Vergangene Veranstaltungen

10./11. Januar 2013

Naturauffassungen Jenseits der Naturwissenschaft

Organisation: Myriam Gerhard

Das Programm zu der Tagung finden Sie hier zum Runterladen. [Download]

 

17./18. Februar 2011

Workshop: Die Natur denken

Das Programm des Workshops finden Sie hier zum Download.

 

11. Januar 2010

Symposium: Die Natur des Menschen

Organisiert von Myriam Gerhard und Christine Zunke (Oldenburg) 

Referenten:

Prof. Dr. Kurt Bayertz (Münster): Hat der Mensch eine "Natur"? 

Prof. Dr. Walter Jaeschke (Bochum): Der ganze Mensch. Zum Sinn und Widersinn einer anthropologischen Parole

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11./12. Februar 2010

Workshop: Die Natur des Menschen

Organisiert von Myriam Gerhard und Christine Zunke (Oldenburg) 

Die Frage nach der Natur des Menschen ist so alt wie die Kulturgeschichte der Menschheit. Mögliche Antworten auf die Kernfrage der Anthropologie sind somit immer im Kontext der jeweils herrschenden Kultur zu verorten. Die alte, vermeintlich längst überkommene Frage nach der Natur des Menschen ist stets abhängig gewesen vom Entwicklungsstand der Kultur, aber auch vom jeweiligen Fortschritt in Technik und Naturwissenschaft. Nur so ist zu erklären, warum die Frage nach dem Wesen der menschlichen Natur stets bei Umbrüchen im Denken, bei bevorstehenden Epochenschwellen virulent wurde. Stand mit der darwinschen Evolutionstheorie die Stellung des Menschen innerhalb der Natur und seine Stellung im Verhältnis zu den Tieren im Mittelpunkt der Debatten, ist gegenwärtig vor allem die Stellung des Menschen und seiner Tätigkeiten zur Natur (Umweltphilosophie/ Umweltethik) und die generelle Verfügbarkeit der menschlichen Natur vor dem Hintergrund der Fortschritte im Bereich der Biotechnologie (z.B. Neuroenhancement) im Fokus der Diskussion. Angesichts der (zum Teil noch erwarteten) technischen Möglichkeiten der genetischen Manipulation des Menschen und der technischen Ersetzbarkeit einer Vielzahl körperlicher Funktionen des Menschen (z.B. durch Methoden der künstlichen Reproduktion), tritt die Frage nach dem Wert der menschlichen Natur in den Vordergrund. Der moralische Status des Menschen wird fragwürdig. Die Kernfrage der Anthropologie – was ist der Mensch? – wird zu einer ethischen Frage nach dem Wert des Menschen. Ist der Wert des Menschen intrinsisch zu begreifen, die Natur des Menschen somit substantiell aufzufassen oder ist der Wert des Menschen abhängig vom jeweils technisch Möglichen und damit rein äußerlich zu bestimmen? Nicht nur für die Medizinethik entsteht aus diesen Überlegungen heraus die Frage, ob die Bestimmung der Natur des Menschen handlungsleitend ist.

Der Bandbreite der möglichen Fragestellungen zum Theme der Natur des Menschen sind kaum Grenzen gesetzt. Im Rahmen des Workshops sollen die jeweils zu diskutierenden Ansätze auf dem Hintergrund der Reichweite der Naturphilosophie betrachtet werden. Die leitende Frage soll dabei sein, inwiefern die Naturphilosophie derart disparate Vorstellungen zum Begriff der Natur in sich vereinen kann oder soll.

 

Programm:

DONNERSTAG, 11. Februar

13.00 – 13.15 Begrüßung

13.15 – 14.45 Felix Ressel (Kassel): Die Wesensfrage des Menschen: Die philosophische Anthropologie und ihre Begründung durch Max Scheler

14.45 – 16.15 Klaus Erlach (Stuttgart): Die Geburt der Technik aus dem menschlichen Körper

16.15 – 16.45 Kaffeepause

16.45 – 18.15 Lajos Fodor (Hannover): Die wahnwitzige Wissenschaft

18.15 –19.45 Philip Hogh & Julia König (Frankfurt/M.): Der Stachel Natur. Warum menschliche Freiheit ohne Natur nicht denkbar ist

 

FREITAG, 12. Februar

9.00 – 10.30 Jörg Noller (München): Die Natur des Menschen als Achtung der Vernunft. Zum Verhältnis von Natur und Freiheit in Kants kritischem Begriff der Achtung

10.30 – 12.00 Enno Gesierich (Oldenburg): Freiheit oder Psychologie

12.00 – 13.00 Mittagspause

13.00 – 14.30 Martin Fries (Berlin): Gibt es ein angeborenes Streben nach Emanzipation? Zur Anthropologie in der Kritischen Psychologie Klaus Holzkamps

14.30 – 16.00 Attila Karakus (Frankfurt/M.): „Die Natur und die Natur des Menschen“ – Bemerkungen über ihr Verhältnis aus idealistischer Sicht

16.00 Kaffeepause & Ausklang

 

05./06. Februar 2009

Workshop: Wie menschlich ist die Wissenschaft? 

