Präsidium der Universität

Ebene Bund

1. HRK fordert zentrale Rolle für Bildung, Forschung und Kultur in der EU

Die Hochschulrektorenkonferenz fordert eine neue Europa-Initiative. Anlässlich ihres jährlichen Strategietags am 24. Januar in Brüssel, bei dem mehr als 100 Hochschulleiterinnen und -leiter aus Deutschland mit Vertreter/innen der EU-Organe zusammentrafen, erklärte HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler:

„Bildung, Forschung und Innovation sind unsere bedeutendsten Rohstoffe und unser entscheidendes Kapital in Europa. Bildung und Kultur haben eine starke, vielleicht die stärkste Bindekraft für die europäische Gesellschaft. Die EU-Politik ist gefordert, diesen Themen eine entsprechend zentrale Rolle zukommen zu lassen.“ Die derzeit zerstückelten EU-Politikfelder von Bildung, Forschung, Innovation und Kultur müssten als ein „identitätsstiftendes Gemeinschaftsprojekt“ neu gedacht werden.

Hippler verwies auf die Bildungsprogramme der EU, die Millionen von Studierenden, Hunderttausenden von Hochschullehrerinnen und -lehrern und Verwaltungsangehörigen sowie Auszubildenden eine konkrete Erfahrung von Europa verschafft und somit zur Entwicklung und Stärkung einer europäischen Identität beigetragen hätten. Das Europäische Rahmenprogramm für Forschung und Innovation, Horizont 2020, sei das weltweit größte Programm zur Forschungsförderung.

Hippler: „Das Potenzial ist da, aber die EU macht zu wenig daraus. So engt sie ihre bildungspolitischen Ziele auf die Steigerung der unmittelbaren Berufsbefähigung von Absolventinnen und Absolventen ein. Mindestens ebenso dringend jedoch werden die anderen Dimensionen der Hochschulbildung gebraucht: Neben Fachwissen vor allem Persönlichkeitsbildung, kritisches Denkvermögen, Bürgersinn, Toleranz gegenüber Andersdenkenden.“

2. Strategie zur Internationalisierung von Bildung und Forschung

Um die internationale Ausrichtung des deutschen Bildungs-, Wissenschafts- und Innovationssystems geht es in einem Beschluss der Bundesregierung vom 1. Februar 2017. Die unter Federführung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erarbeitete Strategie legt den Fokus auf Digitalisierung, den zunehmenden globalen Wettbewerb um Wissen und Märkte, auf Umweltveränderungen sowie auf Ursachen und Auswirkungen von Migration und Flucht. Dazu sollen u.a. Schwellen- und Entwicklungsländer verstärkt als Partner bei der Ausgestaltung der globalen Wissensgesellschaft eingebunden werden.

3. Wissenschaftsorganisationen protestieren gegen US-Einreiseverbot

Gegen das von der US-Regierung verhängte Einreiseverbot für Menschen aus sieben Staaten (das nach Gerichtsbeschlüssen vorläufig ausgesetzt ist) wendet sich eine Stellungnahme der wichtigsten deutschen Wissenschaftsorganisationen: 

„Wissenschaftliche Erkenntnisse können nur in einem offenen, freien und internationalen Diskurs gewonnen werden. Hierfür ist der persönliche Austausch über akademische Disziplinen, Nationen und Kulturen hinweg notwendig. Das vom US-Präsidenten ... erlassene Dekret ist eine pauschale Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft und damit ein Angriff auch auf die Grundwerte der Wissenschaft. Deutsche Wissenschaftsorganisationen sehen daher das Präsidialdekret mit größter Besorgnis. Es ist kein geeignetes Mittel im notwendigen Kampf gegen Terrorismus und wird den für die wissenschaftliche Zusammenarbeit so wesentlichen internationalen Austausch empfindlich beeinträchtigen.“ Zuverlässigkeit und Planbarkeit der sozialen Rahmenbedingungen seien für internationale Wissenschaft und Forschung unabdingbar.

