Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ)

 

Jana Cachova: Lehramtstudenten und Situationen aus ihrer pädagogischen Praxis

Beitrag behandelt die Frage, ob es möglich ist, die Lehrerüberzeugung („Beliefs“) und die Unterrichtsansätze durch die Erhöhung der Sensibilität gegenüber wichtigen Erscheinungen der Situationen zu kultivieren. Der Beitrag behandelt weiter, ob es möglich ist, die mathematische Kultur mit der rechtzeitigen Auswahl der Situationen zu kultivieren.

Yueksel Dede: Preservice mathematics teachers’ values toward their mathematics teaching

TURKISH PRESERVICE MATHEMATICS TEACHERS’ MATHEMATICAL VALUES Abstract Mathematics is usually seen as a value-free field. However, values are the most important element of raising mathematics learning and teaching qualities (Seah, 2002) and they influence a person's choices and behaviors (Yero, 2002). Hence, they have also an effective role on teachers (or preservice teachers) decisions and behaviours (Fasheh, 1982).Therefore, the present study attempts to determine preservice mathematics teachers' values toward their mathematics teaching. For this purpose, participants responded to questions on a 5-point Likert-type scale*.* During the spring semester in 2007-2008, the scale was administered to 231 preservice primary and high school mathematics teachers at Cumhuriyet University in the city of Sivas, a modest city in central Turkey. The results of the research reveal that preservice primary and high school mathematics teachers adopt constructivist values rather than positivist values ones in mathematics teaching.

Ingo Engert-Oostingh: Ein genetisch orientierter Lehrgang zur Wahrscheinlichkeitsrechnung (Dissertation an der Universität Salzburg)

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung ist ein relativ junges Teilgebiet der Mathematik. Sie ist erst seit Anfang des 20.Jahrhunderts in die Schullehrpläne für allgemein bildende Schulen aufgenommen worden. Es gibt verschiedene Lehrgänge zu diesem Teilgebiet, die aber seine mathematisch historische Entwicklung nicht berücksichtigen. Momentan wird die Wahrscheinlichkeitsrechnung häufig sehr theoretisch unterrichtet. In meiner Dissertation möchte ich ein weiteres Konzept entwickeln,das anwendungsorientierter ist, um so das Teilgebiet für SchülerInnen leichter zugänglich zu machen.

Frederike Günther und Frank Hellmich: Dynamische versus statische Selbstkonzepte von Kindern in Mathematik

Wie Kinder über ihre eigenen Stärken und Schwächen in Mathematik denken, beeinflusst in nicht unerheblicher Weise Bearbeitungsprozesse bei mathematischen Problemstellungen. Das Poster thematisiert eine Studie, an der insgesamt N=160 Kinder des vierten Grundschuljahres beteiligt gewesen sind. Die Kinder wurden u.a. zu ihren fähigkeitsbezogenen Selbstkonzepten in Mathematik befragt; Zusammenhänge zwischen dynamischen bzw. statischen Selbstkonzepten bei Kindern im Grundschulalter, ihren Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, ihren Attributionen von Erfolgen und Misserfolgen sowie ihrer leistungsbezogenen Motivation werden vordergründig betrachtet.

Jens Höntges und Frank Hellmich: Selbstkonzepte und Motivationen von Mädchen und Jungen in Mathematik

Das Poster thematisiert die Frage, inwiefern geschlechtsspezifische Unterschiede in der mathematischen Kompetenz bei Kindern im Grundschulalter vorliegen und wie sie erklärt werden können. Im Rahmen der Studie wurden insgesamt N=470 Kinder des vierten Schuljahres zu ihren mathematischen Kompetenzen sowie zu Indikatoren ihrer leistungsbezogenen Persönlichkeitsentwicklung befragt. Die Ergebnisse zeigen zwar keine Unterschiede in Bezug auf mathematische Kompetenzen von Mädchen und Jungen, wohl aber Differenzen in Bezug auf ihre leistungsbezogenen Selbstkonzepte und ihr Mathematikinteresse. 

Kathleen Philipp und Dominik Matt: Experimentelles Denken

Mathematiker formen Hypothesen nicht etwa durch Ableitung aus bestehenden Sätzen, sondern in der quasi-experimentellen Arbeit mit Beispielen. Sie explorieren Gegenstandsbereiche, generieren Hypothesen und überprüfen diese. Solche fundamentalen kognitiven Prozesse sind auch die Grundlage des experimentellen Denkens von Schülerinnen und Schülern. Erste Ergebnisse einer Videostudie sowohl mit Studierenden als auch mit Schülerinnen und Schülern zeigen einen Weg zu einer Konkretisierung „experimenteller Kompetenz“ im Fach Mathematik auf. (Das Projekt ist Teil des Promotionskollegs www.exmnu.de).MARK

Gabriele Sauerbier: Puzzles Bücher

Die drei Bücher Money Puzzles, Science Puzzles und Shape Puzzles sind ein schönes Ergebnis der internationalen Kooperationen der Hochschule Wismar. Die Mathematiker Norbert Grünwald, Wismar und Sergiy Klymchuk, Auckland sammelten gemeinsam mit dem Geowissenschaftler John Buckeridge, Melbourne und dem Astrophysiker Sergei Gulyaev, Auckland insgesamt 280 knifflige Aufgaben, die auf eine spannende und unterhaltende Weise Einblicke in die Welt der Mathematik und der Naturwissenschaften geben. Gymnasiallehrer aus der Region Wismar und Schwerin sind begeistert von den Büchern und setzen diese als ergänzendes Lehrmaterial ein.


Florian Schimpf: Allgemeine Denkprozesse in der Mathematik – eine empirische Untersuchung

Prozessorientierte Mathematikdidaktik betont neben mathematischen Inhalten die Wichtigkeit von Prozessen. Im Sinne eines „Teaching Thinking“-Ansatzes spielen aber nicht nur mathematische Prozesse (wie Problemlösen und Modellieren) eine Rolle, sondern auch allgemeine Denkprozesse. Fraglich ist, welche allgemeinen Denkprozesse im Mathematikunterricht besonders gefördert werden können. In diesem Posterbeitrag wird eine empirische Studie vorgestellt, in der Mathematikprofessorinnen und –professoren 44 Prozesse hinsichtlich vier Kriterien bewertet haben. Die Ergebnisse der Clusteranalyse werden vorgestellt und mit Ergebnissen einer Untersuchung in der Physik verglichen.