller Fachdisziplinen eine „kontinuierliche Auseinandersetzung mit internationalen und interkulturellen Lerninhalten“ im Verlauf ihres Studiums in Deutschland zu ermöglichen. Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen, die die Studierenden zu einer kompetenten, empathischen interkulturellen Kommunikation befähigen.

3. HRK fordert bessere Hochschulfinanzierung

Eine Hochschulfinanzierung, die der starken Nachfrage nach Studienplätzen Rechnung trägt und gleichzeitig international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre in den Hochschulen sichert, fordert die Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Die HRK-Mitgliederversammlung schlug dazu in Bielefeld ein „Zwei Säulen-plus“-Modell vor. Es soll gewährleisten, dass der Anteil der verlässlichen Grundfinanzierung wieder steigt.

HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler: „Im Interesse des gesamten deutschen Wissenschaftssystems bedarf es eines Paktes für Bildung, Forschung und Innovation. Er ist notwendig, um mit der Entwicklung im europäischen und globalen Rahmen Schritt zu halten, aber auch um die Ungleichgewichtigkeit der Förderung von Hochschulen und außerhochschulischen Einrichtungen zu beenden.“ Ansonsten drohe das deutsche Wissenschaftssystem in eine Schieflage zu geraten. 

Ebene Hochschule

4. DFG fördert neues Graduiertenkolleg am Institut für Chemie

Gemische aus Kohlenwasserstoffen – etwa Erdöl oder Erdgas – sind Grundlage für viele Produkte der chemischen Industrie. Wie lassen sich Kohlenstoff-Wasserstoff-Bindungen gezielt zu direkten Reaktionen bringen, die sonst nur über Umwege gelingen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen Graduiertenkollegs „Aktivierung chemischer Bindungen“, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für zunächst viereinhalb Jahre mit circa 3,5 Millionen Euro fördert. Sprecher des Kollegs ist Prof. Dr. Sven Doye (Institut für Chemie).

Ziel des zukunftsträchtigen Forschungsfelds ist es, Material, Energie und Zeit zu sparen, den Weg zu neuen Materialien und Medikamenten zu eröffnen oder etwa Ölkatastrophen besser bekämpfen zu können. An dem Kolleg werden ab Herbst zwölf Doktorand/innen forschen. vom. Bis zu zwölf weitere Promovierende der beteiligten Arbeitsgruppen am Institut für Chemie und Institut für Chemie und Biologie des Meeres werden ebenfalls ins Graduiertenkolleg eingebunden.

„Aktivierung chemischer Bindungen – hinter diesem Forschungsgebiet verbirgt sich ein gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch bedeutsames Thema, das in der Chemie weltweit im Fokus steht“, so Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. „Das Oldenburger Institut für Chemie ist hier dank international profilierter Forscherpersönlichkeiten bestens aufgestellt für die Ausbildung der Expertinnen und Experten von morgen.“

5. CHE-Ranking bestätigt Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik

Gutes Zeugnis für die Oldenburger Wirtschaftswissenschaften: Im aktuellen Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) erreichte das Fach die Spitzengruppe bei der internationalen Ausrichtung (Integration von Auslandsaufenthalten ins Studium, Internationalität von Studierenden und Lehrenden sowie fremdsprachige Lehrveranstaltungen). Auch beim Anteil der Studierenden, die in der Regelstudienzeit ihren Bachelor-Abschluss erwerben, schnitt die Universität überdurchschnittlich ab.

Das Fach Wirtschaftsinformatik punktete unter anderem mit einem besonders gelungenen Studienstart. So erreichte die Universität Oldenburg bei der Unterstützung am Studienanfang Spitzenwerte, und zwar sowohl für die Beratung von Studieninteressierten als auch für die Begleitung der Studienanfänger/innen während des ersten Studienjahres. Mit 1,2 Promotionen je Professor erreichte die Wirtschaftsinformatik einen weiteren Spitzenwert – ein Indikator für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Forschungsintensität. 

6. OLB/EWE-Preis für besondere studentische Leistungen vergeben

Für „besondere Leistungen im Studium“ sind im Rahmen einer Feierstunde am 31. Mai fünf Studentinnen der Carl von Ossietzky mit dem OLB/EWE-Preis ausgezeichnet worden. Ausschlaggebend für die Jury waren herausragende Studienleistungen wie sehr gute Prüfungsnoten und kurze Studienzeiten, aber auch außergewöhnlicher Einsatz in Projekten und Initiativen oder ehrenamtliches Engagement. Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität Oldenburg, Britta Silchmüller, (Oldenburgische Landesbank) und Florian Maaß (EWE AG) überreichten die Preise.

