Dr. Ulrike Lingen-Ali

Arbeits- und Forschungsschwerpunkte

Familiendynamiken und Migrationskontexte; Identitäts- und Zugehörigkeitskonzepte; Interdependenzen von Zuschreibungs- und Gewaltverhältnissen; Orientalismen, Othering, Antimuslimischer Rassismus; Geschlechterverhältnisse und –dynamiken.

Forschungsprojekte

Geflüchtete Frauen, Familiendynamiken und Gewalt: Traumabewältigung, Intervention und Prävention im Aufnahmekontext (Postdoc, Leitung: Prof. Dr. Silke Wenk). Teilprojekt im Rahmen des Verbundprojekts Gender, Flucht, Aufnahmepolitiken. Prozesse vergeschlechtlichter In- und Exklusion in Niedersachsen. Beteiligte Universitäten: Göttingen (Prof. Dr. Sabine Hess), Lüneburg (Prof. Dr. Elke Grittmann), Osnabrück (Prof. Dr. Helen Schwenken), Förderungszeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2019, gefördert mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur.

Shifting Families: Interrogating notions of ‘family’ in a context of contemporary African migration and diverse urban spaces, using multi-sited case studies in South Africa, Morocco, and Germany (Postdoc, Research Fellow: Dr. Zaheera Jinnah, Mentorinnen: Dr. Lydia Potts und Prof. Dr. Fatima Sadiqi), Förderungszeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2019, gefördert durch das Programm Knowledge for Tomorrow – Cooperative Research Projects in Sub-Saharan Africa der Volkswagen Stiftung.

Abgeschlossen:

Alleinerziehende Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen – Lebenslagen und Fähigkeiten im Spannungsfeld von Armut und Selbstbestimmung (ALMIN) (Postdoc, Leitung: Dr. Lydia Potts), Förderungszeitraum 01.12.2012 bis 31.03.2016, gefördert mit Forschungsmitteln des Landes Niedersachsen.

Kurzbeschreibung der Forschungspojekte

Geflüchtete Frauen, Familiendynamiken und Gewalt:

Ziel ist die Analyse von Gewaltverhältnissen im Kontext der Aufnahmesituation unter Einbezug der Fluchtursachen und -prozesse. Dazu gehören die De-/Thematisierung von Gewalterfahrungen und Traumatisierungen sowie die Verknüpfung von Geschlechterverhältnissen, Familiensituation und Gewalt. Folgende Fragen leiten die Studie: Wie thematisieren und bearbeiten geflüchtete Frauen und ihre Angehörigen Gewalterfahrungen und Gewaltverhältnisse, welche Gegenstrategien entwickeln sie und auf welche Ressourcen können sie zurückgreifen? Auf welchem Geschlechterwissen basieren bereits existierende – sowohl sozialstaatlich regulierte, als auch informelle/ehrenamtliche sowie internationale – Präventions- und Interventionsansätze? Inwieweit korrespondieren die Ansätze mit theoriegeleitet bzw. empirisch erarbeiteten Bedarfen? Die Ergebnisse können zu einer nachhaltigen Gewaltprävention und -intervention im Sinne von Unterstützung und Empowerment beitragen.

Shifting Families:

This project examines the intersection of migration and family using multi-sited case studies in Johannesburg (South Africa), Fes (Morocco), and Berlin (Germany). Drawing on an interdisciplinary approach from anthropology, education, gender, migration and linguistic studies, the main aim of this project is to interrogate the notions and dynamics of migrant families in/from Africa in the context of contemporary and multi-directional migration flows in three urban spaces. In particular, this project explores how families renegotiate family systems and cope with structural, political and domestic violence throughout the migratory process. The project is based on an involved, mixed methodology consisting of analysis of census data, policy analysis and original empirical fieldwork in three countries. The findings of this study will contribute to scholarly work on the intersection of migration and families in contemporary urban Africa, and will develop insights and reflections into conducting multi-sited mixed method studies that are influenced by an interdisciplinary approach. 

Berufsbiographisches

2014 Lehrtätigkeit am Institut für Pädagogik, Fachgruppe Migration und Bildung

Dezember 2014 – 2015 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Arbeitsgruppe Migration – Gender – Politics): Konzeptualisierung eines international und interdisziplinär angelegten Forschungsprojekts zu den thematischen Bereichen Migration – Familie – Gewalt.

Organisation einer internationalen Konferenz: Structures and Dynamics in Migrant Families – Transnational Processes and Global Challenges, Oldenburg, 24. – 25. April 2015.

2012 – November 2014 Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-doc) im Projekt ALMIN (Alleinerziehende Migrantinnen und Migranten in Niedersachsen), Universität Oldenburg.

2012 – 2015 Lehrtätigkeiten (WM, LfbA, Lehraufträge)

  • Pädagogik (BA, MA), Oldenburg
  • Sozialwissenschaften (BA), Hildesheim
  • EMMIR (European Master in Migration and Intercultural Relations), Oldenburg
  • Gender Studies (BA), Oldenburg
  • Interkulturelle Bildung und Beratung (BA), Oldenburg

2012 Promotion in Bildungs- und Sozialwissenschaften
Titel der Dissertation: „Transkulturelle Verschiebungen – Agency im Kontext. Eine biografische Untersuchung zu frauenpolitischen Akteurinnen in Palästina und in Deutschland“
Universität Oldenburg, Erstgutachter: Prof. Dr. Rudolf Leiprecht

Dezember 2012 Organisation eines internationalen Workshops, “Gender and Nation State in Muslim Societies”, Universität Oldenburg.

2002 – 2003 Wissenschaftliche Hilfskraft im Forschungsprojekt „Gender Constructions and Violence”, Universität Oldenburg.

1998 – 2002 Sozialpädagogin im Autonomen Mädchenhaus Oldenburg, e.V.

  • Zufluchtsstätte für Mädchen in Not- und Krisensituationen
  • Flexible Hilfen (Erziehungsbeistandschaft und Betreutes Einzelwohnen)

1997 Diplom in Pädagogik 
Titel der Diplomarbeit: „Die palästinensische und die deutsche Frauenbewegung im Vergleich. Möglichkeiten, Perspektiven und Grenzen solidarischer Zusammenarbeit“
Erstgutachterin: Dr. Lydia Potts

1996 – 1997 Studentische Hilfskraft in Forschungsprojekten, Universität Oldenburg

  • Migration, Globalisierung, Geschlecht
  • Junge Frauen und Rechtsextremismus
  • Migration und Alter
 

Kontakt

✉ ulrike.lingen-ali(at)uni-oldenburg.de

Raum: A4 5-512

☎ +49 (0) 441 798-4120

Sprechstunde Do 10-12 (während des Semesters, in den Semesterferien n.V.) in A4 5-512