Oldenburger Fortbildungszentrum (OFZ)

Moderierte Sektionen auf der 43. Jahrestagung der GDM in Oldenburg


Christoph Ableitinger: Biomathematik als gewinnbringendes Thema im Mathematikunterricht der Sekundarstufe Mathematikunterricht

Beiträge zu biomathematischen Modellen kommen in der didaktischen Literatur nur vereinzelt vor. Vier Vorträge zeigen, wie vielfältig das Thema im Schulunterricht bearbeitet werden kann, welche Hoffnungen und Konsequenzen sich aus didaktischer Sicht ergeben und welche Erfahrungen und Erkenntnisse in der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern gemacht wurden.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Rolf Biehler: Studien zum Einsatz von eLearning für das Lernen von Mathematik

In den Beiträgen zur Sektion werden Konzepte und Materialien zum eLearning mathematischer und mathematikdidaktischer Inhalte vorgestellt, sowie empirische Studien zur Evaluation, die sich auf erreichte Kompetenzen sowie auf Einstellung der Lernenden und das Lernverhalten in eLearning-Kontexten beziehen. Beispiele stammen aus dem Einsatz im Schulunterricht,in Vorkursen zum Studienbeginn und in der Lehrerbildung. Bezugspunkt ist das VEMA Projekt Kassel-Paderborn-Darmstadt zum Multimedialen Vorkurs Mathematik / Virtuelles Eingangstutorium Mathematik.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Astrid Brinkmann: Vernetzungen im Mathematikunterricht

In der aktuellen didaktischen Diskussion wird ein breiter vernetztes mathematisches Wissen sowie stärker vernetztes Denken bei Problemlöseprozessen der Lernenden gefordert. Die Beiträge der moderierten Sektion sollen methodische und inhaltliche Anregungen im Hinblick auf dieses Unterrichtsziel liefern.  

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

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Elmar Cohors-Fresenborg: Wertschätzen und Praktizieren von Monitoring und diskursiver Unterrichtskultur - Ein Erklärungsversuch für Erfolg mathematischen Lernens und Lehrens

Es wird dargelegt, in wiefern die Kompetenz und der Wille zum Überwachen der Richtigkeit beim mathematischen Arbeiten ein wichtiger Indikator für dessen Erfolg ist. Es gelingt auf Dauer nur, Lernende zum Wertschätzen und Praktizieren von solchen Monitoring-Aktivitäten zu veranlassen, wenn das Bemühen Teil einer insgesamt diskursiven Unterrichtskultur ist.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Astrid Fischer und Lisa Hefendehl-Hebeker: Algebraisches Denken zwischen Einzelfall und Struktur

Algebraisches Denken hat wesentlich mit Verallgemeinerung zu tun, also mit der Möglichkeit, das allen Fällen einer Gesamtheit Gemeinsame zu erfassen und darzustellen und umgekehrt solche Darstellungen geeignet zu interpretieren. Die Vorträge der moderierten Sektion befassen sich mit der Frage, wie Kinder auf dem Wege zur Algebra sich mit solchen Möglichkeiten auseinandersetzen.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Thomas Gawlick: Empirische Untersuchungen zur Interaktion beim Problemlösen

Medienvergleichsstudien zeigen häufig keinen signifikanten Einfluss des Mediums auf den Lernerfolg ("no significant difference" phenomenon). Neuere Untersuchungen focussieren daher vermehrt auf die Prozessqualität. Analoges gilt seit Schoenfield auch für Untersuchungen zur Lernbarkeit von Problemlösen. Die Sektion vereint daher Studien zu Aspekten der Interaktion beim Problemlösen, einerseits bzgl. der Verwendung interaktiver elektronischer Arbeitsblätter, andererseits aus einer Maßnahme zur Begabtenförderung.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Borromeo Ferri, Rita, Gilbert Greefrath und Maaß, Katja : Mathematisches Modellieren - zwischen empirischer Forschung und Praxisrelevanz

