Präsidium der Universität

Ebene Bund

1. Neuer Studierendenrekord: HRK fordert Verstetigung des Hochschulpakts

Anlässlich der Rekordzahl von Studierenden im laufenden Wintersemester fordert die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) eine bessere Studienfinanzierung auch über den bis 2020 laufenden Hochschulpakt hinaus. Das Statistische Bundesamt vermeldet mit 2,8 Millionen so viele Studierende wie nie. Die Zahl der Studienanfänger (505.910) hat auch in diesem Jahr wieder die Grenze von einer halben Million überschritten.

HRK-Präsident Prof. Dr. Horst Hippler: „Die Zahlen dokumentieren die ungebrochene Bereitschaft der Hochschulen, möglichst vielen jungen Menschen einen Studienplatz anzubieten. Der Hochschulpakt hat ganz wesentlich dazu beigetragen, dass die Hochschulen die nötigen Kapazitäten in den letzten Jahren immer wieder schaffen konnten.“ Die Probleme, die durch die Befristung der Hochschulpaktmittel entstünden, seien immer stärker zu sehen: Ein wachsender Anteil der Kosten für die Lehre werde statt aus Grundmitteln aus zeitlich begrenzten Programmmitteln bestritten. In der Konsequenz würden immer mehr Lehraufgaben von befristet beschäftigtem Personal erbracht. Das sei eine unhaltbare Situation für die Beschäftigten wie für die Hochschulen. Hippler forderte für die Zeit nach dem laufenden Hochschulpakt eine dauerhafte Finanzierungslösung.

An der Universität Oldenburg sind im aktuellen Wintersemester 15.220 Studierende eingeschrieben (2015: 14.612). Die Zahl der Studienanfänger/innen beträgt 2.412 (2015: 2.363), die der internationalen Studierenden 1.061 (2015: 1.099).

2. Urheberrecht bei Schriftwerken: vorläufige Vereinbarung bis September 2017

Die Kultusministerkonferenz (KMK), die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben sich im Dezember darauf verständigt, dass für Nutzungen nach § 52a Urheberrechtsgesetz an Hochschulen bis zum 30. September 2017 nochmals eine Pauschalvergütung gezahlt wird. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll bis zum 1. Oktober 2017 eine bundesweit einheitliche Lösung für die Abgeltung urheberrechtlicher Ansprüche entwickeln. Das Thema hatte unter Lehrenden und Studierenden für Unsicherheit gesorgt, da eine Nutzung der digitalen Semesterapparate an den Hochschulen über die Jahreswende 2016/17 hinaus zunächst infrage stand.

3. Nach Beschluss zur Akkreditierung: HRK warnt vor uneinheitlicher Umsetzung

Als einen „ersten Schritt für die notwendigen Veränderungen" hat der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Prof. Dr. Horst Hippler, die Einigung der Kultusministerkonferenz (KMK) am 9. Dezember 2016 auf einen Staatsvertrag über das Akkreditierungssystem bezeichnet. Hintergrund war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das das bisherige Verfahren z.T. als verfassungswidrig bewertet hatte. Hippler kritisierte allerdings, dass es der KMK nicht gelungen sei, alle Länder in den Staatsvertrag einzubinden, so dass wieder mit landesspezifischen Sonderregelungen zu rechnen sei. Das könne nicht im Sinne der Wissenschaft und der Studierenden sein. 

HRK-Vizepräsident Prof. Dr. Holger Burckhart: „Wir bauen darauf, dass die Rahmenverordnung den Hochschulen die erforderlichen Freiheitsgrade sichert, um Studium und Lehre qualitativ hochwertig und in weitgehend eigener Verantwortung zu gestalten.“ Kleinteilige Regelungen seien fehl am Platz und dürften dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts widersprechen.

4. Expertenbericht: Digitalisierung der Hochschullehre strategisch gestalten

Die Digitalisierung der Hochschulen bietet große Chancen, jedoch bremsen unzureichende Rahmenbedingungen den erforderlichen Wandel. Zu diesem Ergebnis kommt das Hochschulforum Digitalisierung in seinem Abschlussbericht, der am 1. Dezember vorgestellt wurde. Das Hochschulforum ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes, des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Jörg Dräger, Geschäftsführer des CHE, erklärte: „Digitalisierung führt zu einer pädagogischen, nicht nur technischen Revolution an den Hochschulen. Die Bedeutung der Lehre steigt, die Rolle der Lehrenden wandelt sich vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter, personalisiertes Lernen wird möglich. Digitalisierung betrifft die Hochschule als Ganzes. Deshalb brauchen Hochschulen Strategien für das digitale Zeitalter, keine Digitalstrategie.“

„Für die Leistungsfähigkeit der deutschen Hochschulen in einem digitalen Zeitalter brauchen wir rechtlich wie finanziell zukunftsweisende Rahmenbedingungen“, resümierte HRK-Präsident Horst Hippler. „Beide sind noch völlig unzureichend. Das erschwert zurzeit den Digitalisierungsprozess in den Hochschulen ganz erheblich. Ich hoffe sehr, dass der Bericht den politischen Erkenntnisprozess nun deutlich voranbringt.“

5. PISA 2015: gute Platzierung Deutschlands

Fünfzehnjährige in Deutschland liegen in den drei Kompetenzbereichen Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik deutlich über dem OECD-Durchschnitt. In den Naturwissenschaften sind die Leistungen gegenüber 2006 konstant geblieben. Im Bereich Lesen setzt sich der Aufwärtstrend fort, in Mathematik gibt es keine signifikanten Veränderungen. Das zeigen die Ergebnisse der sechsten PISA-Erhebung, die Anfang Dezember in Berlin vorgestellt wurde.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Bremer Senatorin für Kinder und Bildung Claudia Bogedan, hob hervor, dass das überdurchschnittliche Leistungsniveau, das bei PISA 2012 erreicht worden war, sich nun stabilisiert habe.

Allerdings gibt es kritische Einzelergebnisse: So zeigten die Fünfzehnjährigen in Deutschland im internationalen Vergleich und auch im Vergleich zu 2006 deutlich weniger Freude und Interesse an den Naturwissenschaften.

6. Studieren mit Beeinträchtigung:– bundesweite Befragung gestartet

Im November ist die zweite Auflage der bundesweiten Online-Studierenden-Befragung „beeinträchtigt studieren“ („best2“) des Deutschen Studentenwerks (DSW) und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) gestartet. Die erste Befragung dieser Art fand 2011 statt; damals beteiligten sich rund 15.000 betroffene Studierende. Etwa sieben Prozent aller Studierenden haben eine Beeinträchtigung, die sich studienerschwerend auswirkt.

Studierende mit Behinderungen und chronischen Krankheiten an mehr als 150 Hochschulen werden jetzt um Auskunft gebeten: Welche Herausforderungen müssen sie bewältigen? Wie gut greifen die Nachteilsausgleiche? Welche Unterstützungsangebote sind hilfreich? Welche Rolle spielen Lehrende sowie Kommilitoninnen und Kommilitonen?

Ebene Hochschule

7. Neujahrsempfang mit vier Ehrungen

Bei dem traditionellen Neujahrsempfang der Universität und der Universitätsgesellschaft Oldenburg e.V. (UGO) im Oldenburgischen Staatstheater hat Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper am 19. Januar 2017 vier Persönlichkeiten geehrt. Vor rund 500 Gästen überreichte er dem ehemaligen UGO-Vorsitzenden Michael Wefers die Universitätsmedaille. Prof. Dr. Djordje Lazovic, Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab und Prof. Dr. Reto Weiler, vormals Prodekane des Gründungsdekanats der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften, erhielten die Ehrenplakette des Präsidenten. „Es ist mir eine außerordentliche Freude, vier Persönlichkeiten auszuzeichnen, die sich in besonderer Weise um die Universität verdient gemacht haben“, so Piper. Sie alle hätten dazu beigetragen, die Universität in ihrer Weiterentwicklung zu fördern und die Beziehungen in die Region hinein zu vertiefen.

