Neue Stiftungsprofessur „Windenergiesysteme“: Prof. Dr. Martin Kühn hat Ruf angenommen

BildProf. Dr. Martin Kühn, bisher Inhaber des Stiftungslehrstuhls für Windenergie an der Universität Stuttgart, hat den Ruf auf die neu geschaffene Stiftungsprofessur „Windenergiesysteme“ am Institut für Physik der Universität Oldenburg angenommen. Kühn tritt die Professur, die durch die Unterstützung des Landes Niedersachsen und der EWE AG ermöglicht wird, am 1. April 2010 an. „Wir freuen uns, dass wir den äußerst begehrten Wunschkandidaten gewinnen konnten“, so Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Jürgen Appelrath, Vizepräsident für Forschung. „Mit der Professur ergänzen wir die Oldenburger Windenergieforschung entscheidend - und sehen neben der Zusammenarbeit in der Physik auch hervorragende Kooperationsmöglichkeiten mit weiteren Arbeitsgruppen in den Naturwissenschaften und der Informatik.“

Kühn verfügt über langjährige Erfahrung in der Windenergieforschung. Er forschte und lehrte an der TU Delft (Niederlande) und der Universität Stuttgart und ist mit der internationalen Windenergiebranche vertraut. Fünf Jahre lang war er als Projektleiter „Offshore-Windenergie“ in der Entwicklungsabteilung eines internationalen Herstellers von Windenergieanlagen tätig. „Ich möchte künftig die bestehenden universitären Aktivitäten in der Physik, der Informatik und den Wirtschaftswissenschaften durch ein klares ingenieurwissenschaftliches Profil abrunden“, so Kühn. Seine Forschungsschwerpunkte in Oldenburg liegen im Systemverständnis von Windenergieanlagen als aktive Elemente der physikalischen Umgebung und des elektrischen Verbundnetzes.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann sieht für das Land in der Berufung von Kühn eine klare Verstärkung in dem hoch kompetitiven Feld der inner- und außeruniversitären Windenergieforschung: „Mit dieser Besetzung baut die Universität Oldenburg das besonders attraktive Forschungs- und Lehrprofil auf dem Gebiet der Windenergie weiter aus. Das wird national und auch international vor allem in den benachbarten europäischen Regionen deutlich wahrgenommen werden."
Die neue Professur werde sich auf das Lehrangebot im Bachelor-, Master- und Weiterbildungsstudium sowie auf die erweiterten Forschungsthemen der Universität positiv auswirken, freut sich Appelrath: „Das renommierte Lehrangebot unserer Universität im Bereich der erneuerbaren Energien wird schon in Kürze durch zusätzliche Studienangebote erweitert werden können.“