Prof. Dr. Ulrike Feudel in Exzellenzportal aufgenommen

Fünf Forscherinnen der Universität Oldenburg sind in das Exzellenzportal "AcademiaNet" aufgenommen worden, das die Robert Bosch Stiftung in Kooperation mit der Verlagsgesellschaft "Spektrum der Wissenschaft" und Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ins Leben gerufen hat. Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltete das Internetportal, das derzeit die Profile von rund 515 herausragenden Wissenschaftlerinnen aus dem deutschsprachigen Raum enthält, am 2. November 2010 in Berlin frei.

Von der Universität Oldenburg sind die Physikerin Prof. Dr. Ulrike Feudel, die Chemikerin und Vizepräsidentin für Forschung, Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, die Geowissenschaftlerin Prof. Dr. Gudrun Massmann, die Neurobiologin Prof. Dr. Christiane Richter-Landsberg und die Historikerin Prof. Dr. Tanja Susanne Scheer in dem Exzellenzportal vertreten. Vorgeschlagen wurden sie von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

"Die Aufnahme von fünf unserer Professorinnen in das Exzellenzportal ist ein großer Erfolg für die Universität und ein sichtbarer Beweis dafür, dass wir unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern beste Rahmenbedingungen für die Forschung bieten", erklärte Präsidentin Prof. Dr. Babette Simon. Die Universität Oldenburg nehme bei Hochschulrankings unter Gleichstellungsaspekten seit Jahren eine Spitzenposition ein. 30 Prozent aller Professuren seien von Frauen besetzt, betonte Simon. Bundesweit werden nur zwölf Prozent der höchstdotierten Positionen in der Forschung von Frauen bekleidet.

Das Ziel von "AcademiaNet" sei es, so die Initiatoren, die Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen in wichtigen, meist männlich dominierten Netzwerken zu stärken. Das Exzellenzportal wolle herausragende Wissenschaftlerinnen ins Blickfeld derer rücken, die wissenschaftliche Gremien oder Führungspositionen besetzen, über Forschung berichten, Konferenzprogramme gestalten oder ExpertInnen bei Entscheidungen hinzuziehen wollen.

BildProf. Dr. Ulrike Feudel, seit 2000 Hochschullehrerin für "Theoretische Physik mit dem Schwerpunkt Komplexe Systeme", studierte Physik an der HU Berlin, wo sie auch promovierte. 1996 habilitierte sie sich an der Universität Potsdam und ging 1998 als Heisenberg-Stipendiatin der DFG an die University of Maryland at College Park (USA). Feudels Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung von Methoden zur Analyse des Verhaltens nichtlinearer komplexer Systeme sowie deren Anwendung bei der Untersuchung der Dynamik und Stabilität von marinen Ökosystemen oder des Wechselspiels von biologischem Wachstum mit physikalischen Transportprozessen, wie z.B. Strömungsmuster im Meer und Turbulenz.