Wefers, Oldenburger Unternehmensberater, erhielt die Auszeichnung für sein außerordentliches persönliches Engagement in der Universitätsgesellschaft Oldenburg, deren Vorsitz er von 2007 bis 2016 innehatte. „Mit seiner Begeisterungsfähigkeit und seinem unermüdlichen Engagement hat Michael Wefers lebendige Verbindungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen und damit in herausragendem Maß zu der erfolgreichen Entwicklung der Universität Oldenburg beigetragen“, heißt es in der Würdigung.

Mit der Ehrenplakette des Präsidenten wurden drei Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um den Aufbau der European Medical School Oldenburg-Groningen (EMS) verdient gemacht haben. Prof. Dr. Djordje Lazovic, Direktor der Universitätsklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Pius-Hospital Oldenburg, war von 2012 bis 2015 Studiendekan im Gründungsdekanat der Medizinischen Fakultät. Er habe, so Piper, „die innovative Konzeption des länderübergreifenden Studiengangs federführend gemeinsam mit Groningen entwickelt und die praktische Umsetzung zum Erfolg geführt“.

Prof. Dr. Hans-Rudolf Raab, Direktor der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Oldenburg, und Prof. Dr. Reto Weiler, Oldenburger Neurobiologe und Rektor des Hanse-Wissenschaftskollegs Delmenhorst, waren Mitglieder des Gründungsausschusses und von 2012 bis 2016 Prodekane im Gründungsdekanat der Fakultät VI. „Hans-Rudolf Raab und Reto Weiler sind die Initiatoren der Universitätsmedizin in Oldenburg. Ihre hohe wissenschaftliche und klinische Expertise und ihre unermüdliche Überzeugungsarbeit spielten bei der Verwirklichung des Projekts eine zentrale Rolle“, betonte Piper. Sie hätten zudem wesentlich dazu beigetragen, die naturwissenschaftlichen Professuren in die neue Medizinische Fakultät zu integrieren und – gemeinsam mit den drei Oldenburger Krankenhäusern und der Karl-Jaspers-Klinik – den „Medizinischen Campus Universität Oldenburg“ zu gründen.

Kultureller Höhepunkt des abwechslungsreichen Abends im Staatstheater war die Vorstellung „Imago Suite/4 Seasons“ der BallettCompagnie. Die Gäste waren zuvor von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Universitätspräsident Piper sowie dem neuen UGO-Vorsitzenden Prof. Dr. Werner Brinker begrüßt worden.

8. Neues Promotionsprogramm zum außerschulischen Lernen gestartet

Das neue Promotionsprogramm „Lernen in informellen Räumen“ (GINT) hat seine Arbeit aufgenommen. GINT steht für Geographie, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Für vier Jahre vom „Niedersächsischen Vorab“ der VolkswagenStiftung gefördert, umfasst das Programm insgesamt zwölf Georg-Christoph-Lichtenberg-Stipendien. Kooperationspartner sind die Universitäten Hannover und Vechta sowie Odense (Dänemark) und Rethymno (Griechenland). Sprecher sind die Oldenburger Hochschullehrer Prof. Dr. Michael Komorek (Physik) und Prof. Dr. Peter Röben (Technik).

Zusammen mit weiteren Promovenden werden die Stipendiat/innen die Prozesse informellen Lernens an außerschulischen Lernorten sowie deren Einbettung in regionale Lernkontexte untersuchen. Die außerschulischen Lernorte befinden sich in Nationalparkhäusern, Science Centern, Wissenschaftsmuseen, Schülerlaboren und Umweltbildungszentren.

„Das Promotionsprogramm GINT ist bereits das fünfte Programm in Folge, mit dem das Land Niedersachsen die Fachdidaktiken und Erziehungswissenschaften der Universität Oldenburg fördert – und damit nachdrücklich deren Forschungskapazität unterstreicht und würdigt“, betonte Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper anlässlich der Eröffnung.

