Das lernt man im Spiel sehr schön

Spiel mit Spins führt Jugendliche an Physik heran


Physik kann so einfach sein - das zeigt Prof. Dr. Alexander Hartmann im Interview über sein Spiel "Spinglas oder meine Party" im Physik-Journal.

Das Spiel funktioniert auf zweierlei Art und Weise: entweder muss der Spieler eine möglichst große Anzahl von Gästen auf seine Party locken oder - besonders für die Physik-Interessierten - seine Spins dermaßen anordnen, dass eine möglichst große Anzahl in die gewünschte Richtung zeigt.

Prof. Hartmann hat das Spiel 2012 veröffentlicht, um für das Physikstudium zu werben. Das Spiel richtet sich deswegen bevorzugt an Jugendliche und betont den in vielen Spielen vorhandene Konkurrenzaspekt. Zudem ist eine hohe Frustrationstoleranz nötig, denn aufgrund der bei den Spins vorherrschenden ferro- und antiferromagnetischen Bindungen sind nicht alle Bindungen im Spiel gleichzeitig zu erfüllen.

Besonders gefreut habe sich der Spielentwickler über die Rückmeldung, dass das Spiel nicht trivial wäre und man nicht so schnell eine Gewinnstrategie entwickeln könnte. Er führt an, dass es im Spiel nur ein paar einfache Regeln gibt, die aber zu sehr komplexen Situationen führen. Das spiegelt die komplexe Situation bei den Spins gut wieder, weil auch dort das gesamte System gleichzeitig betrachtet werden muss. "Das lernt man im Spiel sehr schön", fasst Prof. Hartmann zusammen.

Das Interview mit dem Autor ist im "Physik Journal" im April 2014 erschienen.

[11.04.2014]

 

Weitere Infos

Prof. Dr. Alexander Hartmann
Institut für Physik
E-Mail: alexander.hartmann@uni-oldenburg.de

http://www.compphys.uni-oldenburg.de/61306.html

Link zum Interview im Physik-Journal:
http://www.pro-physik.de/details/physikjournalIssue/5983801/PJ_04_2014.html