Die Stellungnahme ist von folgenden Wissenschaftsorganisationen unterzeichnet: Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Deutscher Akademischem Austauschdienst (DAAD), Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Helmholtz-Gemeinschaft (HGF), Humboldt-Stiftung (AvH), Leibniz-Gemeinschaft (LG), Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Nationaler Akademie der Wissenschaften Leopoldina und Wissenschaftsrat (WR).

4. Europas größtes Bildungs- und Austauschprogramm Erasmus besteht 30 Jahre

Das Erasmus-Programm der Europäischen Union, Europas größtes Bildungs- und Austauschprogramm, wurde 1987 ins Leben gerufen, um den Austausch von Studierenden in Europa zu fördern. Inzwischen haben fast 1,3 Millionen Studierende daran teilgenommen. Das Förderangebot ist inzwischen für Auszubildende, Schüler/innen, die Erwachsenenbildung und die außerschulische Jugendarbeit ausgeweitet worden. Mit Erasmus+ besteht seit 2014 ein gemeinsames EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport. Es ist bis 2020 mit einem Budget von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Bis 2020 werden europaweit mehr als vier Millionen Menschen daran teilnehmen.

Anlässlich einer Festveranstaltung sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka: „Keine andere Initiative hat eine ganze Generation von Europäerinnen und Europäern so geprägt. Es gibt keine leidenschaftlicheren Botschafter für ein gemeinsames Europa als Menschen, die selbst erfahren haben, wie bereichernd es ist, andere Kulturen kennen zu lernen.“

5. Starker Anstieg bei wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen

Die Zahl der wissenschaftlichen Nachwuchskräfte an deutschen Hochschulen ist in den letzten Jahren stark gewachsen: von rund 82.400 im Jahr 2000 auf 145.000 im Jahr 2014. Dies entspricht einer Steigerung von 76 Prozent. Demgegenüber ist die Zahl der Professor/innen nur um 21 Prozent gestiegen. Das geht aus dem dritten Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs (BuWiN) hervor.

Danach werden Promovierende an den Hochschulen immer professioneller unterstützt. So ist die Zahl der institutionell verankerten Organisationseinheiten an den Hochschulen gestiegen, die der Qualitätssicherung der Promotion dienen. Zur Promotionsförderung gab es an den 69 untersuchten Hochschulen bereits 90 solcher Dachstrukturen. Weiter stellt der Bericht fest, dass Promovierende inzwischen in der Regel von mehreren Personen betreut werden.

Das Schwerpunktkapitel der Untersuchung gilt dem Thema Vereinbarkeit von Familie und akademischer Karriere. Demzufolge wünschen sich die meisten Nachwuchswissenschaftler/innen (knapp 90 Prozent) Kinder. Die geringe Planbarkeit und die finanzielle Unsicherheit einer akademischen Karriere stehen aber erschwerend im Weg. Nach den Erhebungen aus dem Jahr 2006 bleiben 49 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und 42 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter an Universitäten endgültig kinderlos. Bei Hochschulabsolventinnen und -absolventen insgesamt sind es ca. 25 Prozent.

6. Mittelbau: Bundesweites „Netzwerk für Gute Arbeit in der Wissenschaft“

Das Sonderbefristungsrecht in der Wissenschaft abschaffen sowie das deutsche Lehrstuhlprinzip durch demokratische Departmentsstrukturen ersetzen: Dies sind zentrale Forderungen des „Netzwerks für Gute Arbeit in der Wissenschaft“, die auf dem Gründungskongress am 21.01.2017 in Leipzig gestellt wurden. Erstmals ist damit eine bundesweite Plattform geschaffen, über die Initiativen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen ihre Forderungen gemeinsam an Öffentlichkeit und Politik richten können. Mehr als 100 Teilnehmer/innen von 34 Hochschulen und Forschungseinrichtungen waren bei dem Kongress vertreten – darunter wissenschaftliche Mitarbeiter/innen, Lehrbeauftragte, Privatdozent/innen, wissenschaftliche Hilfskräfte sowie studentische Beschäftigte.

