Physiker wollen Nano-Motoren auf die Spur kommen

Workshop “Optimization in stochastic nano-systems” am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst

Vom 10. bis zum 13. Oktober wollen sich 45 internationale Experten der Nano-Physik im Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst über neuste Forschungsergebnisse austauschen. Auf Einladung von Prof. Dr. Andreas Engel vom Institut für Physik der Universität Oldenburg diskutieren die Wissenschaftler in einem Workshop aktuelle Fragen zu Energieumwandlungen auf der Nano-Skala. Dabei befassen sich die Forscher aus Europa, den USA, Japan und Südkorea unter anderem mit der Arbeitsweise und Optimierung kleinster Motoren, Pumpen oder auch Kühlvorrichtungen.

„Die heute arbeitenden großen Energiewandler wie Kraftwerke oder Autos wurden über eine lange Zeit perfektioniert. Bei ihrer Miniaturisierung entstehen jedoch ganz neue Herausforderungen, da sich Nano-Systeme in einer stark fluktuierenden Welt behaupten müssen. So dreht sich beispielsweise ein Nano-Motor nicht nur in eine Richtung, sondern wechselt diese ständig“, erläutert Prof. Dr. Andreas Engel, Initiator des Workshops.

Einige Hinweise zur Optimierung technischer Nano-Systeme finden sich bei der Analyse biologischer Motoren in Zellen. Sie arbeiten in den gleichen winzigen Dimensionen: ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter, das ist etwa so groß wie ein einzelnes Molekül. Das Treffen am Hanse-Wissenschaftskolleg Delmenhorst dient auch der Vernetzung der internationalen Aktivitäten auf dem erst vor etwa 15 Jahren entstandenen Forschungsgebiet.