26.06.2015 – Forschung

Opernbühnen in Wien um 1780: Ein öffentliches Symposium

Im Fokus der internationalen Wissenschaftler:  Oper „Le nozze di Figaro“ von Mozart und da Ponte

Wie war der Musikbetrieb Wiens um 1780 beschaffen, wer waren die Akteure auf und hinter den Opernbühnen – und welche ganz eigenen Gesetzmäßigkeiten der Zeit spielten eine Rolle? Internationale Wissenschaftler kommen vom 3. bis zum 5. Juli in einem öffentlichen Symposium zusammen, um das musikkulturelle Handeln im Wien der 1780er Jahre zu beleuchten. Im Zentrum der Diskussionen steht die Oper „Le nozze di Figaro“ von Wolfgang Amadeus Mozart (Musik) und Lorenzo da Ponte (Text), die zurzeit in einer Produktion des Oldenburgischen Staatstheaters zu sehen ist.

„,La cosa è scabrosa‘ (Die Sache ist heikel). Musikkulturelles Handeln auf den Opernbühnen in Wien um 1780", so der volle Titel der öffentlichen Veranstaltung, die das Institut für Musik der Universität Oldenburg (Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Melanie Unseld und Dr. des. Carola Bebermeier) in Zusammenarbeit mit dem Oldenburgischen Staatstheater organisiert.

„Scabrosa“ – „heikel“ ist die Frage, wie aus der historischen Distanz eine Annäherung an Mozarts Oper „Le nozze di Figaro“ gelingen kann. Denn die Komik der Oper richtet sich an das Theaterpublikum der 1780er Jahre in Wien – das mit den Konventionen der Gattung vertraut war, die Akteure kannte und die in Libretto und Musik verborgenen Anspielungen verstand.
Die Wissenschaftler wollen während des Symposiums solche nicht mehr bekannten Bedeutungen freilegen – und dabei musikkulturwissenschaftlich umfassend auf das Werk blicken:  Von der spezifischen Gattung der komischen Oper (Opera buffa), über die Sängerinnen und Sänger als zentrale Akteurinnen und Akteure bis hin zu neuen Fragen an „Le nozze di Figaro“. 

Zeit und Ort: 3. bis 5. Juli 2015, Oldenburgisches Staatstheater, Theaterwall 28, 26122 Oldenburg.
Informationen und Anmeldung: carola.bebermeier(at)uni-oldenburg.de