7. HRK-Studienplatzbörse: Freie Studienplätze für das Sommersemester

Die deutschen Hochschulen informieren seit Anfang Februar bis zum 30. April wieder zentral über freie Studienplätze: In der Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) finden Studieninteressierte die Studiengänge, für die im Sommersemester 2017 noch freie Kapazitäten vorhanden sind. Die Hochschulen überarbeiten ihre Einträge täglich. Deshalb sollten Suchende die Angebote regelmäßig beobachten. Die Auswahl lässt sich nach Fach und Ort eingrenzen.

Ebene Hochschule

8. Forschungsbau für Turbulenz und Windenergiesysteme eingeweiht

Das Forschungslabor für Turbulenz und Windenergiesysteme (WindLab) der Universität Oldenburg ist am 26. Januar 2017 in Anwesenheit der Niedersächsischen Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić eingeweiht worden. „An der Universität Oldenburg werden erneuerbare Energien seit vielen Jahren erfolgreich erforscht“, erklärte die Ministerin. „Mit dem WindLab sind hervorragende Bedingungen geschaffen worden, um die Forschung im Bereich Windenergie weiter zu stärken.“

Herzstück des Neubaus mit 2.300 Quadratmetern Nutzfläche ist ein turbulenter Windkanal, mit dem die Wirkung atmosphärischer Strömungen auf Windenergieanlagen einschließlich Offshore-Windparks untersucht werden soll. Die Kosten von rund 20 Millionen Euro tragen je zur Hälfte der Bund und das Land Niedersachsen.

„Mit dem WindLab und dem dazugehörigen Turbulenzwindkanal verfügen wir über eine einmalige Forschungsinfrastruktur für Windenergie“, betonte Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper anlässlich der Eröffnung. Sowohl die technische Ausstattung als auch die Synergien, die sich aus der Zusammenarbeit des interdisziplinären Expertenteams ergeben, seien herausragend.

Den Windkanal nutzen werden Forscher/innen der Universitäten Oldenburg und Hannover, der Jade Hochschule, des Fraunhofer Instituts für Windenergie und Energiesystemtechnik (Bremerhaven) sowie des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation (Göttingen). Antragsteller des WindLab waren die Oldenburger Wissenschaftler Prof. Dr. Martin Kühn, Prof. Dr. Joachim Peinke und Dr. Detlev Heinemann. Entworfen wurde das WindLab vom Stuttgarter Architektenbüro HammesKrauseArchitekten.

9. Wissenschaftsministerin würdigt European Medical School als Pionierwerk

Als „Pionierwerk“ bezeichnete Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić den humanmedizinischen Modellstudiengang „European Medical School Oldenburg-Groningen“ (EMS) bei einem Besuch der Universität Oldenburg am 26. Januar. Sie hob den grenzüberschreitenden Charakter des Projekts und die Kooperation mit der Universität Groningen, einem international renommierten Partner, hervor. Die patientenzentrierte Ausbildung in enger Kooperation mit zahlreichen niedergelassenen Arztpraxen in der Region sei ein wegweisendes Modell vor dem Hintergrund des Ärztemangels im ländlichen Raum.

Heinen-Kljajić ließ sich von Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper sowie der kommissarischen Dekanin der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, Prof. Dr. Martina Kadmon, über die Ausgestaltung und Perspektiven des 2012 gestarteten Studiengangs informieren. Sie tauschte sich zudem intensiv mit deutschen und niederländischen Studierenden über deren praktische Erfahrungen aus.

