OME-Lexikon

Glatz/Kłodzko

1. Toponymie

Deutsche Bezeichnung

Glatz

Amtliche Bezeichnung

poln. Kłodzko; tsch. Kladsko

Lateinische Bezeichnung

lat. Glacia

Etymologie

Älteste Nennung bei Cosmas von Prag (Beginn 12. Jahrhundert): castellum Cladsco (von tsch. kláda = Balken)

2. Geographie

Lage

50° 40' nördliche Breite, 16° 40' östliche Länge.

Topographie

Glatz liegt an dem Fluss (Glatzer) Neiße auf 294 m im sog. Glatzer Kessel, der im Tertiär durch Brüche und Heraushebung der Randgebirge (höchste Erhebung: Glatzer Schneeberg, 1425 m) ausgebildet wurde. Das Innere des Kessels wird durch Höhenzüge und Bergkuppen bestimmt. Diese wurden postglazial herausgebildet und sind z. T. vulkanischen Ursprungs.

Staatliche und administrative Zugehörigkeit

Seit Gründung der über der Neiße gelegenen Burg und späteren Stadt 981 n. Chr. gehörte sie zunächst zum Herrschaftsgebiet der böhmischen Adelssippe der Slavnikiden und war danach Teil des Herzogtums bzw. (bis 1742) Königreichs Böhmen. 1459 wurde die böhmische Grafschaft Glatz durch König Georg von Podiebrad gegründet. Seit 1526 stand sie unter der Oberhoheit der Habsburger als Könige von Böhmen, seit 1742 gehörte sie zu Schlesien und damit zu Preußen bzw. dem späteren Deutschen Reich. Seit 1945 gehört Glatz zu Polen.

3. Geschichte und Kultur

Gebräuchliche Symbolik

Das Glatzer Stadtwappen wurde von den Landesfürsten übernommen. Es zeigt den silbernen böhmischen doppelgeschwänzten Löwen mit goldener Krone auf rotem Grund.

Historische Beinamen

In der Glatzer Mundart wurde der Name der Stadt "Glootz" ausgesprochen. Spottname seit der Gegenreformation im 17. Jahrhundert war die Bezeichnung "Glatzer Natzla". Sie leitet sich vom Namen Ignatius her, dem Ordensgründer der Jesuiten, die das Land rekatholisierten. Deshalb wurde dieser Name häufig als Taufname verwendet. Später verlor er seine abschätzige Bedeutung.

Mittelalter

In den Auseinandersetzungen zwischen Böhmen und Polen gründete nach Aussage des Prager Chronisten Cosmas (1045–1125) Fürst Slavnik (Vater des hl. Adalbert) in der provincia Cladzco das castellum Cladzco contra Poloniam. Vor der aus Holz erbauten Burg bildete sich ein suburbium, für das 1184 eine nordwestlich der Burg gelegene Wenzelskirche als Marktkirche belegt ist. Die Marktsiedlung an der wichtigen Straße Prag/Praha – Nachod/Náchod – Glatz – Wartha/BardoBreslau/Wrocław lag vermutlich südlich der Burg, nordöstlich des späteren Ringes. Durch den Glatzer Pfingstfrieden 1137 wurde Glatz Böhmen zugesprochen. 1033 und 1114 brannten Burg und Marktsiedlung ab; ihr Wiederaufbau erfolgte 1129. 1186 wird Glatz in der ersten urkundlichen Erwähnung als forum (Marktort) bezeichnet. Unter Herzog Soběslav (Reg. 1125–1140) wurden Burg und Marktsiedlung befestigt. Herzog Friedrich (Reg. 1178–1189) und seine Gemahlin Elisabeth übertrugen dem Johanniterorden, der in Glatz ein Hospital errichtet hatte, die Wenzelskirche und die St. Georgskapelle sowie Grund und Boden. 1194 wurde ihnen die Marienkapelle (später Pfarrkirche) übergeben. Ab etwa 1220 ließen sich Deutsche in der Marktsiedlung nieder; die deutsche Namensform "Glatz" ist erstmals 1223 überliefert. Um 1250 gründeten die Minoriten als Bettelorden eine Niederlassung. Glatz erhielt das Magdeburger Stadtrecht vor 1275; zu diesem Termin werden Vogt und Bürger genannt. Von 1280 bis 1290 waren Glatz und das Glatzer Land Lehen des Breslauer Piastenherzogs Heinrich IV. Nach dessen Tod (1290) fiel Glatz durch Lehensvergabe des deutschen Königs Rudolf I. von Habsburg wieder an Böhmen. Das 1350 von dem Prager Erzbischof Arnestus/Ernst von Pardubitz (Amtszeit 1344–1364) errichtete Augustinerchorherrenstift brachte einen kulturellen Aufschwung. Während sich Glatz im Hussitenkrieg 1428 zu halten vermochte, wurde das Umland verwüstet. Die Stadt wurde von dem böhmischen Magnaten Puotha von Czastolowitz verteidigt, dem Kaiser Sigismund 1431 das Glatzer Land verpfändete, nachdem er ihm 1426 das Münzrecht verliehen hatte. Das Glatzer Land entwickelte sich zu einem Territorium, das 1459 in Übereinstimmung mit Kaiser Friedrich III. durch König Georg von Podiebrad zur Grafschaft erhoben wurde. Glatz war nun Residenzort der aus dem Podiebrad-Geschlecht stammenden Grafen von Glatz.

