Studierende aus aller Welt widmen sich Computersimulationen

An der Sommerschule "Modern Computational Science", die vom 9. bis 20. August an der Universität Oldenburg stattfand, haben 60 StudentInnen teilgenommen. Sie kamen aus den USA, Slowenien, Serbien, Iran, China, Kasachstan und Deutschland. "Die große internationale Beteiligung und hohe Motivation der TeilnehmerInnen verdeutlichen, dass Computersimulationen immer wichtiger für die Wissenschaft werden", berichtet Prof. Dr. Alexander Hartmann, Hochschullehrer für Theoretische Physik, der zusammen mit Dr. Reinhard Leidl, Geschäftstelle der Fakultät V, die Sommerschule leitete.

Computersimulationen waren vor 20 Jahren noch eine Ausnahme in den Naturwissenschaften. Inzwischen liefern sie die Grundlage für fast ein Viertel aller veröffentlichten Forschungsarbeiten. Trotzdem werden sie in der naturwissenschaftlichen Ausbildung oft stiefmütterlich behandelt. In der Sommerschule wurden den Studierenden in Seminaren und Vorlesungen Methoden vermittelt, um Wissenschaft am Computer umsetzen zu können. Das Themenspektrum reichte von Grundlagen im Bereich Algorithmen, Datenstrukturen und Statistik bis hin zu aktuellen Anwendungsgebieten wie der Bioinformatik, Quantenchemie, Ökosysteme und Strömungssimulationen.

"Die computerorientierten Ansätze, wie sie hier vermittelt wurden, sind für meine Forschung immens wichtig", berichtet Zukhra Adiakhmetova, Teilnehmerin aus Kasachstan. Gerade die praktischen Übungen zu Computersimulationen seien von großer Bedeutung gewesen, betont Kairzhan Karzhaubayev (Kasachstan). "Es wurden neue Methoden und Forschungsergebnisse zu Computersimulationen vermittelt", ergänzt Hamid Khosbakht, Student aus dem Iran.
Katie Fletcher (USA) war besonders vom Rahmenprogramm begeistert: "Die Ausflüge nach Norderney mit einem Bad in der Nordsee, Jever und Bremen haben das wissenschaftliche Programm der Sommerschule optimal ergänzt."
Die Sommerschule "Modern Computational Science" wurde durch die EWE Stiftung unterstützt.

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