9. „Preis der Lehre“ für Pädagogin und zwei Historiker

Ausgezeichnete Lehre: Eine Pädagogin und zwei Historiker der Carl von Ossietzky Universität sind für ihre herausragende Vermittlung von Lehrinhalten an Studierende am 1. Dezember mit dem Preis der Lehre geehrt worden. Die Ausgezeichneten erhalten jeweils ein zweckgebundenes Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

Mit dem Preis, der von der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) gefördert wird, würdigt die Universität hervorragende Hochschullehre und regt gleichzeitig dazu an, sich mit Lehr- und Lernprozessen an der Hochschule auseinanderzusetzen. So waren auch im Studienjahr 2015/16 die Studierenden aufgerufen, besonders gelungene Lehrveranstaltungen zu nominieren, aus denen eine Jury von Lehrenden, Studierenden und einem UGO-Vertreter die Preisträger/innen auswählte. „Die Vorschläge zeigen geradezu vorbildhaft, wie Lehrende ihre Studierenden motivieren und zum forschungsnahen Lernen anregen können“, erklärte Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung.

Der Preis in der Kategorie „Beste Veranstaltung“ ging an Julia Lüpkes vom Institut für Pädagogik für die erfolgreiche Verbindung von Theorie und Praxis. In der Kategorie „Forschungsbasiertes Lernen“ würdigte die Jury das didaktische Konzept von Lucas Haasis vom Institut für Geschichte.

Beim diesjährigen Sonderpreis „Lehrveranstaltungsevaluation“ zählte das Votum der Studierenden auf andere Weise: Lehrende konnten sich mit dem Evaluationsergebnis einer Lehrveranstaltung selbst bewerben. Am besten schnitt dabei Prof. Dr. Malte Thießen vom Institut für Geschichte mit seinem Seminar „European Angst: Kulturgeschichte des Kalten Krieges“ ab.

10. Neuartiger Mikroskopier-Roboter für biologische und medizinische Forschung

Der biologischen und medizinischen Forschung an der Universität steht ein neuartiges Mikroskop zur Verfügung, ein sogenannter „Digitalisierender Mikroskopier Roboter“. Das Gerät im Wert von rund 200.000 Euro ist erst an wenigen Hochschulen Deutschlands im Einsatz. In Oldenburg gehört es zur sogenannten „Core Facility Microscopy“, einer Art Gerätepark für Spitzenforschung, den die Fakultät V Mathematik und Naturwissenschaften gemeinsam mit der Fakultät VI Medizin und Gesundheitswissenschaften nach und nach aufbaut.

Das Besondere: Das neue Mikroskop erfasst, sichtet und dokumentiert hauchdünne Gewebeschnitte ganz automatisch. Es arbeitet dabei deutlich schneller und genauer als ein Mensch. „Was früher einen Monat gedauert hat, kann dieses Gerät in einer Nacht erledigen und zwar in einer Qualität, die wir bisher nicht erreichen konnten“, erklärt der Neurobiologe Prof. Dr. Henrik Mouritsen, einer der Hauptnutzer des Geräts.

Generell steht der Mikroskopier-Roboter allen Wissenschaftlern der Universität zur Verfügung, beispielsweise auch für Forschungsprojekte der Humanmedizin. Dort ist das Gerät von großer Bedeutung für die Stärkung und den weiteren Aufbau der medizinischen Forschung und für die Zusammenarbeit zwischen klinischen und naturwissenschaftlichen Professoren. Außerdem wird das Gerät für die wissenschaftliche Ausbildung der Medizinstudierenden genutzt, um sie mit modernsten Techniken vertraut zu machen.

11. Trinkwasser: Bundesweites Verbundprojekt mit Oldenburger Beteiligung

Im Verbundprojekt „TrinkWave“ erforschen Oldenburger Wissenschaftler/innen gemeinsam mit Partnern aus ganz Deutschland das Prinzip der naturnahen Wasseraufbereitung. Ziel ist es, eine ausreichende Trinkwasserversorgung auch in Zeiten zunehmender globaler Trockenheit zu ermöglichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das auf drei Jahre angelegte Projekt unter Leitung der Technischen Universität München mit mehr als drei Millionen Euro im Rahmen der Fördermaßnahme WavE. An die Universität Oldenburg fließen davon rund 240.000 Euro. Hier ist TrinkWave in der Arbeitsgruppe Hydrogeologie und Landschaftswasserhaushalt von Prof. Dr. Gudrun Massmann angesiedelt. Der Fokus des Oldenburger Teams liegt in diesem Projekt auf den Strömungen und der Verbesserung der Wasserqualität, die sie in naturnahen Pilotanlagen simulieren.

