Technische Bildung

Projekte

Der Studiengang Technik beteiligt sich an diversen Projekten in der Region Oldenburg. Zudem werden innerhalb des Studiengangs Projekte mit interessierten Studentinnen und Studenten durchgeführt.

Projekte bieten die Möglichkeit, die innerhalb des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten anzuwenden und zu erweitern. Die Planung und Durchführung von Projekten fördert die Teamfähigkeit und  gibt einen Einblick in Umfang und Aufwand umzusetzender Ideen.

Modellversuche und -aufbauten können reale Erfahrungen nicht ersetzen. Mit Projekten kann die Realität jedoch in das Studium geholt werden.

In Projekten kann jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erfahren, dass zwischen Planung und Durchführung Welten liegen können, um dann festzustellen, dass sich Lösungsmöglichkeiten auftun, wo zuvor keine waren.

In Projekten gilt also häufig: "Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung." (Antoine de Saint-Exupéry)

TEC 110: Energieverarbeitende Systeme SS 2014

Elektromobilität zu Besuch in der Arbeitsgruppe Technische Bildung

Der Elektromotor in der heutigen Gesellschaft

Das High-Light des Aufbaumoduls Energiesysteme (Tec110)  in diesem Semester war der Besuch von Herrn Sören Schöning der Firma Tekken BMW Autohaus Leer, der mit zwei Fahrzeugen der BMW i Group die Zukunft der Elektromobilität aus Sicht der Automobilindustrie aufzeigte.

In einem einstündigen Vortrag mit anschließender Diskussion zeigte er ein umfassendes Konzept für nachhaltige und zukunftsweisende Mobilität auf. Ziel der Entwicklung der BMW i Fahrzeuge ist es nicht nur, emissionsfreie Fahrzeuge zu konstruieren, sondern auch dabei einen größtmöglichen Anteil nachhaltig produzierter und recycelter Materialien zu verwenden vor allem im Innenraum. Das Interieur des BMW i3 setzt hierbei einen neuen Maßstab und macht Nachhaltigkeit erlebbar.

Ein weiterer Meilenstein ist die vollkommen neuartige LifeDrive Fahrzeugarchitektur, die mit ihrer Carbon-Fahrgastzelle und dem Drive-Modul aus Aluminium für eine enorme Gewichtsersparnis sorgt und damit eine hohe Reichweite ermöglicht.

Im Anschluss des Vortrags konnten die Studierenden nicht nur das Fahrzeug von allen Seiten besichtigen und Probe sitzen, sondern auch Probe fahren.

Das hat bei vielen Studierenden einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

        

 

TEC 170: Verkehrstechnik SS 2014

Das Modul "Verkehrstechnik" beschäftigte sich in diesem Semester mit dem Thema "Schifffahrt". Im Seminar "Technische Denkweisen lernen am Beispiel Schiffsentwurf" sind verschiedene Schiffsmodelle entstanden.

 

 

TEC 110: Energieverarbeitenden Systeme SS 2013

Das abgebildete Modell wurde im Rahmen des Aufbaumoduls tec110 gebaut.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Zuge des Seminars "Energieverarbeitende Systeme" hatten die Studierenden Skollan Lösekann & Christian Behnen die Idee, ein anschauliches Modell zu entwerfen, welches vorzugsweise SchülerInnen den "Weg des Stromes" verdeutlicht. Entgegen der verbreiteten Schülervorstellung kommt der Strom eben nicht „einfach“ aus der Steckdose.

Vielmehr durchläuft der Strom auf seiner Reise diverse energieverarbeitende Systeme, bis dieser für uns im Alltag nutzbar ist, also "aus der Steckdose kommt". So finden sich in dem Modell auf einer Strecke von eineinhalb Metern, neben einer regenerativen Art der Stromgewinnung und der Stromspeicherung, die nötige Transferleitung des Stromes wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Modell enthält aufeinander abgestimmte technische Bauteile, die bis auf eine kleine Wasserpumpe, ein Wasserrad und die Generatoren selbst gebaut wurden.

Die beiden handbetriebenen Generatoren erzeugen Strom, welcher über eine nachgeahmte Hochspannungsgleichstromübertragungsleitung zu zwei möglichen Speichermodulen, dem Pumpspeicherkraftwerk und dem Kondensator transportiert wird.

Das Häuschen symbolisiert den Endverbraucher, der letztendlich individuell über den Strom verfügt.

Das Modell verdeutlicht den hohen technischen Aufwand der Stromversorgung.

