Hörforscher gewinnt 3. Oldenburger Science Slam

Oldenburg. Steffen Kortlang, Mitarbeiter der Medizinischen Physik der Universität Oldenburg, gewann den 3. Oldenburger „Science Slam“. Die Veranstaltung der Graduiertenschule Naturwissenschaft und Technik und des Forschungszentrums Neurosensorik fand in Zusammenarbeit mit dem Oldenburger Staatstheater am 22.05.2013 in der Exerzierhalle am Oldenburger Pferdemarkt statt.

Zum „Science Slam“ angetreten waren diesmal die Nachwuchswissenschaftler Sebastian Menze (AWI Bremerhaven) und Sara Jonkers (Niederlandistik), Stefanie Enriquez-Geppert (Psychologie) und Steffen Kortlang (Medizinische Physik) aus der Universität Oldenburg. Sie hatten die Aufgabe, einem Laien-Publikum in 10 Minuten ihr Forschungsgebiet auf unterhaltsame Art zu erklären und sie von ihrer Arbeit zu begeistern.

Letztendlich kürte das Publikum Steffen Kortlang zum Sieger und verlieht ihm das „goldene Gehirn“ für seinen Vortrag über den sensorineuralen Hörverlust in humanoiden und extraterrestrischen Lebensformen. Der Preisträger begeisterte das Publikum mit seinem Alien „Hör-nicht-gut“ vom Planeten „Ohr-ion“, das von einer Innenohrschwerhörigkeit geplagt die Hilfe der Oldenburger Hörforschung suchte. Er demonstrierte anhand von Geräuschbeispielen verschiedene Aspekte der Psychoakustik und zeigte anschaulich, wie man Hörschädigungen diagnostizieren kann:  Durch einen Vergleich der Daten aus Hörtests mit einem Computermodell des auditorischen Systems konnte bei seinem Alien eine Schädigung der inneren Haarzellen, der Sinneszellen im Innenohr, die für die Transformation der mechanischen Schwingungen in neuronale Muster verantwortlich sind, aufgedeckt werden.

 

[07.06.2013]

 

Steffen Kortlang beim 3. Oldenburg Science Slam (Foto: Hartger Holm-Grünberg).