10. Energieverbrauch von Rechenzentren im Fokus

Energie und Rohstoffe in Rechenzentren effizienter nutzen – diesem Ziel hat sich das Projekt „Ganzheitliches Energiemanagement in professionellen Rechenzentren“ („Total Energy Management for Professional Data Centers – TEMPro“) verschrieben. Statt wie bisher üblich nur den laufenden Betrieb eines Rechenzentrums zu analysieren, nimmt das Forschungsteam den gesamten Betriebszyklus der Geräte in den Blick – vom Rohstoffgewinn bis zum Recycling. Leiterin des Verbundprojekts mit mehreren Partnern aus Forschung, Industrie und kommunaler Verwaltung ist die Oldenburger Nachhaltigkeitsexpertin Dr. Alexandra Pehlken. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert das dreijährige Vorhaben mit rund 2,2 Millionen Euro, davon gehen knapp 600.000 Euro nach Oldenburg.

Im Laufe des Projekts sollen wissenschaftliche Grundlagen für eine ganzheitliche Energieeffizienz-Bewertung von Rechenzentren geschaffen und neue Effizienztechnologien erforscht werden. Zudem wollen die Beteiligten den Prototyp eines Softwaretools für Rechenzentrumsbetreiber entwickeln und testen. Von der Universität Oldenburg sind neben Pehlken der Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jorge Marx Gomez und der Ökonom Prof. Dr. Klaus Fichter beteiligt. Pehlken leitet seit 2014 die Nachwuchsforschergruppe „Cascade Use“ an der Universität, die sich mit nachhaltigem Ressourcenmanagement beschäftigt.

11. Integrierte Hörsystemtechnik: Neuer Forschungsverbund nimmt Arbeit auf

Menschen mit Hörstörungen bessere Bildungs- und Berufschancen zu eröffnen und ihre gesellschaftliche Teilhabe zu sichern, ist Ziel des „Innovationsverbunds für integrierte, binaurale Hörsystemtechnik“ (VIBHear), den die Universität Oldenburg koordiniert. An dem dreijährigen Verbundprojekt, das das Land aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) fördert, sind das Kompetenzzentrum HörTech, das Hörzentrum Oldenburg, die Medizinische Hochschule Hannover und die Jade Hochschule beteiligt. Die Forscher/innen wollen ihre Erkenntnisse in technologische Lösungen umsetzen. Die Fördersumme beträgt 1,2 Millionen Euro.

„Langfristig wollen wir eine internationale Spitzenposition für herstellerunabhängige Systemlösungen einnehmen – sei es bei konventionellen oder implantierbaren Hörsystemen“, so Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters Hearing4all, mit dem die VIBHear-Verbundpartner bereits im „Auditory Valley“ zusammengeschlossen sind.

12. Gründungsradar 2016: Universität Oldenburg rückt auf zweiten Platz vor

Nur 0,1 Punkte fehlten für den Spitzenplatz: Im aktuellen Gründungsradar des Stifterverbands der deutschen Wissenschaft belegt die Universität Oldenburg hinter der Universität Lüneburg den zweiten Platz unter den 37 mittelgroßen Hochschulen Deutschlands (5.001 bis 15.000 Studierende). Beim vorhergegangenen Gründungsradar 2013 hatte Oldenburg noch auf Platz 9 gelegen.

Der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Gründungsradar bescheinigt den deutschen Hochschulen insgesamt eine aufstrebende Gründungskultur. Er attestiert der Universität Oldenburg „vorbildliche Leistungen“ bei der institutionellen Verankerung der Gründungsaktivitäten und in der „Gründungssensibilisierung“, d.h. der Fähigkeit, das Interesse bei Studierenden und Wissenschaftler/innen für eine Unternehmensgründung zu wecken. Den ersten Platz belegt Oldenburg –- gemeinsam mit der Universität Bayreuth – in der „Gründungsunterstützung“ (Beratungsangebote, Finanzierungsmöglichkeiten und bereitgestellte Infrastruktur).

