25.10.2012 – Forschung

Ringvorlesung: Hölderlin

„,Eine schönere Geselligkeit, als nur die ehernbürgerliche.’ Hölderlins Aussicht auf die Politik in seiner Zeit“ – mit dem Vortrag von Prof. Dr. Michael Franz, Privatdozent am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen und Vizepräsident der Hölderlin-Gesellschaft, startet die öffentliche Ringvorlesung „Hölderlin“ an der Universität.

Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Sabine Doering und der Philosoph Prof. Dr. Johann Kreuzer konzipierten die Ringvorlesung und luden sieben renommierte Hölderlin-ForscherInnen aus Deutschland, Italien und der Schweiz an die Universität ein. Die WissenschaftlerInnen geben einen repräsentativen Einblick in die aktuelle Forschung zu dem Dichter Friedrich Hölderlin (1770 – 1843). Der thematische Bogen reicht von der Frage nach Hölderlins politischen Ansichten über detaillierte Textinterpretationen hin zu Hölderlins kühnen poetologischen und geschichtsphilosophischen Entwürfen, mit denen er weit über seine Zeit hinaus wirkte. Am Ende der Ringvorlesung im Januar 2013 steht ein Vortrag zur Hölderlin-Rezeption im frühen 20. Jahrhundert und zu seiner Remythisierung im George-Kreis.

Die Vortragsreihe richtet sich an ein breites Publikum. Es besteht die Möglichkeit, hochaktuelle Forschungsfragen im Schnittpunkt von Literaturwissenschaft, Philosophie, Geschichte und Kulturwissenschaft kennenzulernen und mit den internationalen Hölderlin-Kennern ins Gespräch zu kommen.

Mit der Ringvorlesung zu Friedrich Hölderin vertiefen Doering und Kreuzer ihre wissenschaftliche Kooperation, die seit 2010 institutionell verankert ist: Doering wurde 2010 zur Präsidentin der internationalen Hölderlin-Gesellschaft gewählt, die ihren Sitz in Tübingen hat und der über 1.200 Mitglieder angehören. Kreuzer gehört ebenfalls seit 2010 dem Vorstand der Hölderlin-Gesellschaft an. Beide haben zahlreiche Arbeiten zu Hölderlin veröffentlicht.

Termine der Ringvorlesung „Hölderlin“, jeweils dienstags, 10.00 Uhr, Bibliothekssaal Universität Oldenburg:

30. Oktober: „Eine schönere Geselligkeit, als nur die ehernbürgerliche.’ Hölderlins Aussicht auf die Politik in seiner Zeit“, Prof. Dr. Michael Franz, Philosophischen Seminar der Universität Tübingen und Vizepräsident der Hölderlin-Gesellschaft.

6. November: „Hölderlins Antigone: Dichtung und Deutung ,heiligen Wahnsinns’“, Prof. Bernhard Böschenstein (Genf)

20. November: „Die 9. Strophe von ,Brod und Wein’“, Prof. Dr. Wolfram Groddeck (Zürich)

4. Dezember: „Geschichtliche ,Umkehr’ in Hölderlins Trauerspiel-Projekt“, Prof. Dr. Anke Bennholdt-Thomsen (Berlin)

18. Dezember: „Die terra incognita des Romans. Hölderlins ,Hyperion’ im Rahmen der Kulturdebatte des 18. Jahrhunderts“, Prof. Dr. Luigi Reitani (Udine)

8. Januar: „,Mein Zeus berichtete mirs nicht’. Subjektivität und Moderne in Hölderlins Werk“, Prof. Dr. Gerhad Kurz (Gießen)

22. Januar: „,Rufer des neuen Gottes’“, Zur Remythisierung Hölderlins im George-Kreis“, Prof. Dr. Christoph Jamme (Lüneburg)


 

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