Nacht der Wissenschaft

Auf dem Campus Wechloy fand am 24.09.2010 wieder die "Lange Nacht der Wissenschaft" statt. Dort präsentieren sich alle Studiengänge mit Ausstellungen, Projekten, Mitmachaktionen etc., um den Besuchern bis in die Nacht einen Einblick in Forschung und Lehre zu geben.

Der Studiengang Technik präsentierte sich mit verschiedenen "Spielereien". So konnten die Besucher zum Beispiel an der Magnetkugelbahn verschiedene Bahnen bauen oder einfach zuschauen, wenn die Kugeln mit automatischen Lifts wieder nach oben befördert wurden.  

Ebenfalls konnte an verschiedenen kleinen Tischspielen ausprobiert werden, wie die Naturgesetze auf Kugeln oder schiefe Ebenen wirken.

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Beim Flippern oder beim Jakkolo spielen kann der Punktestand direkt an der Digitalanzeige abgelesen werden, dadurch werden Rechenfehler, die vielleicht zu Streitereien führen, vermieden.

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Den ganzen Abend war der Raum voller Besucher. Vor allem die Kinder hatten großen Gefallen gefunden und so manch ein Kind wollte gar nicht mehr gehen.

Die Betreuung all der Spiele sowie der Auf- und Abbau wurde von Lehrenden und Studierenden der Abteilung Technischen Bildung übernommen. Ohne dieses Team, das eine Menge Arbeit und Elan in diese Nacht investiert hat, wäre sie sicher nicht halb so erfolgreich gewesen.

DRAGSTER RENNEN

Im Sommersemester 2009 wurden von Studentinnen und Studenten innerhalb eines Seminars unter Leitung von Manfred Hermanns Dragsters gebaut. Die Modellrennwagen sind von den Studierenden in kleinen Teams konstruiert und gebaut worden. Sowohl die Wahl der Materialien als auch das Design war ihnen freigestellt.

Am Ende des Semesters wurden die Rennwagen getestet - bei einem Rennen. Auch die Ampelanlage für den Start sowie die Rennbahn wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Seminars selbst gefertigt.

Wie es sich für ein ordentliches Rennen gehört, gab es am Ende eine Siegerehrung, bei der die drei besten Teams mit Pokalen ausgezeichnet wurden.

Galerie Dragster Rennen 

RITTERBURG

Im Rahmen eines Projektes im Frühjahr 2009 haben Studentinnen und Studenten des Studiengangs Technik die „Ritterburg“ des Kindergartens Am Breeden in Wiefelstede erneuert. Dazu wurde die bereits bestehende Burg ausgemessen und anschließend abgerissen und eine neue nach deren Vorbild konstruiert und gebaut.

Unter der Leitung von apl. Prof. Dr. Gert Reich, ehemaliger Abteilungsleiter der Abteilung Technische Bildung, sowie der Bauleitung des Studenten und Zimmermeisters Christian Dierking wurde die Kletterburg mit 13 Studentinnen und Studenten geplant und gefertigt. Dabei konnte sowohl auf die fachpraktischen Kenntnisse der Studierenden zurückgegriffen als auch eine gewünschte Verknüpfung von Theorie und Praxis hergestellt werden. Innerhalb dieses Projektes wurden die Fertigkeiten und Kompetenzen der Teilnehmenden nicht nur genutzt, sondern auch erweitert.

Vor Baubeginn wurde die vorhandene Kletterburg ausgemessen und skizziert. Damit eine möglichst genaue Zeichnung angefertigt werden konnte, wurden Details wie Holzverbindungen oder „Konstruktionskniffe“ zusätzlich fotografiert. Die Kletterburg wurde nach den neusten Sicherheitsstandards mit CAD-Programmen konstruiert. Die Studierenden konnten so ihre Fähigkeiten beim technischen Zeichnen am Computer anwenden.

Die alte Kletterburg wurde abgerissen, die Pfosten und die Fundamente wurden ausgegraben sowie die Betonrohre freigelegt. Beim Herausziehen der Fundamente und beim Abtransport des Holzes wurde das Projekt von der Gemeinde Wiefelstede unterstützt.

Für die neue Kletterburg mussten zuerst die neuen Pfosten gesetzt werden. Die Löcher für die naturbelassenen Robinenpfosten wurden gegraben, dann die Pfosten ausgerichtet und einbetoniert. In der Holzwerkstatt des Studienganges Technik wurden die Fettenkränze der zwei Dächer gefertigt. Der Zimmermeister Christian Dierking leitete die Studentinnen und Studenten an und vermittelte theoretische Kenntnisse zur Konstruktion. So wurde die Kletterburg Stück für Stück neu aufgebaut. Die Studierenden teilten sich in kleine Teams auf und bearbeiteten nach und nach einen Bauabschnitt.