Die verschiedenen Aktivitäten der Gründungsförderung an der Universität Oldenburg koordiniert und gestaltet das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) des Referats Forschung und Transfer gemeinsam mit der Professur für Entrepreneurship und der Juniorprofessur für Female Entrepreneurship. Von 2011 bis 2016 wurde die Universität als EXIST-Gründerhochschule vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

13. Ökologische Saatgut-Beschichtung: EXIST-Förderung für Gründerteam

In der Landwirtschaft können Keimling- und Saatgutkrankheiten den Ertrag von Nutz- und Zierpflanzen dramatisch beeinflussen. Vor allem Ökobauern, die chemisch-synthetische Mittel nicht verwenden, haben nur begrenzte Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. Hier setzt das Projekt „SeedForward“ von Jan Ritter und Jacob P. Bussmann (beide Universität Oldenburg) an. Ziel ist es, eine Saatgutbeschichtung zu entwickeln, die sich ausschließlich aus biologischen Bestandteilen zusammensetzt. Für „SeedForward“ wurde jetzt ein EXIST-Gründerstipendium in Höhe von 130.500 Euro bewilligt. Die einjährige Förderung kommt aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Europäischen Sozialfonds. Das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) der Universität berät das Start-up.

14. Empfang für internationale Gäste der Universität

Die Chance zur persönlichen Vernetzung über den wissenschaftlichen Austausch hinaus bietet internationalen Gästen der Universität ein Empfang, den das International Relations Office (IRO) regelmäßig anbietet. Anfang Februar begrüßten dazu die Vizepräsidentin für Wissenschaftlichen Nachwuchs und Internationales, Prof. Dr. Esther Ruigendijk, und IRO-Leiterin Birgit Bruns gemeinsam mit den gastgebenden Forscher/innen knapp 40 internationale Wissenschaftler/innen. Die Gäste kamen aus Australien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Jordanien, Italien, Kanada, Kroatien, Malaysia, Palästina, Spanien, Syrien, den Niederlanden, der Russischen Föderation und den USA. Die Dauer ihrer Aufenthalte an der Universität liegt zwischen zwei Monaten und drei Jahren. Insgesamt sind derzeit knapp 100 internationale Wissenschaftler/innen an den sechs Fakultäten zu Gast.

15. Mit neuer Veranstaltungsreihe Innovationskraft der Region stärken

Wissenschaft und Wirtschaft der Region noch besser verzahnen will die Veranstaltungsreihe „Zukunft[s]unternehmen Nordwest“ der Universitäten Oldenburg und Bremen. Als Plattform zum Austausch soll sie Nachwuchswissenschaftler/innen, akademischen Gründer/innen und etablierten Führungskräften aus der Wirtschaft gleichermaßen zugutekommen und die Innovationskraft der Region befördern. Die erste von zunächst drei Veranstaltungen widmet sich der Gesundheitswirtschaft. Sie findet am 29. März, 19.00 Uhr, im Bibliothekssaal der Universität statt. Das Thema: „IT und Technik in der Pflege – Chancen und Grenzen einer smarten Vernetzung“.

Neben den Universitäten Oldenburg und Bremen sind das An-Institut GIZ gGmbH sowie die Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg als Kooperationspartner an der Reihe beteiligt. Am 11. Mai geht es um „Energiewirtschaft und Innovation“. Für den Herbst ist eine Veranstaltung zum Thema „Logistik und Innovation“ geplant.

16. Klaus Hinrich Stahmer gewinnt Carl von Ossietzky-Kompositionswettbewerb

Mit seiner Komposition „El Bailarín” (Der Tänzer) belegt der deutsche Komponist Klaus Hinrich Stahmer den ersten Platz des diesjährigen Carl von Ossietzky-Kompositionspreises. Der 16. Wettbewerb war für Kompositionen für Gitarrenensembles mit zwei bis vier Spieler/innen ausgeschrieben. Stahmers Komposition für drei Gitarren sowie einen Sprecher und Tänzer nach einem Text von Vicente Aleixandre erhält den mit 1.000 Euro dotierten Hauptpreis. Der zweite Preis (700 Euro) geht an den italienischen Komponisten Matteo Zanetti für seine Komposition „Fonografie per quartetto di chitarre“. 500 Euro erhält der drittplatzierte brasilianische Komponist Rodrigo Baggio für seine Komposition „Six pieces for two to four guitars“. Den mit 300 Euro dotierten Nachwuchsförderpreis erhält der 25-jährige Komponist Thomas Brian Winkler. Er komponierte das Stück „Zwei Zeremoniale“ für drei E-Gitarren. Zwei weitere Werke erhielten eine Auszeichnung.

