Aktuelles

Call for Papers

Veranstaltungshinweis:

 

International Conference Hannah Arendt: Challenges of Plurality

13.-15. Dezember 2018

Paderborn University

In her writings, Hannah Arendt strongly affirms the plurality of the world. From the very first moment, when she introduces the notion in The Human Condition, it becomes clear, that plurality is the cornerstone of condition humaine. For Arendt, plurality means that “men, not Man, live on the earth and inhabit the world”. This seemingly banal assumption affects her whole political theory considerably.

Plurality entails two aspects: equality and difference – we are all humans, but everyone is exceptional in her or his uniqueness. But as such, it not only enriches the world, but also becomes a source of significant challenges: acting together in spite of our differences, thinking as an inner dialogue with a particularly demanding dialogue partner, judging politically with respect to an ever-changing spectrum of possible standpoints are all challenging practices we confront in the common world.

This conference aims at exploring challenges posed by plurality, but also opportunities it offers. As an interdisciplinary endeavor, it opens up for different approaches to Arendt, inviting scholars from fields such as philosophy, politics, theology, media studies, sociology, gender studies, history, and others. It also prompts examination of interplay with other theorists (such as Agamben, Butler, Cavarero, Foucault, Habermas or Merlaeu-Ponty). We want to tackle currently relevant problems, such as migration politics and human rights, but also raise ever-present issues, such as the philosophical potential of the concept of plurality, possible foundations of normativity in our contingent world, or stimuli of political action.

Contact:  Dr. Maria Robaszkiewicz  maria.robaszkiewicz(at)upb(dot)de

Den Link zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

Veranstaltungsankündigung:

 

Wissenschaftliche Tagung

„Transparenz, Öffentlichkeit, Urteilskraft“

08.-11.11.2018

Die Digitalisierung unserer Welt ergreift sämtliche Bereiche: Weder Kunst noch Wissenschaft, weder Hochkultur noch Alltagsleben können sich der Neustrukturierung unserer Lebens- und Erfahrungswelt entziehen. Will man diese verschiedenen gesellschaftlichen Bereiche miteinander ins Gespräch bringen, so ist eine Verständigung darüber, wie die gemeinsame Welterfahrung durch die digitalen Medien neu strukturiert bzw. wie Urteilen und Beurteilen innerhalb dieser Veränderungen neu zu denken sind, unabdingbar. Die Tagung versteht sich als eine grundlegende Reflexion darüber, welche zeitgenössische Bedeutung den Begriffen Erfahrung und Urteilen zukommt. Es handelt sich um den Versuch, eine fundamentale Überlegung über kulturelle Entwicklungen von höchster Aktualität mit Hilfe des Denkens von Hannah Arendt zu unternehmen. Dem Werk der gebürtigen Hannoveranerin kommt in dieser Hinsicht wiederum eine besondere Bedeutung zu. Arendt, von den Erfahrungen der totalitären Regime des 20. Jahrhunderts geprägt, entwickelte in ihrem Werk Begriffe von Privatheit und Öffentlichkeit bzw. von Politik und Urteilen. Diese Kategorien unterstützen und ermöglichen die akkurate Analyse der durch die Digitalisierung bedingten gegenwärtigen gesellschaftlichen Umstrukturierung.  

(gefördert durch Stiftung Niedersachsen, DFG-Graduierten-Kolleg "Selbstbildungen. Praktiken der Subjektivierung")

 

 

Veranstaltungsankündigung:


Welt in Scherben. Menschenrechte, Religion und politisches Denken heute.
20 Jahre Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken


Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wird seit nunmehr 20 Jahren von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung verliehen. Anlässlich dieses Jubiläums wird es 2015 eine Konferenz mit ehemaligen Preisträgerinnen und Preisträgern geben:

Welt in Scherben. Menschenrechte, Religion und politisches Denken heute.
Freitag, den 4. Dezember 2015 ab 14:00 Uhr im Rathaus Bremen, Obere Rathaushalle

„Welt in Scherben“, diese Metapher trifft wahrscheinlich am besten die Situation, als deren Folge Europa einen nicht abreißenden Strom von Flüchtlingen erfährt, der die Bürgerinnen und Bürger Europas erregt, vielfältiges Engagement auslöst, aber auch das gesamte europäische Gefüge vor eine Zerreißprobe stellt.

Unverhofft und ereignishaft taucht ein historisches Bild wieder auf, das Hannah Arendt vor dem Hintergrund der beiden Weltkriege in „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ so eindrücklich gezeichnet hatte: Millionen von vertriebenen Rechtlosen ziehen durch Europa auf der Suche nach einer Zugehörigkeit und einem Ort zum Überleben.

