CHE-Hochschulranking 2012/2013: Oldenburger Physik auf dem Weg nach oben

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat zusammen mit der Wochenzeitung DIE ZEIT das Hochschulranking 2012/2013 veröffentlicht. Zu den untersuchten Studiengängen zählte auch die Physik, die vom CHE zuletzt 2009/2010 bewertet wurde.

Von 69 Physik-Instituten, überwiegend aus Deutschland, aber auch aus Österreich, den Niederlanden und der Schweiz haben sich 63 am Ranking beteiligt. Unter diesen rangiert die Oldenburger Physik in der Gesamtwertung im oberen Viertel. Sie hat sich damit gegenüber dem letzten Ranking deutlich verbessert.

Vor Oldenburg finden sich vor allem große Universitäten mit langer Physik-Tradition wie Göttingen, München, Heidelberg, Aachen, Bonn, Heidelberg und Zürich. Als junges und relativ kleines Physik-Institut haben es die Oldenburger natürlich schwer, an diesen großen Einrichtungen vorbeizuziehen.

Die überschaubare Größe der Oldenburger Physik bringt jedoch auch entscheidende Vorteile mit sich: Hier herrscht ein enger Kontakt zwischen Studierenden und Lehrenden sowie der Studierenden untereinander, die Lehrenden sind für die Studierenden sehr gut erreichbar, durch eine intensive und gut betreute Kleingruppenarbeit werden effektive Lernsituationen geschaffen, und es gibt keine überfüllten Hörsäle und Labore. All dies führt dazu, dass Oldenburg in der Rubrik "Betreuung durch Lehrende" vom CHE in die Spitzengruppe eingeordnet wurde.

Auch bei einem wichtigen Indikator für die Forschung, den eingeworbenen "Forschungsgeldern pro Wissenschaftler", ist Oldenburg in der Spitzengruppe zu finden. Hier wurde erneut ein hervorragender 7. Platz erreicht.

So erfreulich das insgesamt positive Ergebnis des Rankings auch ist, es wird nicht dazu führen, dass die Oldenburger Physikerinnen und Physiker sich auf ihren Lorbeeren ausruhen. Vielmehr halten sie es wie die Fußballer: Sie freuen sich über die gute UEFA-Cup-Platzierung, wollen in den nächsten Jahren aber noch näher an die Champions-League-Plätze heranrücken. Um das zu erreichen, werden sie vielfältige Anstrengungen unternehmen. "Wir wollen die Studienbedingungen noch weiter verbessern und die internationale Sichtbarkeit unserer Forschungsergebnisse weiter erhöhen. Hier sind wir auf einem guten Weg!", ist sich der Direktor des Instituts für Physik, Prof. Dr. Christoph Lienau sicher.

Das Ranking im Internet: http://ranking.zeit.de/che2012/de/

[24.05.2012]