Neuzeit

Nach dem Verkauf der Grafschaft stand die Stadt von 1501 bis 1567 unter wechselnden Pfandherrschaften, u. a. unter Herzog Ernst von Bayern (Reg. 1549–1560). Trotz der gegenreformatorischen Maßnahmen der Habsburger und des Herzogs Ernst von Bayern war Glatz seit den 1530er Jahren protestantisch. Unter dem Schutz der Habsburger entstand 1597 eine Niederlassung der Jesuiten. Nach der für die Habsburger siegreichen Schlacht am Weißen Berg (1620) leistete eine antihabsburgische Opposition, die sich mit dem "Winterkönig" Friedrich V. von der Pfalz verbündet hatte, in Glatz dem kaiserlichen Heer noch bis 1622 Widerstand. Es kam zur Vertreibung der protestantischen Geistlichen, zur Erhebung von Sondersteuern und zur Rekatholisierung. Die Neuprivilegierung von 1629 brachte den Verlust des eigenen Steuerrechts sowie der Gerichtsbarkeit. Die Ratswahl erfolgte mit Einwilligung des Landeshauptmanns. Glatz litt unter nachwirkenden Folgen des Dreißigjährigen Krieges und der Pest von 1680, die 1.500 Opfer forderte. 1742 wurden Burg und Stadt von Friedrich II. für Preußen erobert und Schlesien angegliedert. Die ab 1743 erweiterte Festung wurde im Siebenjährigen Krieg erobert (1760), hielt aber der Belagerung durch die napoleonischen Truppen 1806 stand. Durch die Befestigung wurde die Entwicklung der Stadt sehr behindert.

19. und 20. Jahrhundert

Nach 1871 dominierte politisch die katholische Zentrumspartei, während die sozialdemokratische Arbeiterbewegung eine geringere Rolle spielte.

Nach dem Ersten Weltkrieg existierten Pläne mancher tschechoslowakischer Politiker, Glatz und die Grafschaft zu annektieren, was aber durch den Widerstand der deutschen Einwohner misslang. Trotz Mehrheit der Weimarer demokratischen Parteien bei den Märzwahlen 1933 gelang den Nationalsozialisten mit Terrormethoden die Gleichschaltung, so durch einen Überfall auf den Magistrat im April 1933 und die Verhaftung des Bürgermeisters. Terror wurde auch gegen die katholische Kirche ausgeübt, v. a. aber gegen die Juden, deren Synagoge in der "Kristallnacht" 1938 durch Brandstiftung vernichtet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs diente die Festung zum Teil als Kriegsgefangenen- und KZ-Außenlager von Groß Rosen. In der Endphase des Zweiten Weltkriegs fanden viele westdeutsche und Breslauer Evakuierte Unterkommen in Glatz. Von Kriegsschäden blieb Glatz verschont. Die Rote Armee nahm die Stadt erst am 9. Mai 1945 ein; im Juni 1945 wurde die Verwaltung polnischen Beauftragten übergeben. Im Februar 1946 begann die Zwangsmigration der deutschen Einwohner, v. a. in die Britische Zone. In den Jahren 1945–1958 war die Zugehörigkeit des Glatzer Landes zwischen Polen und der Tschechoslowakei umstritten. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte sich Glatz zu einem kulturellen Zentrum Niederschlesiens entwickeln. Nach dem Ende der kommunistischen Diktatur ging 1990 aus den Bürgerkomitees der Solidarność eine demokratische Stadtregierung hervor.