Die aktuelle didaktische Diskussion räumt Realitätsbezügen und Modellierungen einen hohen Stellenwert ein. Trotz eines breiten Konsenses über die Notwendigkeit der Diskussion von Modellierungen im Unterricht, sind teilweise grundlegende Fragen noch nicht abschließend geklärt. Dazu gehören beispielsweise, wie ein Modellierungsprozess geeignet beschrieben werden kann oder wie Schülerinnen und Schülern das mathematische Modellieren geeignet vermittelt werden kann. In der moderierten Sektion sollen diese Fragen ausgehend von der empirischen Forschung bis hin zur Lehreraus- und –fortbildung aufgegriffen und diskutiert werden.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Gert Kadunz: Zeichen und Sprache in der Mathematik

Die Semiotik des Ch. S. Peirce stellt mit ihrer Sicht auf Zeichen im Allgemeinen und besonders auf Diagramme ein Instrumente zur Verfügung, um über das Lernen von Mathematik strukturiert zu sprechen. Im Vortrag wird diese Sicht auf Diagramme verwendet, um die Entwicklung eines elementaren Algorithmus zu analysieren. Bei dieser Entwicklung führt die gemeinsame Verwendung von Diagrammen der Geometrie und einem System der Computeralgebra zur erfolgreichen Beschreibung einer (elementaren) mathematischen Fragestellung.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Christa Kaune, Silke Kramer, Mathilde Griep: Das Telekom-Projekt „Mathematik Gut Unterrichten“

Die Qualität des Mathematikunterrichts an deutschen Schulen steht im Fokus des Modellprojekts der Deutschen Telekom Stiftung. In einem Qualitätsnetzwerk engagieren sich Lehrer und Wissenschaftler für die Verbesserung didaktischer und diagnostischer Kompetenzen von Mathematiklehrkräften. Ein Arbeitsbereich umfasst die Planung, Dokumentation und Auswertung von Unterrichtsprozessen. Die Methode ist die videobasierte Analyse nach einem erprobten Kategoriensystem. Hier steht die auf Diskursivität und Metakognition zielende Interaktion im Mittelpunkt. In der moderierten Sektion werden in drei Beiträgen zunächst das Konzept des Netzwerkes vorgestellt, die Wirksamkeit von speziell konzipierten Aufgabenformaten für die beteiligten Lehrkräfte erläutert und von einer am Netzwerk Beteiligten über erste Qualitätsverbesserungen des Mathematikunterrichts von beteiligten Lehrkräften berichtet.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Sebastian Kuntze und Barbara Drollinger-Vetter: Videobasierte empirische Studien zum Erklären, Argumentieren und Verstehen im Mathematikunterricht

Wenn Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht ein Konzept, eine Aufgabenstellung, bestimmte Lösungsverfahren, Argumentationen oder heuristische Überlegungen verstehen sollen, werden solche Verstehensprozesse oft durch Aktivitäten des Erklärens und Argumentierens unterstützt und angeleitet. Wie lassen sich Qualitäten des Erklärens, des Argumentierens und der Unterstützung von Verstehensprozessen im Mathematikunterricht anhand von Videodaten empirisch erforschen? Es werden verschiedene Beispiele für Studien in diesem Bereich vorgestellt und Herausforderungen an diesbezügliche Forschungsvorhaben diskutiert.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Leiss, Dominik, Reiss, Kristina, Schukajlow, Stanislaw, und Zöttl, Luzia: Empirische Leistungsuntersuchungen im Kompetenzbereich Modellieren

Die Entwicklung und Evaluation von Interventionsmaßnahmen und Herangehensweisen, die den Erwerb von Modellierungskompetenz begünstigen sollen, stellen wichtige Themen in der Modellierungsforschung dar. In der Sektion werden entsprechende Untersuchungen zum Modellieren vorgestellt. Außerdem wird auf die systematische Erfassung von Schülerleistungen in diesem Kompetenzbereich eingegangen, was eine wesentliche Grundlage für die Beurteilung solcher Ansätze darstellt.

