Meyer-zu-Gottesberge-Preis an Jesko Verhey verliehen

BildAuf der elften Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie in Kiel ist der Oldenburger Hörforscher Dr. Jesko Verhey mit dem Meyer-zu-Gottesberge-Preis ausgezeichnet worden. Damit erhält der Juniorprofessor die höchste Ehrung, die die Deutsche Gesellschaft für Audiologie einem aktiven Forscher auf der Höhe seiner Schaffenskraft verleihen kann. In seiner Laudatio hob der einstige Doktorvater, Prof. Birger Kollmeier, Verheys besondere Verdienste um die Modellierung des Hörvorgangs bei Normal- und Schwerhörigen hervor. Zudem prägte der Oldenburger Hörforscher mit seinen Arbeiten das Feld zum „Comodulation Masking Release“, d.h. den breitbandigen Detektionsvorteil durch gleichartige (Ko-) Modulationen des Störsignals in benachbarten Frequenzbändern. Prof. Verhey ist u. a. Teilprojektleiter im Sonder-forschungsbereich „Das aktive Gehör“, Vorstandsmitglied des Zentrums für Neurosensorik sowie Gründungsmitglied des Zentrums für Hörforschung der Universitäten Oldenburg und Hannover.

Prof. Dr. rer nat. Jesko L Verhey wurde 1969 in Hannover geboren. Das Studium der Physik hat er 1994 an der Universität Göttingen als Diplomphysiker abgeschlossen. Anschließend wechselte er als Stipendiat  des Graduiertenkollegs „Psychoakustik“ an die Universität Oldenburg. Hier promovierte er 1998 bei Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. Von 1998 bis 2000 forschte Verhey als Postdoc in der Medizinischen Physik der Universität Oldenburg. Von 2000 bis Ende 2002 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Centre for the Neural Basis of Hearing“ (Zentrum der neuronalen Grundlagen der Hörwahrnehmung) der Universität Cambridge (Großbritannien), wo er im Labor von Dr. I. M. Winter arbeitete. Seit 2003 ist er als Juniorprofessor an der Universität Oldenburg tätig. Im Juli 2007 habilitierte er in Physik.