Bevölkerung

War die Glatzer Bevölkerung ursprünglich tschechisch, wurden seit der Herrschaft der böhmischen Könige Přemysl Otakar II. und Wenzel/Václav II. im 13. Jahrhundert Deutsche angesiedelt, die sich mit der ortsansässigen tschechischen Bevölkerung vermischten. Eine tschechische Minderheit existierte bis ins 16. Jahrhundert, danach waren die Einwohner bis 1945 überwiegend deutsch. Ab 1945/46 überwiegend polnische Einwohner. 1890: 13.501; 1925: 16.563; 1933: 19.000; 1939: 20.575; 2003: 30.100 Einwohner.

Wirtschaft

Im Mittelalter errang Glatz Bedeutung durch sein Tuchgewerbe. Die Wirtschaftsentwicklung stagnierte nach dem Dreißigjährigen Krieg durch die Konkurrenz der Wirtschaft auf den Adelshöfen, in preußischer Zeit aufgrund der einengenden Befestigung. Nach Beseitigung der Befestigung (ab 1864) und dem Anschluss an das Eisenbahnnetz (Linien Breslau/Wrocław – Mittelwalde/Międzylesie – Prag/Praha; Glatz – Bad Reinerz/Duszniki-Zdrój; Glatz – Waldenburg/Wałbrzych) entwickelten sich die Industrien (Eisengießerei, Maschinenfabrik, Gamaschenfabrik, Zigarrenfabrik, Bierbrauerei). Heute besitzen der Verwaltungs- und der Tourismussektor sowie die Fabrikation technischer Anlagen und Möbel Bedeutung.

Gesellschaft

Im Mittelalter waren die Zünfte an der Stadtherrschaft beteiligt. Im 19. Jahrhundert zeigten sich Ansätze einer Arbeiterbewegung, die sich gegenüber dem geschlossenen politischen Katholizismus der Kulturkampfzeit nur schwach entwickeln konnte. Seit der Gegenreformation entstanden kirchlich bestimmte Zusammenschlüsse von Laien (Brüderschaften, Kongregationen, Sodalitäten), die im 19. Jahrhundert ihre Fortsetzung im katholischen Vereinswesen fanden. Nach der NS-Diktatur kam es durch die Zwangsmigration der deutschen und der Neuansiedlung der polnischen Einwohnerschaft zu einem Bevölkerungsaustausch.

Religions- und Kirchengeschichte

Von Prag aus missioniert, gehörte Glatz bis 1972 zur Erzdiözese Prag. Seit dem 13. Jahrhundert war die Stadt Sitz eines Dekanats (zeitweilig auch eines Archidiakonats) und seit dem 12. Jahrhundert Sitz einer Johanniterkommende, der auch das Patronatsrecht an der Pfarrkirche zustand. Um 1250 ließen sich Minoriten nieder, 1350 erfolgte die Gründung eines Augustinerchorherrenstifts durch den Prager Erzbischof Ernst von Pardubitz, das nach der Blütezeit im 14./15. Jahrhundert (Lateinschule, Skriptorium) 1597 von den Jesuiten übernommen wurde. 1475 kam es zur Gründung eines Franziskanerklosters. Von den 1530er Jahren bis 1622 war Glatz protestantisch (Schwenckfelder und Lutheraner). Im Zuge der Gegenreformation kehrten die Minoriten und Franziskaner zurück. Vorherrschend die Jesuiten, die nun auch die Johanniterkommende übernahmen, Rekatholisierung durch Barockkatholizismus. Nach 1742 gab es in Glatz wieder eine lutherische Gemeinde. Ab 1810 entwickelte sich eine jüdische Gemeinde, deren mittelalterliche Gemeinde mit Synagoge 1492 durch Ausweisung vernichtet worden war. In den 1930er Jahren war die Stadt zu 90 % katholisch. Nach 1945 wurde die katholische Tradition durch die polnischen Einwohner der Stadt fortgesetzt. Heute existieren in Glatz Niederlassungen der Franziskaner, Jesuiten und Klarissen.

