OME-Lexikon

Laibach/Ljubljana

1.Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Laibach

Amtliche Bezeichnung

slowen. Ljubljana

Anderssprachige Bezeichnungen

lat. Labacum; it. Lubiana

Etymologie

Die deutsche Bezeichnung "Leibach" wurde erstmals in den Jahren 1112–1125 erwähnt. Der Name soll vom altbairischen Wort "Labach" (= Sumpfland) stammen. Der slawische bzw. romanische Name "Luwigana" wurde erstmals 1146 erwähnt.

2. Geographie

Lage

Laibach liegt auf 46o 03' nördlicher Breite, 14o 30' östlicher Länge, auf 298 m über NHN, etwa 90 km nordöstlich von Triest/Trieste und 390 km südwestlich von Wien.

Topographie

Blick auf Laibach mit den Steiner Alpen im Hintergrund.

Die Stadt liegt an der Grenze zwischen den Julischen und den Dinarischen Alpen, im südlichen Teil des Talkessels von Laibach, am Fluss Laibach (Ljubljanica).

Region

Krain

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Laibach ist seit 1991 Hauptstadt der Republik Slowenien. Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese, der orthodoxen Kirche und der islamischen Gemeinschaft Sloweniens.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Stadtwappen zeigt auf rotem Grund eine silberne Stadtmauer mit Wachturm, auf dem ein grüner Drachen sitzt. Der Drache bezieht sich möglicherweise auf den hl. Georg, den Schutzpatron der Stadt.

Archäologie

Archäologische Funde reichen bis ins Paläolithikum zurück. Eine dauerhafte Besiedlung beginnt um 2000 v. Chr. Die römische Siedlung Emona/Aemona (Colonia Iulia Aemona) hatte bereits um 14 n. Chr. eine befestigte Stadtmauer und wurde 452 von Hunnen niedergerissen. Archäologische Funde belegen eine slawische Besiedlung vom 6. bis zum 9. Jahrhundert.

Mittelalter

Mit dem Zusammenwachsen der Siedlungen und der Grundherrschaften zwischen dem Fluss Laibach, dem befestigten Hügel mit der Burg und den Überresten der römischen Siedlung Emona entwickelte sich seit 1230 die Stadt Laibach. Ihre frühe Entwicklung wurde durch zwei Faktoren entscheidend begünstigt: zum einen durch das Geschlecht der Spanheim, das im 11. Jahrhundert als Herzöge von Kärnten die Herrschaft in der Region übernahm, zum anderen durch die sich hier kreuzenden Handelswege: In nord-südlicher Richtung verlief die pannonisch-adriatische Verkehrsverbindung, in west-östlicher Richtung die Handelsstraße nach Kroatien und Bosnien. 1270–1276 nahm der böhmische König Otokar Přemysl die Krain mit Laibach in Besitz. Im Jahr 1278 fiel die Stadt an die Habsburger; diese übergaben sie an den Grafen von Görz (1279–1335). 1335 kamen die Krain und Laibach endgültig unter habsburgische Herrschaft. Laibach diente fortan als Stützpunkt bei der Ausdehnung der habsburgischen Herrschaft in Richtung Adria und Triest. Nach der Eroberung Bosniens durch die Osmanen und der Verschlechterung der Beziehungen zwischen den Habsburgern und der Republik Venedig nahm im 15. Jahrhundert die strategische Bedeutung der Stadt zu.

Neuzeit

Laibach - Gesamtansicht 1679 mit dem Schlossberg von Nordost, Stich von Johann Weikhard Valvasor (1641-1693) [ÖNB Wien Bildarchiv Inv. Nr. 229412 B].
Laibach - Gesamtansicht 1679 mit dem Schlossberg von Nordost, Stich von Johann Weikhard Valvasor (1641-1693) [ÖNB Wien Bildarchiv Inv. Nr. 229412 B].

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts war Laibach Hauptstadt des Herzogtums Krain, Bistumssitz und das bedeutendste Wirtschaftszentrum auf dem Gebiet mit slowenisch sprechender Bevölkerung. 1797 zogen erstmals französische Truppen in die Krain ein, 1805 wurde die Stadt ein zweites, 1809 ein drittes Mal von Franzosen besetzt. Da Napoleon Laibach nach dem Frieden von Schönbrunn im Oktober 1809 zur Hauptstadt der Illyrischen Provinzen machte, nahm seine Bedeutung 1809–1813 als Sitz des Gouverneurs und der französischen Verwaltung zu. Nach der Restauration der österreichischen Herrschaft 1813 wurde Laibach zum Zentrum des Laibacher Guberniums, das Krain und Kärnten umfasste. 1821 war die Stadt Schauplatz des Kongresses der Heiligen Allianz. Nach Verlust des Gubernialsitzes 1849 war sie nur noch Hauptstadt der Krain. In Laibach tagte nach 1861 der Krainer Landtag und hier hatte die Landesregierung ihren Sitz.