Was als eine Jubiläumsveranstaltung zum politischen Denken geplant war, ist unter der Hand zu einer Veranstaltung in einem politisch aufgeregten Raum geworden. Wir freuen uns, mehrere ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger hier in Bremen begrüßen und Sie zu diesem ungewöhnlichen Austausch einladen zu dürfen!

Programm

Teil 1: 20 Jahre Hannah-Arendt-Preis – Politisches Denken gestern und heute

14:00 - Grußworte
Carsten Sieling, Bremer Bürgermeister und Ralf Fücks, Heinrich Böll Stiftung

14:15 - Was heißt politisches Denken heute? 
Agnes Heller, Julia Kristeva, Navid Kermani, Juri Andruchowytsch, Vaira Vike-Freiberga, Dany Cohn-Bendit
Moderation: Antonia Grunenberg

Pause

Teil 2: Europa vor Herausforderungen
 
16:30 - Menschenrechte versus Selbstbestimmungsrecht der Völker?
Vaira Vike-Freiberga, Juri Andruchowytsch, Dany Cohn-Bendit                             
Moderation: György Dalos

kurze Pause

18:30 - Religionen in Europa
Agnes Heller, Julia Kristeva, Navid  Kermani
Moderation: Albrecht von Lucke

Die Konferenz endet voraussichtlich gegen 20:00 Uhr.

Juri Andruchowytsch, Preisträger 2014, ukrainischer Lyriker, Schriftsteller, Essayist und Aktionskünstler.
Daniel Cohn-Bendit, Preisträger 2001, deutsch-französischer Publizist und europäischer Politiker.
Agnes Heller, Preisträgerin 1995, ungarische Philosophin und regierungskritische Intellektuelle.
Navid Kermani, Preisträger 2011, deutsch-iranischer Journalist, Schriftsteller und Orientalist.
Julia Kristeva, Preisträgerin 2006, bulgarisch-französische Literaturtheoretikerin, Psychoanalytikerin und Schriftstellerin.
Vaira Vike-Freiberga, Preisträgerin 2005, Psychologin und 1999-2007 Präsidentin Lettlands.

Antonia Grunenberg, deutsche Politikwissenschaftlerin und Philosophin
György Dalos, ungarischer Schriftsteller, Publizist und Historiker
Albrecht von Lucke, deutscher Publizist, Jurist und Politologe

Veranstalter:

Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.
Heinrich Böll Stiftung Bremen
Heinrich Böll Stiftung Berlin
Senat der Freien Hansestadt Bremen   

Das Projekt findet statt im Rahmen des Projekts des Stiftungsverbunds der Heinrich-Böll-Stiftungen „Gut vertreten? Update für Demokratie“ sowie in Kooperation mit dem Institut Français Bremen

 

 

 

Einladung zur studentischen Konferenz:

"Das politische Denken Hannah Arendts. Aktuelle Perspektiven"

Ort: Universität Bremen, InIIS, Mary-Somerville-Str. 7

Unicom-Gebäude, Raum 2210

20.06.2015, 10.15-18.00

Organisation: Anna Hollendung, Oliver Bruns

Kontakt: a.hollendung@uni-bremen.de

 

 

 

Einladung zur Tagung:

"Das Öffentliche und das Private"

Hannah Arendt-Zentrum, Oldenburg, 28.-29.1.2015

Zum Programm

Mittwoch, 28. Januar:
16.00–16.15 Johann Kreuzer: Begrüßung–Eröffnung
16.15–17.15 Nils Baratella: Die öffentliche Verführung der Anonymität
17.15–17.30 Kaffeepause
17.30–18.30 Thomas Jung: Zensur und Häresie
18.30–19.30 Roland Reuß: Der Ausschluss der Intermediäre. Verschiebungen des Totalismus
20.00 Abendessen

Donnerstag, 29. Januar:
09.30–10.30 Christian Schneider: „Intimität“
10.30–11.00 Kaffeepause
11.00–12.00 Stefania Maffeis: Performing ‚Hannah Arendt‘: Öffentliche
Räume und Praktiken des Selbst im Denken Hannah Arendts
12.00–13.00 Oliver Bruns: Die Grenzen des politischen Raums bei Arendt
13.00–13.30 Abschlußdiskussion

Organisation: Johann Kreuzer, Nils Baratella

Kontakt: nils.baratella@uni-oldenburg.de

 