Kulturelle Institutionen

Seit 1906 (bis 1945/46) existierte das Glatzer Heimatmuseum mit wechselnden Standorten. 1963 wurde das Museum des Glatzer Landes (Muzeum Ziemi Kłodzkiej), errichtet, das sich seit 1986 im ehemaligen Jesuitenkonvikt befindet. Die Archivbestände des ehemaligen Stadtarchivs werden heute im Staatsarchiv Breslau (Archiwum Państwowe we Wrocławiu) aufbewahrt; zudem ist in Glatz das Dekanatsarchiv des ehemaligen Erzbischöflichen Generalvikariats angesiedelt.

Bildung und Wissenschaft

Ab dem 13. Jahrhundert gab es in Glatz eine Lateinschule der Johanniter, die im 16. Jahrhundert zur Lateinschule der Stadt wurde; seit 1365 existiert zudem eine Lateinschule der Augustinerchorherren. Nach 1622 gab es nur noch das Jesuitengymnasium, im 19. Jahrhundert kamen höhere Mädchenschulen hinzu. Seit 1914 besitzt die Stadt eine Knaben-Mittelschule, seitdem wurden auch Berufs- und Fachschulen sowie Gymnasien gegründet.

Alltagsgeschichte

Der Tourismus wurde durch den Glatzer Gebirgsverein von 1881 (GGV) seit Mitte des 19. Jahrhunderts sehr gefördert. Die Glatzer Mundart zählt zu den schlesischen (ostmitteldeutschen) Mundarten mit starker Eigenprägung.

Kunstgeschichte

Das älteste Bauwerk, die sog. Brücktorbrücke, stammt von 1390. Das Rathaus von 1397 und der Turm von 1654 wurden nach einem Brand 1887/90 wieder aufgebaut. Sakralbauten sind die gotische Pfarrkirche (Bauzeit 1364–1522), die 1685 durch die Bauhütte von Carlo Lurago barockisiert wurde, die Minoritenkirche und das Kloster (barocker Neubau von 1678–1732). Weitere Baudenkmäler sind das barocke Jesuitenkolleg mit Konvikt (1656–1698) und die Franziskanerkirche von 1479, die im 18. Jahrhundert barock umgestaltet, ab 1835 als evangelische Gemeinde- und Garnisonskirche genutzt wurde und heute als Kirche der Klarissen dient. Als bedeutende Kunstschätze gelten u. a. die Glatzer Madonna (ca. 1350), die sich heute in der Gemäldegalerie im Kunstforum Berlin befindet, das barocke Deckengemälde von Viktor Anton Scheffler im Refektorium des Minoritenklosters (1733), die Fresken und Gemälde von Karl Dankwart in der Pfarrkirche und im Jesuitenkolleg (1693ff.).

Musik

In Glatz wirkten der Meistersinger Hieronymus Linke (1545), der Organist und Komponist Georg Thyle (1567) und der Jesuitenpater Simon Praunstein (1571–1624), auf den Litaneien, Hymnen und eine Passion in deutscher Sprache zurückgehen. Zahlreiche geistliche und weltliche Kompositionen hinterließ der Organist der Stadtkirche Franz Otto (1732–1805). Der bedeutendste Glatzer Komponist war Eduard Tauwitz (1812–1894), der neben vier Opern und über 250 Kirchenliedern auch eine Feierliche Messe (1863) schuf.

Buch- und Druckgeschichte

Im Skriptorium des Augustinerchorherrenstifts entstand Ende des 14. Jahrhunderts der sog. Florians-Psalter in lateinischer, deutscher (ostmitteldeutschem Dialekt) und polnischer Sprache für die polnische Königin Hedwig von Anjou/Jadwiga Andegaweńska. In der Bibliothek des Glatzer Jesuitengymnasiums wurden Handschriften und Wiegendrucke aufbewahrt; im ausgehenden 16. Jahrhundert existierte eine Stadtdruckerei. In der Zeit der Gegenreformation war Glatz durch die Druckereien von Ignaz Konstantin Schubart (nachgewiesen 1682–1699) und Franz Pega ein bedeutender Druck- und Verlagsort. Hier erschien 1675 die vollständige Ausgabe des Cherubinischen Wandersmanns von Angelus Silesius. Bedeutende Druckereien des 18. Jahrhunderts war die Teichmannsche Druckerei, seit 1790 die Offizin der Familie Pompejus.