Vizepräsidentin Kyora ging dabei auch auf das Vermächtnis des Friedensnobelpreisträgers Carl von Ossietzky ein, einer „Persönlichkeit, mit der untrennbar ein hohes gesellschaftspolitisches Engagement“ verbunden sei. Es freue sie sehr, solch ein Engagement bei den Preisträgerinnen und ihrer Generation wieder zu erleben.

Die mit 1.000 Euro dotierten Einzelpreise gingen an Josephine Wohlrab (M.A. Sustainability Economics and Management), Emrah Gevin (M.A. Wirtschafts- und Rechtswissenschaften), Tanja Mertineit (M.A. Bildungs- u. Erziehungswissenschaften, Schwerpunkt Rehabilitation), Frauke Stark (M.Ed. Deutsch und Biologie) und Kerstin Schäfer (M.Ed. Sachunterricht und Englisch).

7. „StartupSpot Nordwest“: Regionale Gründerszene sichtbarer machen

Innovationen aus dem Nordwesten auf einen Blick: Die GIZ gGmbH, ein An-Institut der Universität Oldenburg, hat gemeinsam mit der privaten Initiative Hamburg Startups die Internet-Plattform „StartupSpot Nordwest“ ins Leben gerufen. Die Plattform mit einem dazugehörigen Blog vermittelt einen Überblick über die Gründerszene im Nordwesten. Ziel ist es, den Kontakt von Gründern, Unternehmern und Investoren zu intensivieren und so der hiesigen Startup-Szene einen zusätzlichen Schub zu verleihen.

Nach Hamburg, Baden-Württemberg und dem Rhein-Main-Gebiet ist der Nordwesten die vierte Region bundesweit, in der ein „StartupSpot“ eröffnet wurde. „Wir freuen uns, ganz vorne mit dabei zu sein, wenn es darum geht, ein deutschlandweites Netzwerk für junge Gründer aufzubauen“, so Miriam Wiediger, Geschäftsführerin der GIZ. Die Plattform umfasst bereits 16 Firmen aus den Bereichen Handel, Energie, Spiele, Medien, Lebensmittel, Technologie, Dienstleistungen und Mode. Interessierte Startups aus der Region können sich kostenlos auf der Plattform anmelden und ihre Geschäftsideen präsentieren.

Die Region Oldenburg/Hannover gilt bereits jetzt als ein Schwerpunkt der deutschen Gründerszene: Der Deutsche Startup Monitor (DSM) 2016 verzeichnet die Region als eine von insgesamt fünf „Gründungsregionen“ in Deutschland.

8. Science Slam für Nachwuchswissenschaftler/innen

Ein komplexes Forschungsthema in nur zehn Minuten unterhaltsam präsentieren – dieser Herausforderung stellten sich am 17. Mai sechs Nachwuchswissenschaftler/innen beim 7. Oldenburger Science Slam der Universität in der ausverkauften Exerzierhalle. Der Preis für den besten Vortrag, das „Goldene Gehirn“, ging an Jannik Ehrich, Promovend in der Theoretischen Physik. Das Preisgeld in Höhe von 150 Euro stiftete die Graduiertenakademie. Die zweitplatzierte Laura Wolter, Promovendin am Institut für Biologie und Chemie des Meeres (ICBM), erhielt 100 Euro Preisgeld vom Forschungszentrum Neurosensorik. Jonna Wagner, Masterstudentin der Umweltmodellierung, wurde Dritte und erhielt dafür ein Abonnement der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“.

Organisiert wurde der Science Slam vom Forschungszentrum Neurosensorik, der Graduiertenakademie und den Graduiertenschulen für Geistes- und Gesellschaftswissenschaften (3GO) sowie für Naturwissenschaft und Technik (Oltech). Kooperationspartner war das Oldenburgischen Staatstheater.

9. Mehr als eintausend Besucher/innen beim achten Career Day

Über Chancen und Perspektiven für ihre Karriere haben sich am 9. Mai mehr als eintausend Studierende und Absolvent/innen beim „Career Day“ der Universität Oldenburg informiert. Bereits zum achten Mal hatte der Career Service der Universität die Job- und Praktikumsmesse ausgerichtet. Insgesamt stellten sich 49 regionale und überregionale Unternehmen aus verschiedenen Branchen im Hörsaalzentrum vor – so viele wie noch nie.