Die Kletterburg wurde innerhalb von elf Baustellentagen gefertigt und wird von den Kindergartenkindern liebevoll als ihre „Goldene Ritterburg“ bezeichnet.

Galerie Ritterburg 

Unternehmen Museum

Die Universität Oldenburg hatte, unter Leitung von apl. Prof. Dr. pens. Gert Reich, mit ihren vier Fächern

  • Betriebswirtschaft,
  • Geschichte (Museum und Ausstellung),
  • Soziologie und
  • Technik

den Auftrag, einerseits das EU-Projekt "Unternehmen Museum" wissenschaftlich zu begleiten und andererseits das Aeronauticum Nordholz durch praktische Hilfestellung zu unterstützen. Projektlaufzeit: 2002 bis 2005.

Der umfangreiche Bericht über das Projekt kann heruntergeladen werden.

[Download hier]

Luftschiff

Der Oldenburger Schiffbauer Prof. Johann Schütte, der seinen gesamten Nachlass der Stadt Oldenburg vermacht hat, war der große Konkurrent des Grafen Zeppelin. Er entwarf die Luftschiffe, die in Mannheim bei der Firma Lanz gebaut wurden. Sein Luftschiff SL2 war ein Meilenstein in der Geschichte der Luftschifffahrt und die Prinzipien dieser Konstruktion sind noch heute von Bedeutung.

Das Stadtmuseum Oldenburg hatte 1998 die Bitte an uns herangetragen, für eine Ausstellung im Jahre 2000 ein Modell des Luftschiffs SL2 zu bauen. Wir wurden dabei von der Universitätsbibliothek, dem Institut für Aerospace-Technologie in Bremen und dem Förderkreis "Luftschiffbau Schütte-Lanz e.V. " unterstützt. Die Ausstellung war in Oldenburg bis zum 22. Oktober 2000 zu sehen, im folgenden Jahr wurde diese auch im Zeppelin Museum Friedrichshafen (13. Juni bis 17. September 2001) gezeigt.

Damit die Museumsbesucher noch eine Vorstellung von der gewaltigen Größe jener Luftschiffe bekommen, hatten wir uns entschlossen, ein Modell im Maßstab 1:10 zu bauen - viel größer als alle bisher gezeigten Exponate. Damit hat es die eindrucksvolle Länge von 14,4 m; der Durchmesser beträgt 1,82 m und die größte Höhe etwa 2,5 m.

Der Mythos der Luftschiffe ist nach wie vor in den Köpfen vieler Zeitgenossen lebendig und mit nachhaltigem Interesse verfolgte die Öffentlichkeit den Start des Zeppelin NT in Friedrichshafen und den Bau des Cargo-Lifters bei Berlin.

Die Auswertung der Sammlung war nicht ganz einfach: zwar besitzt die Stadt den gesamten Nachlass, aber im Laufe der Zeit sind doch viele Informationen verloren gegangen oder wurden so eingeordnet, dass sie nicht ohne Weiteres aufzufinden waren. Schütte produzierte in den Jahren 1911 bis 1917 Luftschiffe - diese waren ausschließlich für den Einsatz bei der Marine und beim Heer gedacht. Kriegsluftschiff oder nicht - die Konstruktionsprinzipien des Oldenburgers Schütte sind auch heute noch Grundlage der neuen Konstruktionen der Luftschiffbauer Zeppelin NT in Friedrichshafen.

Ein wichtiger Untersuchungsgegenstand waren auch die ehemaligen Luftschiffstützpunkte in Ahlhorn, Wildeshausen, Wittmund und Nordholz; die Hallen in Ahlhorn wurden 1915 durch Explosion völlig zerstört.

 

Kontakt

Prof. Dr. Peter Röben

Tel.: +49 (0)441 798-2931
Fax: +49 (0)441 798-2967
E-Mail: peter.roeben(at)uni-oldenburg.de 
Büro: A04 - Raum 0-008

Sekretariat

Beate Nordbruch 

Tel.: +49(0)441 798-2966
Fax: +49(0)441 798-2967 
E-Mail: itb(at)uni-oldenburg.de 
Raum: A4 0-007 

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Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
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Technische Bildung
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