Literatur

In Glatz wirkten der Spielmann te Glaich (Minnesang, 1343), der Probst Johannes († 1382, zweibändiger Psalmenkommentar um 1370) und der Probst Michael Czacheritz († 1489), der ab 1457 die Chronica Monasterii canonicorum Regularium in Glacz schuf, die von anonymen Autoren bis etwa 1504 fortgesetzt wurde (ediert 2003 durch Wojciech Mrozowicz). Der Meistersinger Hieronymus Linke schuf um 1545 Lieder und Theaterstücke. Um 1600 wirkte der Glatzer Humanistenzirkel um den poeta coronatus Andreas Calagius (1549–1609), Rektor der Städtischen Lateinschule. Die Glaciographia oder Glätzische Chronica von Georg Aelurius entstand 1624. In Glatz geboren wurde der Philologe, Lyriker und Sekretär Goethes Friedrich Wilhelm Riemer (1774–1845). Von 1961 bis 1974 fand jährlich der "Glatzer Poetenfrühling" (Kłodzka Wiosna Poetycka) statt. Das literarische Milieu bestimmten Jan Kulka (1937–2000), Bogusław Michnik (geb. 1945) und Anna Zelenay, die sich im Glatzer Literaturklub (Kłodzki Klub Literacki) zusammenschlossen und ab 1970 den Glatzer Almanach (Kłodzki Almanach Literacki) herausgaben.

Militärgeschichte

Seit 1742 ist Glatz Sitz einer Kommandantur und Garnison, für die 1906 neue Kasernen auf dem Puhuberg (heute: ulica Wyspiańskiego) errichtet wurden. Die Kommandantur wurde von 1919 bis 1933 mit der "Verteidigung des Grenzlandes" beauftragt. Die Garnison bildete das sog. Achtunddreißiger Regiment.

Gedächtnis- und Erinnerungskultur

Die Diskussion um die "Wiedergewinnung von Glatz als polnische Stadt" (1945) ist trotz der immer noch existenten Tafel am Glatzer Rathaus weitgehend durch die Akzeptanz der deutschen Geschichte überwunden. Heute Wertschätzung der deutschen Geschichte und Kultur dieser Stadt durch die polnischen Bürger.

4. Bibliographische Hinweise

Literatur

  • Ondřej Felcman, Eva Semotanová: Kladsko. Proměny středoevropského regionu. Historická atlas [Das Glatzer Land. Entwicklung einer mitteleuropäischen Region. Historischer Atlas]. Hradec Kralové 2005.
  • Ryszard Gładkiewicz (Hg.): Kłodzko. Dzieje miasta [Glatz. Eine Stadtgeschichte]. Kłodzko 1998.
  • Arno Herzig, Małgorzata Ruchniewicz: Geschichte des Glatzer Landes. Hamburg 2006. Polnische Ausgabe: Dzieje Ziemi Kłodzkiej. Wrocław 2006 (2. Aufl. 2008).
  • Arno Herzig, Małgorzata Ruchniewicz (Hg.): W kraju Pana Boga. Źródła i materiały do dziejów Ziemi Kłodzkiej od X do XX wieku [Im Herrgottsländchen. Quellen und Materialien zur Geschichte des Glatzer Landes vom 10. bis zum 20. Jahrhundert ]. 2., erw. Aufl. Kłodzko 2010.
  • František Musil: Kladsko. Praha 2007 (Stručná historie stát°u 45).
  • Tausend Jahre Glatz. Die Entstehung einer schlesischen Stadt, 981–1981. Zusammenstellung und Bildauswahl Jörg Marx. Leimen/Heidelberg 1982 (Glatzer Heimatbücher 7).

Weblinks

Zitation

Arno Herzig: Glatz/Kłodzko. In: Online-Lexikon zur Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, 2012. URL: ome-lexikon.uni-oldenburg.de/54222.html (Stand 08.07.2015).

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