"Papercore" - Datenbank nach dem Wikipedia-Prinzip

"Papercore" heißt das weltweit frei zugängliche Datenbankprojekt, das die Arbeitsgruppe "Computerorientierte Theoretische Physik" der Universität Oldenburg in Zusammenarbeit mit dem Institute for Science Networking, einem An-Institut der Universität, entwickelt hat und das jetzt freigeschaltet wurde.
"Papercore" bündelt wissenschaftliche Artikel und vernetzt sie untereinander. "Die Zusammenfassungen gehen weit über Abstracts hinaus", sagt Projektleiter Prof. Dr. Alexander Hartmann. "Sie sollen etwa 1/10 der Länge des zugrunde liegenden Artikels haben, kompakt und zugleich ausführlich genug sein. Jede Zusammenfassung soll in etwa das beinhalten, an das man sich auch nach Lesen des kompletten Artikels erinnern würde. Man kann also sehr viel Zeit sparen, wenn man sich die Zusammenfassungen durchliest statt der kompletten Artikel. Auf diese Weise hoffen wir der stetig wachsenden Flut wissenschaftlicher Veröffentlichungen Herr zu werden."

Mitmachen bei dem Datenbankprojekt können alle - weltweit und kostenlos: Wer sich für einen Zugang angemeldet hat, kann nach dem Wikipedia-Prinzip Zusammenfassungen lesen, schreiben und modifizieren. Zunächst sind etwa 200 Beiträge online - vorrangig aus der Physik, entstanden in der
Arbeitsgruppe von Hartmann. Mittelfristig soll die Datenbank für alle Fächer geöffnet werden.

Die MacherInnen von Papercore setzen vor allem auf Bekanntmachung und den sich selbst verstärkenden Effekt: "Wir erwarten, dass die Datenbank schnell wächst", ist sich Hartmann sicher. Immer mehr WissenschaftlerInnen sollten über den Nutzen erfahren und selbst aktiv werden. Papercore werde die Art der wissenschaftlichen Informationsbeschaffung um eine wichtige Komponente erweitern: "Die Datenbank wird somit ein wesentliches Werkzeug zur effizienten wissenschaftlichen Information und ihrer Vernetzung - und irgendwann, so hoffen wir, fester Ansprechpartner auf der Suche nach kompakten wissenschaftlichen Informationen."

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