12. Erneute Förderung für Großprojekt „Freiheitsraum Reformation“

„Freiheitsraum Reformation“, ein Kooperationsprojekt der Universität Oldenburg mit Partnern aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, wird auch 2017 – dem 500. Jubiläumsjahr der Reformation – gefördert. Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, hat weitere Mittel für das nordwestdeutsche Projekt bewilligt. Die Fördersumme liegt bei etwa 100.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Ansatz einer kritischen Reflexion der Reformation und der damit verbundenen Herausforderungen im Umgang mit religiöser Vielfalt erneut überzeugen konnten. Der Nordwesten kann sich auf ein anregendes Jubiläumsjahr freuen“, sagt Projektleiterin Prof. Dr. Dagmar Freist vom Institut für Geschichte der Universität.

Das Projekt „Freiheitsraum Reformation“ wird jedes Jahr neu von unterschiedlichen Akteuren aus Oldenburg und dem Nordwesten gestaltet. Es verfolgt das Ziel, Menschen und Institutionen aus Wissenschaft, Kultur und Bildung zusammenzubringen, um das Gesamtereignis Reformation „neu zu denken“ – in Ausstellungen, Theaterstücken, Konzerten, Schülerprojekttagen, einer internationalen Tagung an der Universität und vielen weiteren Formaten. Das Jahr 2017 steht unter dem Motto „Religiöse Pluralisierung: Region und Welt“.

Im Rahmen des Projekts findet vom 11. bis 13. Mai 2017 an der Universität Oldenburg eine internationale Tagung statt. Ihr Thema: „Reformation, Migration und Religiöse Pluralisierung: Politik und Praktiken der Koexistenz“.

13. Neuer Service für Studierende: berufliche Kompetenzen anrechnen lassen

Welche Möglichkeiten haben Studierende, sich ihre in Ausbildung oder Beruf erworbenen Kompetenzen anrechnen zu lassen? Und wie werden diese außerhalb der Hochschule gewonnenen Erfahrungen erfasst? Seit dem 19. Januar berät und unterstützt ein neuer Service der Universität Studierende zu diesen Fragen („PLAR-Service“ = Prior Learning Assessment and Recognition). Die wöchentliche Sprechstunde findet donnerstags zwischen 16.00 und 17.00 Uhr im Studierenden Service Center (SSC) statt (Campus Haarentor, A 12, Raum 2-214).

Die Universität Oldenburg versteht sich als „Offene Hochschule“, die Studienmöglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen bereithält. So ist der Anteil von Studierenden mit beruflicher Qualifikation mit gut 26 Prozent signifikant höher als an vergleichbaren Universitäten in Deutschland. Die Universität legt daher besonderen Wert darauf, berufliche Kompetenzen auf das Studium anzurechnen.

Der neue Service ist Teil des Projekts PLARnet, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) und dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird. Es ist bundesweit die erste zentrale Einrichtung dieser Art an einer Hochschule. 

14. Zehn Jahre C3L – Center für lebenslanges Lernen

Vorreiter der wissenschaftlichen Weiterbildung, Motor neuer Lehr-Lern-Formate, Profi für Anrechnungsverfahren: Das C3L – Center für lebenslanges Lernen zeichnet sich durch Erfolge auf vielen Gebieten aus. Inzwischen ist die zentrale Weiterbildungseinrichtung der Universität Oldenburg zehn Jahre alt. Die Anfänge reichen allerdings deutlich weiter zurück: Schon kurz nach ihrer Gründung in den 1970er-Jahren hatte sich die Universität bereits das lebenslange Lernen auf die Fahnen geschrieben – eine Tradition, die bis heute in einer Vielzahl von Angeboten und Forschungsaktivitäten sichtbar wird.

Das C3L ist bundesweit eine der drittmittelstärksten Einrichtungen in der wissenschaftlichen Weiterbildung und des lebenslangen Lernens. Das Zentrum hatte von 2012 bis 2016 die Federführung bei der wissenschaftlichen Begleitung im großen Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ inne und ist derzeit an der Begleitforschung im Qualitätspakt Lehre mit 186 Hochschulen beteiligt.

