Higgs, oder die Illusion vom leeren Raum


Oldenburg. „Higgs, or the illusion of empty space“ lautet der Titel des öffentlichen Vortrags, den Prof. Dr. Peter Schleper im Rahmen des Physikalisches Kolloquiums am Montag, 12. November, 16.15 Uhr, an der Universität Oldenburg (Campus Wechloy, W2-1-148) hält.

Schleper ist Hochschullehrer am Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Gemeinsam mit seiner Arbeitsgruppe ist er in Untersuchungen am Europäischen Forschungszentrum CERN eingebunden. In seinem Vortrag gibt er Einblicke aus erster Hand in dort durchgeführte Experimente und präsentiert die neuesten Forschungsergebnisse zum so genannten Higgs-Mechanismus. Vor einigen Monaten ist am Large Hadron Collider des Forschungszentrums ein Teilchen entdeckt worden, das viele Eigenschaften des Higgs-Bosons aufweist. Das Higgs-Boson ist ein nach dem britischen Physiker Peter Higgs benanntes hypothetisches Elementarteilchen, das experimentell bislang nicht nachgewiesen werden konnte.

Symmetrien sind in der Physik ein unverzichtbares Konzept, um die Gesetze der Natur zu entschlüsseln. So erfolgreich und effektiv Symmetriebetrachtungen oft sind, so sind sie mitunter im Weg, wenn es um das Verständnis einiger grundlegender Eigenschaften von Körpern, wie zum Beispiel ihre Masse, geht. Für eine wichtige Klasse von Elementarteilchen verlangen Symmetrien zum Beispiel die Masse Null, während experimentell gut gesichert ist, dass diese Teilchen keineswegs masselos sind. Eine raffinierte Möglichkeit, die Gültigkeit der Symmetrie mit einer Masse ungleich Null zu vereinbaren, bietet der Higgs-Mechanismus.


[05.11.2012]

 

Der Vortragende

Peter Schleper

Institut für Experimentalphysik
Universität Hamburg

http://www.desy.de/~schleper/

Weiter Infos

Prof. Dr. Andreas Engel

Institut für Physik
Tel.: 0441/798-3616
E-Mail: andreas.engel(at)uni-oldenburg.de