 

 

Vortragsankündigung:

Prof. Dr. Antonia Grunenberg

Warum Hannah Arendt keine Philosophin sein wollte. Ein etwas anderer Zugang zu den Geisteswissenschaften

im Rahmen der Ringvorlesung "Wer wir waren, wer wir sind. 40 Jahre Carl von Ossietzky Universität Oldenburg"

Montag 20.01.2014, 10-12 Uhr, im BIS-Saal

 

 

 

Vortragsankündigung:

Prof. Dr. Antonia Grunenberg

„Beunruhigtes Denken. Überlegungen zu einigen Aporien im gegenwärtigen wissenschaftlichen Denken“

Gegenläufig zur „Exzellenz“-Debatte und zur Ökonomisierung von universitärer Forschung melden sich in den Sozialwissenschaften Zweifel am Kurs der sozialwissenschaftlichen Theorieproduktion. Die Beunruhigung äußert sich etwa darin, dass die Evidenz staatlicher Forschungspolitik (Stichwort: Schwerpunkt-hopping) fragwürdig erscheint oder die Überhandnahme quantifizierender Verfahren in Lehre und Forschung (Stichwort: Modularisierung von ad-hoc-Wissen, Quantifizierung von Wissen und Erfahrung) hinterfragt wird.

Diese Beunruhigung ist so neu nicht. Bereits ein Blick in die Geschichte des Denkens im letzten Jahrhundert belehrt darüber, dass die Verbindung zwischen Erfahrung, Wissen und verallgemeinernden Theorien immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen war und ist. Im Vortrag wird diese Verbindung an einem Beispiel aus der gegenwärtigen Subjektivierungsdebatte befragt.

Datum:  14. Januar 2014

Zeit:  18.00-20.00 Uhr

Veranstalter:  DFG-Graduiertenkolleg 1608/1 Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung

Ort:  BIS Saal

 

 

 

Kann denn Denken böse sein? - Adolf Eichmann und der Zusammenhang zwischen Denken und Moral.

Als Hannah Arendt 1961 zum Eichmann-Prozess nach Jerusalem fuhr, erwartete sie die Begegnung mit "dem Schlimmsten der ganzen Bande". Aber Eichmann war kein Nazi aus dem Bilderbuch. Kein traditioneller Begriff vom Bösen wollte zu dem Organisator der Judenvernichtung passen. Die Verwirrung ist heute immer noch nicht kleiner, auch wenn wir sehr viel mehr über Adolf Eichmann wissen. Der gedankenlose Mörder war er zweifellos nicht. Aber was war er dann? Und was bedeutet das für unser Nachdenken über das Böse?
    
Vortrag von Bettina Stangneth, freie Philosophin, Hamburg am
Mittwoch, 20. November 2013 um 19.30 Uhr im Schlauen Haus

Veranstalter: Deutsch-Israelische Gesellschaft, Arbeitsgemeinschaft Oldenburg
Sachor. Für eine geschichtsbewußte Pädagogik nach Auschwitz
Hannah-Arendt-Zentrum und
Schlaues Haus Oldenburg    
Die Referentin Bettina Stangneth hat vor kurzem folgende Bücher veröffentlicht:
Eichmann vor Jerusalem, Arche-Verlag, Zürich 2011 und
Avner Werner Less, "Lüge! Alles Lüge!" Aufzeichnungen des Eichmann-Verhörers, Arche-Verlag, Zürich 2012.

 

 

 

Timothy Snyder ist Hannah-Arendt-Preisträger 2013

Der diesjährige Preisträger Timothy Snyder ist Housum Professor of History an der Yale University. In seinem Buch „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ habe Snyder, so urteilte die Jury, ein vergessenes und verdrängtes Kapitel  der europäischen Geschichte aufgeschlagen, über das Europa über ein halbes Jahrhundert nach dem Geschehen noch immer uneins sei. Es ist die Frage, wie das Ineinandergreifen des deutschen Genozids an den europäischen Juden, an der polnischen Elite sowie an anderen „slawischen Völkern“ und die Stalinsche Politik der Hungersnöte sowie der Vernichtung ganzer ethnischer und sozialer Gruppen zu beurteilen sei – und wie das Geschehen in die europäische Gedächtniskultur eingehen könne.
„Unabhängig von den Kontroversen unter Historikern und politischen Denkern, die das Buch und sein Autor ausgelöst haben, berührt Snyder substantielle Fragen, die den Kern des europäischen Vereinigungsprojekts betreffen.“ Snyders streitbare historische Analyse trage damit zu einer neuen öffentlichen Debatte um die politische Gestalt Europas bei. 

