16.11.2016 –

UGO-Preis für exzellente Forschung an Physiker

  • Erste Amtshandlung: Honorarprofessor Dr. Werner Brinker überreicht UGO-Preisträger Dr. Svend-Age Biehs die Urkunde. Michael Wefers (l.)

Svend-Age Biehs beschäftigt sich mit Wärmestrahlung im Nanobereich

Der Physiker und Privatdozent Dr. Svend-Age Biehs hat heute aus Händen des neuen Vorsitzenden der Universitätsgesellschaft Oldenburg, Honorarprofessor Dr. Werner Brinker, den mit 5.000 Euro dotierten Preis für exzellente Forschung im Rahmen einer Feiserstunde entgegen genommen. Der 39-jährige wurde für seine Arbeiten auf dem Gebiet des Strahlungswärmetransports im Nanobereich ausgezeichnet. Brinker sagte bei der Vergabe, Biehs sei ein Beispiel dafür, auf welch hohem Niveau an der Universität geforscht werde.

Biehs studierte und promovierte am Institut für Physik der Universität Oldenburg. Für seine Dissertation erhielt er 2008 den Weser-Ems-Wissenschaftspreis der OLB-Stiftung. Ein Stipendium der Deutschen Akademie der Wissenschaften führte ihn 2009 an das renommierte Institut d'Optique in Paris, wo er sich im Rahmen eines zweijährigen Forschungsaufenthaltes weiter mit dem Strahlungswärmetransport beschäftigte, der ihn schon als Student fasziniert hatte. Nach seiner Rückkehr nach Oldenburg habilitierte er sich.

Wärmestrahlung ist ein alltägliches Phänomen, das bereits seit über hundert Jahren gut verstanden wird. Betrachtet man allerdings Wärmestrahlung zwischen Objekten, die so nah beieinander liegen, dass nur wenige Atome dazwischen passen, ändern sich die Gesetzmäßigkeiten sehr stark. Um das zu erfassen, wurde in Oldenburg ein Nahfeldrasterwärmemikroskop entwickelt, das weltweit einzigartig ist und ermöglicht, dieses Phänomen experimentell zu erfassen. 

In den letzten Jahren erforschte Biehs in enger Zusammenarbeit mit seinem Pariser Kollegen Dr. Philippe Ben-Abdallah theoretische Konzepte für Dioden, Transistoren und Speicher, die allerdings nicht wie in einem Computerchip mit elektrischen Strömen, sondern mit Wärmeströmen arbeiten. Im Prinzip könne man damit Wärme nutzen, um Rechenoperationen wie in einem Computer auszuführen, sagte Biehs zu seiner Forschung. Der potentielle Nutzen liege aber eher darin, mithilfe dieser Elemente neue Möglichkeiten zu haben, Wärme im Nanobereich gezielt abzuführen.


 

Mehr zum Thema

Pressemitteilung|Uni-Info 1/2012|Forschungsmagazin:
XXXX (verlinken!)

Kontakt

Prof. Dr. XXXX XXX
Institut für
Tel: 0441-798/XXXX
XXX.XXX@uni-oldenburg.de (Space/Enter hinter .de erzeugt Link!)