Universitäten Oldenburg und Bremen erhalten DFG-Graduiertenkolleg "Models of Gravity''

Gute Nachrichten für die Metropolregion Bremen-Oldenburg: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat den Universitäten Oldenburg und Bremen die Einrichtung eines Graduiertenkollegs auf dem Gebiet der Gravitationsphysik genehmigt. Das federführend von Prof. Dr. Jutta Kunz (Universität Oldenburg) und Prof. Dr. Claus Lämmerzahl (Universität Bremen) beantragte Kolleg "Models of Gravity" wird offiziell im April 2012 mit elf DoktorandInnen sowie zwei PostdoktorandInnen starten. Insgesamt werden 30 KollegiatInnen teilnehmen.

Ziel des Graduiertenkollegs ist es, Effekte der GravitationOrbit in Kerr-de Sitter Raumzeit zu untersuchen, besonders im Hinblick auf praktische Anwendungen. Mit dem bundesweit ersten Graduiertenkolleg ausschließlich zu diesem Thema hat sich die Gravitationsphysik als ein Forschungsschwerpunkt im Nordwesten Deutschlands etabliert. Neben den Universitäten Oldenburg und Bremen sind die Jacobs-University Bremen, die Universitäten Hannover und Bielefeld und als externer Partner die Universität Kopenhagen beteiligt.

"Die Entscheidung der DFG macht einmal mehr deutlich, wie hoch die fachliche Qualität der Oldenburger und Bremer Physik eingeschätzt wird", erklärt Prof. Dr. Babette Simon, Präsidentin der Universität Oldenburg. Zudem zeige sie, wie fruchtbar und für beide Seiten gewinnbringend die Kooperation der beiden Nachbaruniversitäten sei. "Die Gravitationsphysik ist ein spannendes Forschungsgebiet mit großem Anwendungspotenzial. Gerade an einem Raumfahrtstandort wie in der Metropolregion Bremen-Oldenburg ist es von gesellschaftlichem Interesse, Gravitationsphysik an den Universitäten in Forschung und Lehre zu betreiben", freut sich Prof. Dr. Wilfried Müller, Rektor der Universität Bremen.

Die Gravitationsphysik beschäftigt sich u. a. mit der Geometrie von Raum und Zeit, mit Schwarzen Löchern und Wurmlöchern, mit Zeitreisen und dem Urknall. Auf den zweiten Blick zeigt sich, dass die Gravitationsphysik auch für unseren Alltag wichtig ist. So wird beispielsweise zum Verständnis des GPS (Global Positioning System) oder des zukünftigen Galileo-Systems - dessen Satelliten in Bremen gebaut werden - derselbe Formalismus benötigt, wie man ihn zur Beschreibung von Schwarzen Löchern braucht. Ohne die Berücksichtigung speziell- und allgemeinrelativistischer Effekte würden sich pro Tag Fehler von mehr als zehn Kilometern ergeben, was beim Landen von Flugzeugen dramatisch wäre.