15. Niederländischer Master-Student erhält DAAD-Preis

Der 22-jährige Niederländer Pol van Rijn hat den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) erhalten. Er zählt zu den besten fünf Prozent seines Fachs, engagiert sich ehrenamtlich für andere Studierende und setzt sich für eine gesunde Umwelt ein. Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, und Katja Kaboth-Larsen vom International Student Office überreichten die Auszeichnung Anfang Dezember im Rahmen einer Feierstunde an der Universität. Die Laudatio hielt Prof. Dr. Esther Ruigendijk, Hochschullehrerin für niederländische Sprachwissenschaft.

Der DAAD-Preis würdigt internationale Studierende und ist mit 1.000 Euro dotiert. Pol van Rijn sei ein überaus engagierter, motivierter und hart arbeitender Student, heißt es in der Begründung für die Preisvergabe. Der gebürtige Groninger studiert an der Universität Oldenburg Germanistik, Niederlandistik und Informatik fürs Gymnasiallehramt.

16. Nachhaltigkeit: Auszeichnung für Klaus Fichter und Irena Tiemann

Apl. Prof. Dr. Klaus Fichter und Dr. Irina Tiemann (Department für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften) sind gemeinsam mit zwei weiteren Autoren mit dem Sustainable Entrepreneurship Research Awards 2016 des Förderkreises Gründerforschung FGF e.V. ausgezeichnet worden. Sie erhielten den Preis für ihre Arbeit, die sich mit dem Thema Geschäftsmodellentwicklung aus einer nachhaltigen Perspektive beschäftigt. Die Auszeichnung wurde im Oktober auf der 20. Interdisziplinären Jahreskonferenz zu Entrepreneurship, Innovation und Mittelstand (G-Forum) vergeben.

17. Zukunftspreis der Israelstiftung für Doktorandin Katharina Hermes

Katharina Hermes, seit dem Sommersemester Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Evangelische Theologie und Religionspädagogik, hat für den von ihr mitbegründeten Verein „Heimatsucher“ den Zukunftspreis der Israelstiftung in Deutschland mit entgegengenommen. Die Stiftung würdigt mit der Auszeichnung „Initiativen, Gruppen und Menschen, die in außergewöhnlicher Weise mit dem Staat Israel und seinen Menschen verbunden sind und sich für das Erinnern in Zukunft einsetzen“. Die studentische Initiative „Heimatsucher e.V.“ trägt Überlebensgeschichten des Holocaust in Schulklassen. Der ursprünglich aus einem Studienprojekt in Münster hervorgegangene Verein hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderem von der Hans-Lilje-Stiftung und der Bundeszentrale für politische Bildung sowie den Sonderpreis der Bundeskanzlerin im startsocial-Stipendium.

18. Historikerin Franziska Meifort für Dissertation ausgezeichnet

Franziska Meifort, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte, hat für ihre Dissertation über den deutsch-britischen Soziologen Ralf Dahrendorf den Preis der Wolf-Erich-Kellner-Gedächtnisstiftung erhalten. Die mit 2.000 Euro dotierte Auszeichnung würdigt jährlich eine herausragende Forschungsarbeit zu Grundlagen, Geschichte und Politik des Liberalismus. Meifort teilt sich den Preis mit ihrem Freiburger Fachkollegen Fabian Rausch.

Meifort promovierte an der Freien Universität Berlin. Bei der Preisverleihung in Bonn würdigte Historiker und Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Eckhart Conze (Universität Marburg) die Dissertation als „Musterbeispiel der Biografie eines öffentlichen Intellektuellen“. Damit habe Meifort einen wichtigen Beitrag zur Geschichtsschreibung der Bundesrepublik geleistet habe.

19. Mediziner Martin Lam erhält Günther-Haenisch-Preis

Dr. Martin C. Lam, Assistenzarzt in der Plastischen Chirurgie am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg, hat auf der Wintertagung der Vereinigung Norddeutscher Chirurgen den Günther-Haenisch-Preis verliehen bekommen. Er erhielt die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung der Günther-Haenisch-Forschungs- und Studienstiftung für den besten wissenschaftlichen Vortrag über eine von ihm mitentwickelte, neuartige Behandlungsmethode bei diabetischer Wundheilungsstörung.