Das äußere Erscheinungsbild der Stadt war bis 1848 noch deutsch. Auf Deutsch führten die Gebildeten und die höheren Schichten die Konversation, deutsch waren die Straßenbezeichnungen und öffentliche Aufschriften. Trotz des ausgeprägten deutschen Charakters der Stadt setzte die slowenische kulturelle Bewegung ihre in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begonnene Arbeit auf dem Gebiet der slowenischen Sprache und Literatur in Laibach fort. Mit dem Aufschwung der slowenischen Bewegung nach 1861 übernahm Laibach die Führung im slowenischen kulturellen und politischen Leben. Hier wurde die Mehrzahl der slowenischen Vereine gegründet und hier erschienen die wichtigsten slowenischen Zeitungen und Kulturzeitschriften. Bis in die 1880er Jahre hinein wurde zwischen der slowenischen und der deutschen Partei in der Stadt ein Kampf um die politische Vorherrschaft geführt. Von 1868 bis 1882 hatten die Deutschen die Mehrheit im Stadtrat inne; dann übernahmen die Slowenen endgültig die Stadtverwaltung. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bot die Stadt ein zweisprachiges Erscheinungsbild, ab 1908 wurden die zweisprachigen Straßenbezeichnungen durch slowenische ersetzt.

In den Jahren 1917/18 war Laibach das Zentrum der jugoslawischen Bewegung, die sich nach der Konstituierung des Reichsrates 1917 entwickelte. Im August 1918 wurde hier der Nationalrat für die slowenischen Länder und Istrien konstituiert, der nach dem Zerfall Österreich-Ungarns die slowenische Nationalregierung bildete.

Zeitgeschichte

Mit der Gründung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen 1918 wurde Laibach Hauptstadt des jugoslawischen Slowenien. Aufgrund der zentralistischen Staatsverfassung war das Land in zwei Kreise geteilt, weswegen Laibach nur für die Hälfte des slowenischen Gebiets administrativ zuständig war. Mit der Königsdiktatur (1929) gewann die Stadt jedoch den Status als administrative Hauptstadt zurück, als sie Hauptstadt des Draubanats (Dravska banovina) wurde, das das gesamte slowenische Gebiet Jugoslawiens umfasste.

1941 wurde Laibach von der italienischen Armee besetzt und Sitz des Hochkommissars für die Provincia di Lubiana, die den Großteil Unter- und Innerkrains umfasste. Nachdem sich die deutsche NS-Führung für die Umsiedlung der Deutschen aus den von Italien besetzen Gebieten entschieden hatte, wurden im Januar 1942 – wie die Gottscheer Deutschen in das Gebiet an der Save und Sotla – 1.055 Deutsche aus Laibach und anderen Teilen der Provincia di Lubiana in die Oberkrain umgesiedelt (einige Hundert siedelten später noch um).[1]

Da die traditionellen slowenischen Parteien mit Italien einen Modus vivendi suchten, ergriff in der Widerstandsbewegung eine kleine Gruppe von Kommunisten die Initiative und gründete die "Befreiungsfront". In ihr waren verschiedene politische Gruppen vertreten, doch deklarierten die Kommunisten den Kampf zur Abrechnung mit den politischen Gegnern bald als "sozialistische Revolution". Nach der Kapitulation Italiens 1943 wurde die Provinz Laibach ein Teil der deutschen Operationszone "Adriatisches Küstenland". An der Spitze der Provinzverwaltung stand ein slowenischer Präsident, der dem deutschen Oberkommissär in Triest unterstellt war. Am 9. Mai 1945 wurde Laibach von Partisanentruppen besetzt und ganz Slowenien in das neue kommunistische Jugoslawien eingegliedert. Nach dem Krieg wurde die deutschsprachige Bevölkerung, wie aus anderen Teilen Jugoslawiens und Sloweniens, aus Laibach vertrieben. Nach Angaben der jugoslawischen geheimen Staatspolizei wurden in den Jahren 1945/46 447 deutschsprachige Einwohner aus Laibach und 89 aus der Umgebung der Stadt nach Österreich ausgesiedelt (die tatsächliche Zahl ist aber sicher höher).[2]

1945 wurde Laibach Hauptstadt der Teilrepublik Slowenien. In den slowenischen Auseinandersetzungen mit der kommunistischen Zentrale in Belgrad spielte es seit 1945 eine bedeutende Rolle. In den 1980er Jahren wurde Laibach zum Zentrum des Widerstands gegen den Druck der jugoslawischen und serbischen kommunistischen Eliten.