Die sechsköpfige internationale Jury wählte außerdem fünf Kompositionen aus, die sich besonders für das Spiel von Studierenden und Schülern eignen. Wettbewerbsbeiträge gingen aus Deutschland, Italien, Österreich, Dänemark und Brasilien ein.

Die Preisverleihung und Uraufführung ausgewählter Werke unter der Leitung von Axel Weidenfeld findet am 21. Juni 2017, 18.00 Uhr, in der Aula statt. Die Universität verleiht den Carl von Ossietzky-Kompositionspreis jährlich zum Gedenken an ihren Namensgeber. Der nächste Wettbewerb ist für ein klassisches Instrumentalensemble im Zusammenspiel mit einer Jazzband ausgeschrieben.

17. Biologie-Doktorand erhält Förderpreis für Grünkohl-Forschung

Christoph Hahn, Doktorand am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften, hat einen Förderpreis „Forschung regional“ der Oldenburgischen Landschaft erhalten. Mit der Auszeichnung würdigt der Landschaftsverband Hahns Masterarbeit zur Vielfalt von Grünkohlsorten und ihren gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen, die in der Arbeitsgruppe „Biodiversität und Evolution der Pflanzen“ von Prof. Dr. Dirk Albach entstanden ist. Jedes Jahr vergibt die Oldenburgische Landschaft mehrere Förderpreise für herausragende regionalspezifische studentische Arbeiten.

18. Susanne Boll-Westermann und Ira Diethelm in Digitalrat Niedersachsen berufen

Prof. Dr. Susanne Boll-Westermann, Hochschullehrerin für Medieninformatik und Multimedia-Systeme, und Prof. Dr. Ira Diethelm, Hochschullehrerin für Didaktik der Informatik, sind in den neu eingerichteten Digitalrat Niedersachsen berufen worden. Das 20-köpfige Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Verbänden, Medien, Bildung, Ethik, Arbeit und Verbraucherschutz zusammen. Die konstituierende Sitzung des Rats findet während der Computerfachmesse CeBIT am 20. März in Hannover statt. Er soll künftig dreimal jährlich tagen und die niedersächsische Landesregierung in Fragen des digitalen Wandels beraten, etwa beim Breitbandausbau, dem automatisierten Fahren oder dem digitalen Lernen. 

19. Termine

15. März 2017
KinderUni: „Abenteuer Mittelalter“
(PD Dr. Ines Oldenburg / Olaf Meyer-Ahrens, Institut für Pädagogik)

22. März 2017
KinderUni: „Wie geht das eigentlich – Fremdsprachen lernen?“
(Prof. Dr. Wolfgang Gehring, Institut für Anglistik / Amerikanistik)

29. März 2017, 19.00 Uhr, Bibliothekssaal
Veranstaltungsreihe Zukunft[s]unternehmen Nordwest: „IT und Technik in der Pflege – Chancen und Grenzen einer smarten Vernetzung“

29. März 2017
KinderUni: „Was haben ein Vogel, ein Schaf und eine Gurke gemeinsam?“
(Prof. Dr. Ingo Mose, Institut für Biologie und Umweltwissenschaften)

29. März 2017, 11.00 Uhr, Bibliothekssaal
Eröffnungsveranstaltung für Gasthörende

31. März 2017, 16.00 Uhr, Bibliothekssaal
Absolvent/innenfeier PPRE & EUREC (Institut für Physik)

25. April 2017, 16.00 Uhr, Bibliothekssaal
Festveranstaltung „30 Jahre Erasmus“