12.04.2016 –

Niedersächsischer Archivtag in der Unibibliothek

Welche Zeugnisse der heutigen Zeit sind in welchem Archiv richtig aufgehoben? Und wie entscheiden Archivare, was sie dauerhaft aufbewahren und was sie zur Vernichtung freigeben? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des 2. Niedersächsischen Archivtags, der am 18. und 19. April in der Universitätsbibliothek stattfindet.

In Zusammenarbeit mit dem Verband der niedersächsischen Archivarinnen und Archivare e.V. (VNA) und weiteren ortsansässigen Archiven fungiert das Oldenburger Universitätsarchiv als Mitveranstalter der Tagung.

Auf dem Programm steht auch ein öffentlicher Vortrag: Prof. Dr. Gerd Steinwascher, Leiter des Standorts Oldenburg des Niedersächsischen Landesarchivs, referiert am Montag, 18. April, zur „Geschichte Oldenburgs in ausgewählten Dokumenten vom Mittelalter bis zur Neuzeit“. Beginn ist um 19.00 Uhr im Empfangssaal der St. Lamberti-Kirche (Markt 17).

Während der übrigen Tagung werden sich die Experten vor allem zur „Überlieferungsbildung“ informieren und austauschen, einer Kernaufgabe der Archivare. Dabei geht es zum einen darum, Strukturen zu entwickeln und festzulegen, nach denen die verschiedenen Archivsparten – etwa Staats- oder kommunales Archiv, kirchliches, verbandseigenes oder privat getragenes Archiv – das für sie jeweils maßgebliche Archivgut übernehmen. Untrennbar damit verbunden ist die Bewertung von Schriftgut, also die Frage danach, welches Archivgut dauerhaft aufzubewahren ist. Der Archivtag in Oldenburg soll sowohl den aktuellen Forschungsstand dazu widerspiegeln als auch die fachliche Diskussion bereichern.

Zur Eröffnung des Archivtags sprechen Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper, Oldenburgs Bürgermeisterin Germaid Eilers-Dörfler, die Präsidentin des Niedersächsischen Landesarchivs Dr. Christine van den Heuvel und der VNA-Vorsitzende Dr. Henning Steinführer. Der VNA ist 2014 aus der Arbeitsgemeinschaft der niedersächsischen Kommunalarchivare hervorgegangen. Sein Ziel ist es, das vielfältige Archivwesen in Niedersachsen und Bremen als wesentlichen Bestandteil des kulturellen Erbes zu erhalten und zu fördern.

Das Bibliotheks- und Informationssystem (BIS) unterhält im Auftrag der Universität Oldenburg das Universitätsarchiv. Dessen zentrale Aufgabe besteht darin, die Geschichte der Universität und ihrer Vorgängereinrichtung, der Pädagogischen Hochschule, zu dokumentieren. Dazu dienen vielfältige Dokumente aus der Univerwaltung, der akademischen und studentischen Selbstverwaltung, den zentralen Einrichtungen sowie den Fakultäten und angegliederten wissenschaftlichen Einrichtungen. Diese amtlichen Bestände ergänzen Unterlagen von Personen, Vereinen und Vereinigungen aus dem Umfeld der Universität sowie Fotos, Plakate oder Flugblätter mit Bezug zur Universitätsgeschichte.


 

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