Bevölkerung

Laibach hatte im 14. Jahrhundert etwa 4.000 Einwohner, im 18. Jahrhundert über 9.000 und 1846 18.583.[3] Im 17. und 18. Jahrhundert sprach die soziale Oberschicht Deutsch und Italienisch, während die einfachere Bevölkerung eine Mischung aus slowenischen und deutschen Wörtern verwendete. Die sprachlichen Praktiken änderten sich in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts auffällig; bei der Volkszählung im Jahr 1880 gaben von 24.511 Einwohnern nur noch 5.719 Personen (23,3 %) Deutsch als Umgangssprache an. Bei den späteren Volkszählungen wurde der nachfolgende Stand ermittelt:[4]

Jahr insgesamt Slowenisch Deutsch Sonstige
1890 30.505 24.199 5.127 (16,8 %) 389
1900 36.547 29.733 5.423 (14,8 %) 444
1910 41.727 33.846 5.950 (14 %)  /

Der Anstieg der Bevölkerung vor dem Ersten Weltkrieg resultiert neben neu zugezogenen Einwohnern aus der Erweiterung des Stadtgebiets.

Die jüdische Gemeinschaft hatte nur wenige Mitglieder: nach der Vertreibung der Juden aus Innerösterreich im Jahr 1515 siedelte sich erst zur Zeit der französischen Regierung 1811 wieder eine jüdische Familie in der Stadt an. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten in Laibach etwas mehr als 100 Juden.

Anstieg der Bevölkerung nach dem Ersten Weltkrieg[5]

Jahr damaliges Stadtgebiet heutiges Stadtgebiet
1931   79.391
1948 59.765 120.571
1971 98.599 215.185
1991 173.853 267.008
2012   272.554

Wirtschaft

Haupteinnahmequelle Laibachs war seit dem Mittelalter der von Italien nach Norden (und umgekehrt) führende Kommissionsgroßhandel. Obwohl im 19. Jahrhundert Industriebetriebe entstanden, wurde die Stadt zunächst kein bedeutendes Wirtschaftszentrum. Auch nach 1918 entstanden neue Fabriken, doch entwickelte sich Laibach erst nach 1945 zu einem wichtigen industriellen Zentrum. In den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatte Laibach die meisten Industriearbeiter Sloweniens. Der Handel und das Verkehrswesen blieben wichtige Geschäftszweige. Nach der Unabhängigkeit Sloweniens 1991 erlebte die Stadt einen Deindustrialisierungsprozess.

Gesellschaft

Noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stellten Dienstboten, Handwerker, Gehilfen und Lehrlinge die Mehrzahl der Einwohner; nur rund ein Achtel gehörte dem Adel, dem Klerus oder dem Beamtentum an oder war Rentier. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Zahl der Arbeiter, der Beamten, der Freiberufler und der slowenischen Intelligenz. 1921 waren weniger als 26 % der Bevölkerung in Industrie und Handwerk beschäftigt. Erst nach 1945 kam es zu einem steilen Anstieg der Beschäftigten in Industrie und Wirtschaft: ihre Zahl nahm bis zum Jahr 1972 weiter zu, um anschließend wieder zurückzugehen. Dieser Abwärtstrend setzte sich auch nach 1991 fort.

Religions- und Kirchengeschichte

Das Bistum Laibach wurde 1461 von Kaiser Friedrich III. gegründet, um den Einfluss Venedigs und des Patriarchen von Aquileja im habsburgischen Territorium einzudämmen. Das Bistum wurde dem Heiligen Stuhl unterstellt. Seit Beginn der 1540er Jahre lag die Stadtverwaltung in protestantischen Händen. Infolge der Rekatholisierung mussten die protestantischen Bürger die Stadt verlassen. Joseph II. erhob das Bistum 1787 zu einer Metropolie. Seit 1807 war Laibach wieder einfaches Bistum und bis 1830 direkt dem Heiligen Stuhl, von 1830 bis 1933 der Erzdiözese Görz und seit 1933 wieder dem Heiligen Stuhl unterstellt.