Vorträge im Rahmen dieser moderieren Sektion:

Matthias Ludwig: Raumgeometrie Lernen: Die Bedeutung realer und mentaler Modelle von Körpern und deren Konstruktion

Die Raumgeometrie hat durch den Einsatz immer besser werdenden (computer-)technischen Möglichkeiten die Chance wieder stärker im Klassenzimmer wahrgenommen zu werden. In dieser Sektion werden dazu neuere (empirische) Forschungsansätze aus der Raumgeometrie vorgestellt. Es wird vor allem Wert darauf gelegt, dass man sich konkret mit den drei Repräsentationsformen (Bild, Modell, interaktive 3D Computerdarstellung) auseinandersetzt. Dabei ist zunächst gar nicht klar, welche der drei Repräsentationsformen bei welchen Aktivitäten zu bevorzugen sind.

Vorträge im Rahmen dieser moderieren Sektion:

Laura Martignon: Mathematik und Gender


Diese Sektion wird schwerpunktmäßig didaktischen Fragen gewidmet sein: Welche Erkenntnisse aus der empirischen Forschung zu Mathematik und Gender können einen geschlechter-sensitiven Unterricht unterstützen?
Die Vorträge werden den Tatbestand berücksichtigen, dass Geschlechterunterschiede im Mathematikverständnis in verschiedenen Zusammenhängen, innerhalb und außerhalb des wissenschaftlichen Diskurses, konstatiert worden sind und werden. Diese Unterschiede verlangen nach guten Rezepten für die Entwicklung einer neuen Sensibilität im Umgang mit beiden Geschlechtern im mathematischen Unterricht und eine dem entsprechende Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Michael Meyer: Begriffsbildung im Mathematikunterricht

Das gemeinsame Interesse der Vortragenden in dieser Sektion bilden Begriffsbildungsprozesse von Lernenden. Mittels zum Teil vergleichbarer und zum Teil divergierender theoretischer Hintergründe und Perspektiven versuchen die Beteiligten, Begriffsbildungsprozesse von Schülern und Schülerinnen im Mathematikunterricht zu analysieren. Die vorgestellten Beiträge verstehen sich als „work in process“. In den Vorträgen werden also keine fertigen Produkte vorgestellt, sondern vielmehr Ansätze, welche noch auszuschärfen sind.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Elisabeth Rathgeb-Schnierer: Heterogenität als Herausforderung und Chance für das Mathematiklernen in der Primarstufe


Referentin: Elisabeth Rathgeb-Schnierer

Alle Schulklassen im Primarbereich – unabhängig davon, ob sie altersgleich oder altersgemischt zusammengesetzt sind – zeichnen sich durch Heterogenität der Lernenden aus. Diese bezieht sich sowohl auf individuelle Lern- und Leistungsdispositionen als auch auf personale und soziale Voraussetzungen. Ein adäquater Umgang mit der Heterogenität stellt für das Mathematiklernen in der Primarstufe eine große Herausforderung und eine ebensogroße Chance dar. Im Rahmen der Sektionsvorträge wird die Thematik aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.


Christoph Selter: KIRA - ein Projekt zur Weiterentwicklung der Grundschullehrerausbildung

Damit Lehrerinnen und Lehrer Kinder im Mathematikunterricht individuell fördern können, müssen sie verstehen, wie Kinder mathematisch denken. Das durch die Deutsche Telekom Stiftung unterstützte Projekt KIRA (www.kira.uni-dortmund.de) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Studierende darin auszubilden. An der TU Dortmund entwickelt und evaluiert KIRA am Beispiel der Grundschule Materialien, die zur Information, zur Illustration und zur Exploration im Rahmen von Vorlesungen, Übungen und Seminaren eingesetzt werden. Geplant ist, diese Materialien mittelfristig auch anderen Lehrerbildungsinstitutionen zur Verfügung zu stellen.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Hans-Stefan Siller: Die Vielfältigkeit der Mathematik- und/oder der Informatik-Didaktik

In dieser Sektion sollen die fachdidaktischen Konzepte beider Fächer diskutiert und bewertet werden. Dabei kann der Akzent auf einem der beiden Fächer liegen. Ebenso sind Vergleiche über Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede in den Didaktiken der Disziplinen erwünscht. 