Organisiert von Myriam Gerhard und Christine Zunke (Oldenburg)

Programm:

Donnerstag, 5. Februar

10.00 – 11.30 Reinhard Schulz (Oldenburg): Naturphilosophische Fragen an die Bio- und Lebenswissenschaften

11.30 – 13.00 Jan Slaby (Osnabrück): Zur Idee einer kritischen Neurowissenschaft

13.00 – 14.00 Mittagspause

14.00 – 15.30 Philip Hogh (Frankfurt/M.): Auf der Suche nach dem verlorenen Ersten. Gesellschaftsvergessenheit und Metaphysik in der Hirnforschung.

15.30 – 16.00 Kaffeepause

16.00 - 17.30 Paolo Livieri (Padua): Der Begriff des Lebens. Logische Betrachtung in der Philosophie Hegels. 

FREITAG, 6. Februar

10.00 – 11.30 Andreas Woyke (Darmstadt): Intelligent Design zwischen Religion, Wissenschaft und Philosophie – Versuch einer kritischen Bewertung

11.30 – 13.00 Josef Bordat (Berlin): Sehnsucht nach Sinn. Teleologische Wissenschaft als Metaphysikersatz

13.00 – 14.00 Mittagspause

14.00 – 15.30 Tilo Wesche (Basel): Naturalismus und negative Anthropologie. Zwei Grundpositionen der philosophischen Anthropologie

15.30 – 17.00 Hendrik Wallat (Hannover): Adornos Naturphilosophie zwischen Geschichtsspekulation und Erkenntniskritik.

17.00 Kaffeepause - Open End

 

16. Januar 2009

Ein Symposium der Forschungsstelle Kritische Naturphilosophie

Organisiert von Myriam Gerhard und Christine Zunke (Oldenburg) 

 

Programm:

 

09.00 Uhr - 10.30 Uhr

Prof. Dr. M.Hagner (ETH Zürich)

Menschliche Wissenschaft und Epistemologie im Zeitalter der Extreme

Geht es um eine Logik der Forschung oder um eine Psychologie der Erkenntnis? Mit dieser Frage hat Thomas S. Kuhn zwei grundsätzliche Möglichkeiten der Wissenschaftsphilosophie benannt, um die Mechanismen wissenschaftlicher Erkenntnis zu erklären. In meinem Vortrag möchte ich vor allem die Entstehung der Psychologie der Erkenntnis in ihrem historischen Kontext untersuchen.

 

10.30 Uhr - 11.00 Uhr

Kaffeepause

 

11.00 Uhr - 12.30 Uhr

Prof. Dr. Ch. Illies (Universität Bamberg)

Anthropologie im biologischen Zeitalter

Die Naturphilosophie wurde im letzten Jahrhundert fast gänzlich von der Wissenschaftstheorie hinweggespült. Fast, denn eines ihrer klassischen Themen taucht immer wieder aus diesem Strudel auf: der 'Mensch'. Merkwürdigerweise scheint die philosophische Anthropologie ein Bereich zu sein, in dem die alten Grübeleien der Naturphilosophie nicht ohne weiteres durch Erklärungen empirischer Wissenschaften ersetzt werden können. Wenigstens in unserem Selbst-Verständnis halten wir daran fest, irgendwie anders als der Rest der Wirklichkeit zu sein. Ist dieses Festklammern nur der unzeitgemäße und verzweifelte Versuch, der Wahrheit über uns nicht ins Auge schauen zu wollen? Es lohnt, sich auf diese Frage einzulassen.

 

12.30 Uhr - 14.00 Uhr

Mittagspause

 

14.00 Uhr - 16.00 Uhr

Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Michael Hagner (ETH Zürich), Prof. Dr. Christian Illies (Universität Bamberg), Prof. Dr. Reinhard Schulz (Universität Oldenburg, Prof. Dr. Ulrich Ruschig (Universität Oldenburg) und Dr. Christine Zunke (Universität Oldenburg); Moderation: Prof. Dr. Myriam Gerhard.

 

Die Referenten:

Prof. Dr. M. Hagner (ETH Zürich)

Prof. Dr. Ch. Illies (Universität Bamberg)