1851 bekam Laibach erneut eine protestantische Kirche. Die Anzahl der Protestanten blieb weiterhin gering (1910: 365); ein Großteil davon waren deutschsprachige Bürger. 1934 wurde in der Stadt eine orthodoxe Kirche errichtet. Papst Johannes XXIII. erhob das Bistum von Laibach 1961 zu einem dem Heiligen Stuhl unterstellten Erzbistum. Nach 1945 stiegen die Mitgliederzahlen der evangelisch-lutherischen, mit dem Zuzug von Menschen aus Serbien und Montenegro auch die der orthodoxen Religionsgemeinschaften.

Bildung und Wissenschaft

Das Hauptgebäude der Universität Ljubljana diente bis 1918 als Sitz des Krainer Landtages. [Foto (2005): Wikimedia Commons. AndrejJ CC BY-SA 3.0].

Im 16. Jahrhundert wurden die Schulen in Laibach von den Protestanten betrieben, die auch das erste Gymnasium der Stadt gründeten. Mit der Gegenreformation kamen 1597 Jesuiten in die Stadt, die im Rahmen des Jesuitenkollegiums das Studium der Philosophie und der Theologie anboten. Nach der Auflösung des Jesuitenordens konnten Philosophie und Theologie im staatlichen Lyzeum studiert werden. Die Franzosen gründeten während der Zeit der Illyrischen Provinzen in Laibach die sog. "Écoles centrales" (1811 in "Akademie" umbenannt). Nach der Restaurierung der österreichischen Macht wurde das Lyzeum als höhere Schule erneuert. Mit der Auflösung der Lyzeen in Österreich (1849) blieb die theologische Lehranstalt als einzige höhere Schule übrig.

Die erste wissenschaftliche Gesellschaft der Stadt, die sogenannte Academia Operosorum, wurde 1693 nach Vorbild der italienischen Akademie gegründet. Im 19. Jahrhundert fanden wissenschaftliche Aktivitäten im Rahmen des 1821 gegründeten Landesmuseums und der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandenen Fachvereine statt. Die Gründung der slowenischen Universität in Laibach war seit 1848 eine der slowenischen nationalen Forderungen, zu ihrer Gründung kam es aber erst nach der Entstehung des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen 1919. 1938 wurde die Akademie der Wissenschaften und der Künste gegründet.

Kunstgeschichte

Blick zur Burg Laibach [Foto: Wikimedia Commons. Shermozle CC BY-SA 3.0].
Burgplatz.

Die Anfänge der Burg über der Stadt reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück; ihr heutiges Erscheinungsbild erhielt sie im 15. und 16., teilweise im 19. Jahrhundert. Seit der Gegenreformation erfuhr die Stadt vielerorts Barockisierungsmaßnahmen. Eine architektonische Erneuerung erfolgte im 18. Jahrhundert: Neben der Domkirche wurden das Priesterseminar mit der ersten wissenschaftlichen Bibliothek der Stadt und rund 30 Paläste im Barockstil errichtet. Ende des 18. Jahrhunderts wurden mehrere Gebäude im klassizistischen Stil erbaut, im 19. Jahrhundert überwogen historisierende Stile.

1895 wurden weite Teile der Stadt von einem Erdbeben zerstört. Das Stadtzentrum erlebte im folgenden Jahrzehnt mit den Palästen im Sezessionsstil eine urbanistische und bauliche Modernisierung. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Laibach maßgeblich durch einen Schüler des Wiener Architekten Otto Wagner, Josef Plečnik, geprägt. Neben ihm arbeiteten in den 1930er Jahren Architekten funktionalistischer Richtung, die auch die Architektur nach dem Zweiten Weltkrieg prägte.

Buch und Druckgeschichte

Die erste Druckerei in Laibach wurde 1575 gegründet. Ende des 18. Jahrhunderts gab es in der Stadt bereits drei Druckereien. 1784 begann Ignatz A. Kleinmayr mit dem Druck der Laibacher Zeitung, die bis 1918 herausgegeben wurde. In der zweiten Hälfte des 19. und im 20. Jahrhundert erschienen in Laibach die wichtigsten slowenischen Zeitungen und Zeitschriften, in den Jahren 1869–1893 gaben auch die Deutschen ihre Zeitung heraus (1869–1880 Laibacher Tagblatt, 1880–1893 Laibacher Wochenblatt). Nach der Gründung des jugoslawischen Königreichs 1918 war die Mehrzahl der slowenischen Verlage in Laibach ansässig; hier erschienen (und erscheinen heute noch) die meisten slowenischen Zeitungen und Bücher.