10. Vorschläge für Preis der Lehre gesucht

Für den Preis der Lehre 2016/17 können Studierende Lehrveranstaltungen und Module vorschlagen, die ihnen besonders gut gefallen haben und die sie für auszeichnungswürdig halten. Die Vorschläge müssen bis zum 5. September 2017 über ein Online-Formular eingereicht werden. Wer mitmacht, nimmt automatisch an der Verlosung eines Büchergutscheins im Wert von 150 Euro teil.

Prämiert werden Lehrveranstaltungen aus dem Wintersemester 2016/17 und dem Sommersemester 2017 in den Kategorien „Beste Veranstaltung (Fach/Professionalisierungsbereich)“, „Digitalisierung in der Hochschullehre“ und „Forschungsbasiertes Lernen“. Ein weiterer Preis wird für eine Lehrveranstaltung ausge-schrieben, die im Wintersemester 2016/17 oder im Sommersemester 2017 von den Studierenden in der Lehrveranstaltungsevaluation besonders gut bewertet worden ist. Für diese Auszeichnung können sich Lehrende bis zum 30. September 2017 mit den Ergebnissen der Lehrveranstaltungsevaluation selbst bewerben.

In der Jury wirken sowohl Wissenschaftler/innen als auch Studierende mit. – Der Preis wird von der Universitätsgesellschaft gefördert.

11. US-amerikanischer Wissenschaftspreis für Oldenburger Finanzforscher

Ein Team von Wirtschaftswissenschaftlern der Universität Oldenburg hat auf der Jahrestagung der US-amerikanischen Fachgesellschaft „Eastern Finance Association“ einen Preis für einen herausragenden Forschungsaufsatz erhalten. Dr. Haoshen Hu, Prof. Dr. Jörg Prokop und Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein erhalten den mit 1.000 US-Dollar dotierten Preis „Outstanding Paper in International Finance Award" für ihren Aufsatz „Transnational Spillover Effects of Sovereign Rating Signals on Bank Stock Returns: Evidence from the Euro Area“. Die Autoren untersuchen darin, wie sich Veränderungen von Länderratings innerhalb der EU auf das Verhalten von Investoren am Aktienmarkt auswirken. Die Tagung zählt zu den renommierten amerikanischen Fachtagungen auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft.

12. Mathematikerin Angelika May stellvertretende Vorsitzende von Fachgesellschaft

Prof. Dr. Angelika May, Hochschullehrerin mit dem Schwerpunkt „Mathematisierung der Wirtschaftswissenschaften“ am Institut für Mathematik, bleibt stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Versicherungs- und Finanzmathematik (DGVFM). Die Oldenburger Mathematikerin wurde für weitere zwei Jahre in ihrem Amt bestätigt. Die DGVFM mit Sitz in Köln vertritt knapp 5.000 Versicherungsmathematiker in Forschung und Unternehmenspraxis in Deutschland. May gehört dem Vorstand seit 2007 an, vier Jahre lang als dessen Vorsitzende, seit 2015 als Stellvertreterin. In dem zehnköpfigen Gremium ist sie die einzige Frau.

13. Termine

8. Juni, 9.00–13.00 Uhr, Campus Wechloy
Tag des Meeres und der Biologie

8. Juni 2017, 16.00 Uhr, Campus Haarentor
Internationales Sommerfest

21. Juni, 16.00 Uhr, Sportplatz Wechloy
Sportabzeichen-Uni-Challenge

23. Juni 2017, 15.00 Uhr, Hörsaal 1+2 (A14)
Absolvent/innenfeier Master of Education

5. Juli 2017, 13.00 Uhr, Senatssaal
Empfang der Gastwissenschaftler/innen

23. August 2017, 16.30 Uhr, Hörsaalzentrum (A14)
KinderUni: „Was heißt hier intelligent?!“ mit Prof. Dr. Ute Koglin, Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik

30. August 2017, 16.30 Uhr, Hörsaalzentrum (A14)
KinderUni: „Das ist so was von unfair! Wie verteilt man etwas gerecht?“ mit Prof. Dr. Mark Siebel, Institut für Philosophie