In seiner Dissertation, die er 2015 an der Universität Oldenburg abschloss, erforschte Lam, wie die Behandlung mit antimikrobiellen körpereigenen Eiweißmolekülen die Wundheilung bei Diabetespatienten beschleunigen und gleichzeitig Antibiotika ersetzen könnte. Derzeit absolviert Lam eine Weiterbildung zum Plastischen Chirurgen und ist zudem an der European Medical School in Ausbildung und Lehre von Medizinstudierenden und Forschung involviert. Für seine Dissertation erhielt Lam 2015 den Promotionspreis der Freunde und Förderer der Universitätsmedizin Nordwest e. V.

20. Meeresforscher Helmut Hillebrand unter den meistzitierten Wissenschaftlern

Prof. Dr. Helmut Hillebrand, Meeresbiologe und Biodiversitätsexperte an der Universität Oldenburg, zählt laut dem aktuellen Zitationsranking „Highly Cited Researchers“ weiterhin zu den weltweit meistzitierten Wissenschaftler/innen. Das Ranking umfasst weltweit gut 3.200 Forscher/innen aus 21 Fachgebieten, darunter 200 aus Deutschland, von denen acht aus Niedersachsen stammen.

21. Ira Diethelm ins Präsidium der Gesellschaft für Informatik gewählt

Prof. Dr. Ira Diethelm, Hochschullehrerin für Didaktik der Informatik, ist in das Präsidium der Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) gewählt worden. Diethelm wird dem Gremium für drei Jahre angehören. Dem Berufsverband der Informatiker in Deutschland gehören etwa 20.000 Personen an. Mit ihrem Mandat will Diethelm innerhalb und außerhalb des Verbands der informatischen und digitalen Bildung mehr Gewicht und Gehör verleihen.

22. Niederlandist Hans Beelen weiterhin Vorsitzender von Fachverband

Hans Beelen, Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Niederlandistik der Universität Oldenburg, ist in seinem Amt als Vorsitzender des Niederlandistenverbandes bestätigt worden. Die Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main wählte ihn für weitere zwei Jahre an die Spitze des Fachverbandes, in dem sich seit 2006 die Hochschul-Niederlandisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz organisieren. Beelen lehrt seit 1987 an der Universität Oldenburg und leitet den Verband mit Sitz in Amsterdam seit 2010. 

23. Kooperationsstellenleiter Harald Büsing verstorben

Harald Büsing, seit 1999 Leiter der Kooperationsstelle Hochschule-Gewerkschaften an der Universität Oldenburg, ist am 18. Dezember im Alter von 59 Jahren verstorben. „Die Universität verliert mit Harald Büsing einen Mann, der sich viele Jahre lang mit großer Fachkompetenz und persönlichem Einsatz um die Vernetzung von Wissenschaft und Arbeitswelt verdient gemacht hat“, erklärte Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper. Der stellvertretende Vorsitzende des Kooperationsausschusses Hochschule-Gewerkschaften, Prof. Dr. Thomas Breisig, ergänzte: „Harald Büsing hat die Kooperation an entscheidender Position mitgetragen. Sein plötzlicher Tod erschüttert uns und hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird.“

24. Termine

2. Februar 2017, 16.00 Uhr, Bibliothekssaal
Veranstaltung „1 Jahr OLE+ – Entwicklungen, Perspektiven, Herausforderungen“

3. Februar, 15.00 Uhr, A14, Hörsaal 1+2
Absolvent/innenfeier Fakultät III Sprach- und Kulturwissenschaften

8. Februar 2017, 12.00 Uhr, Senatssaal
Empfang der Gastwissenschaftler/innen

10. Februar 2017, 17.00 Uhr, A14, Hörsaal 1+2
Absolvent/innenfeier Wirtschafts- und Rechtswissenschaften

17. Februar 2017, 16.00 Uhr, Aula (A11)
Absolvent/innenfeier Fakultät IV Human- und Gesellschaftswissenschaften