21.01.2016 –

„Practices and Learning“: Philosoph Schatzki spricht in Oldenburg über Lernkonzeptionen

Lernen und Wissen stehen im Mittelpunkt eines öffentlichen Vortrags von Prof. Dr. Theodore Schatzki am Dienstag, 26. Januar, 18.00 Uhr, im Bibliothekssaal der Universität Oldenburg (Campus Haarentor, Uhlhornsweg 49-55). Der US-amerikanische Philosoph spricht über eine Lernkonzeption, in der Lernen als Erwerb sowohl eines praktischen (Wissen-Wie) als auch eines propositionalen Wissens (Wissen-Dass) verstanden wird.

Diese Konzeption rückt die Teilnahme an sozialen Praktiken in den Mittelpunkt. Sie lässt damit auch Training als eine Form des Lernens erkennbar werden. In seinem englischsprachigen Vortrag „Practices and Learning“ will Schatzki zudem verdeutlichen, wie zentral die Inhalte und Prozesse des Wissenserwerbs für die Organisation des gesellschaftlichen Lebens sind.

Schatzki ist Professor für Philosophie am College of Arts and Sciences an der University of Kentucky (USA). Er studierte angewandte Mathematik und Philosophie in Harvard, Oxford und Berkeley und war Fellow und Gastprofessor an internationalen Forschungseinrichtungen. Mit seinen zahlreichen, an die Philosophien Martin Heideggers und Ludwig Wittgensteins anschließenden Publikationen ist Schatzki weltweit einer der führenden und meistzitierten Ideengeber für die sogenannte praxistheoretische Wende in den Geistes-, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften.

Schatzkis Vortrag beschließt die Vorlesungsreihe „Prozesse der Anerkennung“ des Graduiertenkollegs „Selbst-Bildungen. Praktiken der Subjektivierung in historischer und interdisziplinärer Perspektive“ des laufenden Wintersemesters. Die Reihe wird im Sommersemester 2016 mit der Frage nach dem Verhältnis von Autonomieversprechen und Kollektivität fortgesetzt.