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:


Martin Winter: Förderung mathematisch-naturwissenschaftlicher Bildung in Kindergärten: Eine Initiative "von unten"

In der Stadt Lohne (Ol.) ist es "LIFE e.V.", einer Elterninitiative, gelungen, erhebliche finanzielle Mittel aus dem Haushalt der Stadt zur Förderung von Projekten mit mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkten zu bekommen. Die Maßnahmen der Initiative, insbesondere die geförderten Projekte, werden durch die Hochschule Vechta wissenschaftlich begleitet.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:


Marcus Schütte und Michael Meyer: Theorieentwicklung in der Interpretativen Unterrichtsforschung

Ein Ziel Interpretativer Forschung ist es, die Realität des Mathematikunterrichts zu verstehen, um Veränderungspotential aufzeigen zu können. Durch die Bildung empirisch gehaltvoller Theorien entstehen vielfältige, sich teilweise ergänzende oder auch konkurrierende Erklärungsansätze zu Aspekten des alltäglichen Unterrichtshandelns. Die Vortragenden stellen unterschiedliche Theoriekonzepte vor und zeigen mit Hilfe ihres methodischen Zugriffs auf reale Interaktionsprozesse im Unterricht bzw. auf Schulbücher ein breites Forschungsspektrum auf.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion: 

Stefanie Schuler und Gerald Wittmann: Untersuchungen zur frühen mathematischen Bildung

Die Frage, wie mathematische Bildung im Kindergarten gestaltet werden kann und soll, ist nicht einfach zu beantworten. In den Vorträgen dieser Sektion werden Untersuchungen vorgestellt, die einzelne Aspekte des Mathematiklernens im Vorschulalter genauer unter die Lupe nehmen. Das Spektrum der Forschungsfragen umfasst dabei die Messung von Kompetenzen im Kindergarten und am Schulanfang, die Entwicklung und Evaluation von Materialen und Lernumgebungen, sowie die Analyse mathematischer Spiel- und Lernprozesse im Kindergarten. Die zugrunde liegenden Forschungsparadigmen sind sowohl qualitativ als auch quantitativ.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Elke Soebbeke: Analyse und Reflexion mathematischer Kommunikationsprozesse im Unterricht - Besonderheiten mathematischer Deutungen

In der Sektion werden in drei Vorträgen epistemologische Besonderheiten der Deutung mathematischer Zeichen in unterschiedlichen Kontexten des Mathematikunterrichtes in der Grundschule thematisiert. Insbesondere werden die interaktiven mathematischen Wissenskonstruktionen in einem Spannungsfeld zwischen „empirisch-situierten“ und „relational-abstrakten Deutungen“ (Steinbring 2005) analysiert.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion:

Elke Soebbeke: Analyse und Reflexion mathematischer Kommunikationsprozesse im Unterricht - Besonderheiten mathematischer Reflexion

In der Sektion wird in drei Vorträgen der Begriff der mathematikbezogenen Reflexion in unterschiedlichen Kontexten des Mathematik-lernens in der Grundschule thematisiert. Zum einen wird in einem Vortrag der Begriff der mathematischen Reflexion von Grundschulkindern präzisiert und anhand eines Schülerdiskurses analysiert. Zum anderen werden die kommunikativen Beiträge von Lehrkräften in der kollegialen Reflexion des eigenen Mathematikunterrichtes interpretativ analysiert und systematisiert.

Vorträge im Rahmen dieser moderierten Sektion: