ForWind präsentiert sich auf Hannover Messe

BildForWind, das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen, präsentiert vom 19. bis 23. April 2010 neueste wissenschaftlich-technische Entwicklungen sowie Aus- und Weiterbildungsaktivitäten auf der Hannover Messe (Halle 27, Stand F30). Eins der Exponate ist der Prototyp eines Kugelanemometers. Bei diesem Gerät wird eine Kugel am Ende eines starren Rohrs fixiert, das andere Ende des Rohrs ist in einer Halterung befestigt. Bei Luftströmung verbiegt sich die Konstruktion nur minimal. Dadurch lassen sich Windgeschwindigkeit und -richtung gleichzeitig und mit hoher Frequenz messen. Für Firmen der Windbranche bietet das Kugelanemometer eine ideale Alternative zu den herkömmlichen Schalenstern-Anemometern.

Ein weiteres ForWind-Exponat ist der so genannte Blasenschleier.
Er dient zur Minderung von Schallimmissionen, die beim Bau von Offshore-Windenergieanlagen entstehen und hörempfindliche Meeressäuger wie Schweinswale erheblich beeinträchtigen können. Um einen Blasenschleier zu erzeugen, wird Druckluft in ein am Meeresboden verankertes Rohrsystem gepresst, die durch Düsen aus den Rohren entweicht. Die aufsteigenden Luftblasen bilden eine Blasenschleierwand, die durch Reflexions- und Streueffekte die Hydroschallpegel deutlich reduziert.

Ferner stellt ForWind ein Verfahren zur dynamischen Bestimmung von Leistungskennlinien einer Windkraftanlage vor. Leistungskennlinien oder Leistungskurven liefern wichtige Details zur Funktionsweise und Wirtschaftlichkeit einer Windenergieanlage. ForWind hat ein Verfahren entwickelt, das wesentlich präzisere Angaben liefert als das herkömmliche Verfahren nach dem Standard der International Electrotechnical Commission (IEC).
Hochwertige Aus- und Weiterbildung mit deutlichem Praxisbezug ist ein Charakteristikum des Forschungszentrums ForWind. Auf der Messe werden das weiterbildende Studium Windenergietechnik und –management sowie das Seminarangebot der ForWind-Academy vorgestellt. Beide Angebote richten sich an Fach- und Führungskräfte der Windenergiebranche, aber auch an Quereinsteiger. Dabei werden Problemstellungen aus der Praxis mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombiniert.