Euro-Mediziner bald in Oldenburg?

Die Oldenburger haben sich viel vorgenommen: Um den letzten weißen Flecken auf der Versorgungs-Landkarte mit Universitäts-Medizin in Deutschland zu tilgen, fehlt im Nordwesten – als einziger Region in Deutschland, deren Bevölkerung zudem noch wächst – ein Universitätsklinikum. Gemeinsam mit den drei Oldenburger Kliniken will die Universität Oldenburg zusammen mit der Rijksuniversiteit Groningen die „European Medical School“ (EMS) ab 2011 realisieren. Mit Spannung wird daher das Votum des Wissenschaftsrats zu dem innovativen Oldenburger Konzept mit Bachelor- und Master-Studium erwartet. „Fast alle Medizin-Bachelor-Absolventen werden wahrscheinlich gleich das Master-Studium anfügen, denn nur der Medizin-Master aus Groningen ist äquivalent mit dem deutschen Medizin-Staatsexamen“, erläutert Prof. Birger Kollmeier als einer der federführenden Initiatoren das Konzept. „Besonders pfiffig ist aber das Groninger Konzept, auch Absolventen verwandter Bachelor-Studiengänge mit einem Zusatz-Jahr den Einstieg in das Medizin-Master-Studium zu ermöglichen – mit sehr gutem Erfolg!“ betont Kollmeier. Davon profitiert vor allem die Forschung in der Medizin – und hier ist aus dem Zusammenspiel zwischen klinischer Praxis und universitärer Grundlagenforschung noch einiges an „Made in Oldenburg“ zu erwarten!