Der Hannah-Arendt-Preis für Politisches Denken, der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll- Stiftung vergeben wird, ist mit 7500 Euro dotiert und wird an Personen verliehen, die in ihren Interventionen das „Wagnis Öffentlichkeit“ angenommen haben. Der Preis wird am 6. Dezember 2013 um 18.00 Uhr im Bremer Rathaus überreicht.

Über den Preisträger
Timothy Snyder, geboren 1969 in Ohio, ist Professor für Geschichte an der Universität Yale. Sein Forschungsschwerpunkt ist die jüngere mittel- und osteuropäische Geschichte. Snyder promovierte an der Universität Oxford und verbrachte zahlreiche Forschungsaufenthalte in Europa, unter anderem in Paris, Wien und Warschau. Er spricht Englisch, Französisch, Deutsch, Polnisch und Ukrainisch, und versteht fünf weitere Sprachen. Von 1997 bis 2001 war er Fellow an der Universität Harvard.
Gemeinsam mit Tony Judt, Hannah-Arendt-Preisträger 2007, schrieb er „Nachdenken über das 20. Jahrhundert“. Sein Buch „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ erschien 2011 auf Deutsch und löste zahlreiche Diskussionen aus. Snyder erhielt viele Auszeichnungen, darunter den Emerson Prize in the Humanities, den Literature Award from the American Academy of Arts and Letters und den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.

 

 

 

Call for Papers: Phänomenologie und Metaphysikkritik

22.–23. November 2013, an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Es dürfte heute weitestgehend außer Frage stehen, dass mit der Phänomenologie – wie sie Edmund Husserl unter dem Leitspruch »Zu den Sachen selbst!« erstmals konkretisierte und als Methode ausbildete – eine neue und gewandelte Grundstellung gegenüber der abendländischen Metaphysiktradition beansprucht wurde. Vielleicht lassen sich heute mit der Phänomenologie gerade deshalb weltweit Möglichkeiten aufzeigen, wie im Ausgang von den gemeinsam erlebten Phänomenen ein offener Austausch der verschiedenen Sicht- und Erfahrungsweisen eingeübt werden kann. Der Titel »Phänomenologie« vereint dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Spielarten wie auch stark voneinander divergierende Denkansätze, die nahezu allesamt darum bemüht sind, das »In-der-Welt-sein« von den Phänomenen selbst aus zu denken. Dieser Anspruch scheint der Phänomenologie zugleich ihre metaphysikkritische Perspektive zu sichern. Doch was genau macht eine phänomenologisch verfahrende Kritik an der angeblich ungebrochen herrschenden Metaphysik aus? Gelingt der Phänomenologie, in welcher Form auch immer, tatsächlich der Sprung aus der metaphysischen Vorstellungs- und Interpretationsgrammatik? Oder verbirgt sich hinter ihr – z. B. aufgrund subjektontologischer Implikationen oder der »Sachlichkeit« ihres Denkens – eine eigene unausgesprochene Metaphysik? Welche Rolle kann überhaupt einer phänomenologisch ausgerichteten Metaphysikkritik hinsichtlich des mitunter vielberufenen »Endes der Philosophie« heute zukommen? Vermag eine phänomenologische bzw. nachmetaphysische Sichtweise auf die Phänomene und den Menschen zu verhindern, dass das Seiende im Ganzen weiterhin dem (spätkapitalistischen) Verdikt der Verdinglichung, Berechnung und Planbarkeit ausgeliefert wird? Oder bleibt die Phänomenologie bei aller Kritik an der Metaphysik und ihren lebensweltlichen Auswirkungen ein Kind der abendländisch-kolonialistischen Einstellung? Kann mit ihr (und dies gerade in Anbetracht der offensichtlichen Auswirkungen technisch-wissenschaftlichen Weltverfügens) ein weltweiter, inter»kultureller« Polylog geführt werden, der das eurozentrisch geformte Bestimmungsdenken in Richtung eines nichtmetaphysisch geprägten oder gar »befreiten« Weltaufenthaltes zu entgrenzen vermag?