Gedenk- und Erinnerungskultur

Das 1910 errichtete Denkmal für den protestantischen Prediger Primož Trubar (1508−1586), Autor des ersten slowenischsprachigen Buches („Catechismus in der windischen Sprach“, 1550).
Deutsches Haus in Laibach, Geburtshaus von Anastasius Grün, Holzstich von Johann Jakob Kirchner, 1882 [ÖNB Wien Bildarchiv Inv. Nr. KAR0511730].
Deutsches Haus in Laibach, Geburtshaus von Anastasius Grün, Holzstich von Johann Jakob Kirchner, 1882 [ÖNB Wien Bildarchiv Inv. Nr. KAR0511730].

Zu den bemerkenswerten Denkmälern der Stadt gehören – neben den Palästen und Kirchen im Barockstill – die im 19. und 20. Jahrhundert errichteten Denkmäler zum Gedenken an slowenische Kulturschaffende (z. B. für die Dichter Valentin Vodnik und France Prešeren sowie für den Autor Primož Trubar). Das Franz-Joseph-Denkmal und das Denkmal zu Ehren des in Laibach geborenen, auf Deutsch schreibenden Dichters Anton Alexander Graf Auersperg (Anastasius Grün) wurden nach dem Ersten Weltkrieg entfernt. Das gleiche Schicksal erlebten die zu Ehren von König Peter I. und König Aleksander I. Karadjordjević errichteten Denkmäler nach der italienischen Besatzung 1941. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Denkmäler für die slowenische Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkriegs und deren kommunistische Anführer errichtet.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Vasilij Melik, Tone Ferenc, Miro Pak, Martin Horvat, Andreja Žigon: Ljubljana. In: Enciklopedija Slovenije 6. Ljubljana 1992, S. 218-248.
  • Ferdo Gestrin (Hg.): Zgodovina Ljubljane. Prispevki za monografijo [Die Geschichte Laibachs. Beiträge zu einer Monographie]. Ljubljana 1984.
  • Stefan Karner: Die deutschsprachige Volksgruppe in Slowenien. Aspekte ihrer Entwicklung 1939–1997. Klagenfurt u. a. 1998, passim.
  • Dragan Matić: Nemci v Ljubljani 1861–1918 [Die Deutschen in Laibach 1861–1918]. Ljubljana 2002.
  • Breda Mihelič: Urbanistični razvoj Ljubljane [Die urbanistische Entwicklung von Laibach]. Ljubljana 1983.
  • Dušan Nećak (Hg.): "Nemci" na Slovenskem 1941–1955 ["Die Deutschen" in Slowenien 1941–1955]. Ljubljana 1998 (Razprave Filozofske Fakultete), passim.
  • Peter Vodopivec: Laibach/Ljubljana. Die Hauptstadt der Republik Slowenien. In: Harald Heppner (Hg.): Hauptstädte zwischen Save, Bosporus und Dnjepr. Geschichte – Funktion – nationale Symbolkraft. Wien u. a. 1998, S. 9-29.

Anmerkungen

[1] Tone Ferenc: Nemci na Slovenskem med drugo svetovno vojno [Die Deutschen in Slowenien im Zweiten Weltkrieg]. In: Nećak (Hg.): "Nemci" na Slovenskem, S. 109.

[2] Ebd., S. 136-139. Nach einem anderen Bericht aus dem Jahr 1952 wurden aus Laibach "nur" 262 deutschsprachige Einwohner vertrieben; diese Zahl ist jedoch viel zu niedrig.

[3] Sergij Vilfan: Zgodovina Ljubljane do začetka 16. stoletja [Die Geschichte Laibachs bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts]. In: Gestrin (Hg.): Zgodovina Ljubljane, S. 88; Jože Žontar: Ljubljana v 18. in v prvi polovici 19. stoletja [Laibach im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts]. In: Gestrin (Hg.): Zgodovina Ljubljane, S. 172.

[4] Matić: Nemci v Ljubljani, S. 433.

[5] Melik, Ferenc, Pak, Horvat, Žigon: Ljubljana, S. 232-235.

Zitation

Peter Vodopivec: Laibach/Ljubljana. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2013. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/54297.html (Stand 18.05.2017).

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