Im Kontext dieser und ähnlicher Fragen sind alle (insbesondere Nachwuchswissenschaftler*innen) herzlich dazu eingeladen, bis zum 30. Juli einen Abstract als Vortragsvorschlag (max. 500 Wörter) einzureichen. Dieser kann sich thematisch einer/einem Autor/in zuwenden, etwa Husserl, Scheler, Heidegger, Nishida, Merleau-Ponty, Arendt, Derrida, Lévinas, Foucault, Butler etc. oder eine phänomenologische Fragestellung explizieren, etwa aus den Bereichen der Wahrnehmungsphänomenologie, der Daseinsanalyse, der Phänomenologie des Poltischen, der Technik, Sprache, Interkulturalität (etwa zum ostasiatischen Denken) usw.. Es sind dabei ausdrücklich Beiträge aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie auch künstlerische Ausdrucksformen (denkbar sind auch Installationen o. ä.) erwünscht. Die Entscheidung über die Abstracts werden wir spätestens bis zum 30. August kommunizieren. Eingeplant sind Vorträge von 25 Minuten, das sind erfahrungsgemäß ca. 6 – 7 Seiten vorgearbeiteter Text. Eine Publikation der Beiträge wird in Aussicht gestellt.

Tagungsorganisation: Murat Ates (Universität Wien/Braunschweig), Oliver Bruns (Universität Bremen/Oldenburg), Choong-Su Han (Universität Freiburg/Seoul), Ole Sören Schulz (Universität Oldenburg).

Wissenschaftliche Betreuung: Prof. Hans-Helmuth Gander (Universität Freiburg), Prof. Georg Stenger (Universität Wien), Prof. Johann Kreuzer (Universität Oldenburg).

Die Tagung wird unterstützt von der Deutschen Gesellschaft für phänomenologische Forschung. Kontaktadresse für die Zusendung der Abstracts: Phaenomenologie@yahoo.de

 

 

 

Vortragsankündigung:

Oliver Bruns

"Politik ist, was uns verbindet. Zur Aktualität der politischen Theorie Hannah Arendts"

Montag, 6. Mai 2013, 19:30 Uhr, Schlaues Haus Oldenburg, Schlossplatz 16

 

 

 

Das Institut für Philosophie und das Hannah Arendt-Zentrum laden ein zum Vortrag von

Dr. Alexander Gantschow

"Von der Selbstsorge zur Sorge um die Welt - Hannah Arendts Umwendung existenzphilosophischen Denkens"

Montag 29.10.2012 Raum A 14-1-103 (Hörsaal 3)

 

 

 

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2012 geht an die Historikerin Yfaat Weiss

Die diesjährige Preisträgerin Yfaat Weiss ist Historikerin an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Frau Weiss, so urteilte die Jury, schärfe den Blick für den ungewöhnlichen Verlauf der israelischen Geschichte und für das zivilgesellschaftliche Potential, das in ihrem Land vorhanden sei: „Durch ihre Forschungen öffnet Frau Weiss den Blick für ein neues Denken über das Zusammenleben von ethnischen Gruppen und Minoritäten in Israel.“

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken, der von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung vergeben wird, ist mit 7.500 Euro dotiert. Er wird an Personen verliehen, die in ihrem Wirken das „Wagnis Öffentlichkeit“ angenommen haben. Der Preis wird am 7. Dezember 2012 im Bremer Rathaus überreicht.

Begründung der Jury

„Yfaat Weiss, Professorin an der Hebräischen Universität in Jerusalem, gehört zur jungen Generation israelischer Historikerinnen, die genau und vorurteilslos die Geschichte Israels und Palästinas erforschen“, erläutert die Jury ihre Entscheidung. Sie erzähle vergessene und verdrängte Geschichten aus dem Zusammenleben der ethnischen Gruppierungen des jüdischen Volkes und der arabischen Bevölkerung in Israel. So ermögliche sie es, „verschüttete Erinnerungen zwischen europäischen und arabischen Juden, zwischen Juden und muslimischen Arabern frei zu legen“. Umsichtig hinterfrage sie die offizielle Linie, den Holocaust zum einzigen Maß des Zusammenlebens zwischen den Völkerschaften in Israel zu setzen.

Die Historikerin ermutige dazu, das Zusammenleben der in Israel lebenden verschiedenen Gruppen und Völkerschaften neu zu denken. In der Perspektive ihrer Erzählweise erscheine schon heute eine multikulturelle Gesellschaft in Israel, die auf dem Wege sei, zu einer pluralen Gesellschaft zu werden. Daran mitzuwirken, sei ein großes Verdienst von Frau Weiss.

Die Jury hob hervor, wie sehr durch die Art und Weise, in der Frau Weiss die Geschichte ihres Landes erzähle, die historische Forschung und die öffentliche Meinungsbildung ermutigt werden, sich auf die Besonderheiten in der israelischen Geschichte und Gesellschaft einzulassen.

Über die Preisträgerin

Yfaat Weiss, geboren 1962 in Haifa, ist Professorin am Fachbereich für jüdische Geschichte und zeitgenössisches Judentum an der Hebräischen Universität in Jerusalem und leitete 2008 bis 2011 die dortige Fakultät für Geschichte sowie derzeit das Franz Rosenzweig Minerva Forschungszentrum.

Neben jüdischer Geschichte befasst sich Weiss mit der Vergangenheit Deutschlands und Zentraleuropas. Die Historikerin verbrachte zahlreiche Forschungsaufenthalte im deutschsprachigen Raum, unter anderem am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften in Wien, am Simon-Dubnow-Institut in Leipzig sowie am Hamburger Institut für Sozialforschung. 1997 bis 1999 war sie am Aufbau des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München beteiligt. Ihre historischen Forschungen zu den deutsch-jüdisch-tschechischen Beziehungen werden von der Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF) gefördert. 2008 bis 2011 nahm Weiss an einem Forschungsprojekt der Volkswagenstiftung zur Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945 teil. 2012 erschien die deutsche Fassung ihres Buches „Verdrängte Nachbarn. Wadi Salib - Haifas enteignete Erinnerung“ (A Confiscated Memory: Wadi Salib and Haifa's Lost Heritage).

Vorstand

Prof. Antonia Grunenberg

Peter Rüdel

Ole Sören Schulz

Prof. Eva Senghaas-Knobloch

Jury

Prof. Antonia Grunenberg (Berlin/Oldenburg)

Prof. Dick Howard (New York)

Dr. Otto Kallscheuer (Cagliari/Berlin)

Marie Luise Knott (Berlin)

Dr. Willfried Maier (Hamburg)

Prof. Karol Sauerland (Warschau)

Joscha Schmierer (Berlin)

Prof. Christina Thürmer-Rohr (Berlin)

 

 

 

Das Institut für Philosophie und das Hannah Arendt Zentrum laden ein zum Vortrag von

Prof. Dr. Roger Berkowitz

"Der zornige Jude hat seine Rache bekommen: Rache, Urteil, und die Grenzen der Versöhnung."

Dienstag, 7. Februar 2012 um 20 Uhr im BIS-Saal der Universität Oldenburg

 

 

 

Navid Kermani ist Hannah-Arendt-Preisträger 2011

Der diesjährige Preisträger ist der Orientalist und Schriftsteller Navid Kermani. Kermani erhält den Preis für seine „lagerüberwindenden religionswissenschaftlichen und politischen Analysen“, so die Jury. Der Preis, der von der Stadt Bremen und der Heinrich Böll Stiftung vergeben wird, ist mit 7500 Euro dotiert und wird an Personen verliehen, die in ihren Interventionen das „Wagnis Öffentlichkeit“ angenommen haben. Der Hannah-Arendt-Preis wird am 2.Dezember 2011 im Bremer Rathaus überreicht.

Kontakt: Bildungswerk Umwelt und Kultur in der Heinrich Böll Stiftung  28215 Bremen I T 0421-35 23 68  I boell-bremen@arcor.de I www.boell-bremen.de

 

 

 

Prof. Dr. Antonia Grunenberg, Professorin für Politische Theorie und Politische Kulturforschung am Institut für Sozialwissenschaften der Carl von Ossietzky Universität und Leiterin des Hannah Arendt-Zentrums, ist in den "Board of Advisors" am "Hannah Arendt Center for ethical and political thinking" des Bard College (NY) gewählt worden.

 

 

 

Neuerscheinung:

Waltraud Meints, Michael Daxner, Gerhard Kraiker (Hg.): Raum der Freiheit. Reflexionen über Idee und Wirklichkeit, Festschrift für Antonia Grunenberg, Bielefeld 2009. (Inhaltsverzeichnis)

 

 

 

Das HAZ sucht ab sofort 2 PraktikantInnen zur Mitarbeit an der Vorbereitung der Edition des Nachlasses von Hannah Arendt.
Erforderlich sind: gute PC-Kenntnisse, Erfahrungen im Bibliographieren, gute Englischkenntnisse.
Wir bieten: gutes Arbeitsklima, motivierte MitarbeiterInnen.

Kontakt: Prof. Dr. Antonia Grunenberg antonia.grunenberg(at)uni-oldenburg.de