19.12.2013 – Studium

Nachhaltigkeit:
Die großen Themen liegen in der Region

  • Meeresforschung der Universität: Hier ein Flachbodenschiff im Watt.

  • Die Studierenden der Universität verzichten überdurchschnittlich häufig auf das Auto - dementsprechend viel frequentiert ist die Fahrradwerkstatt auf dem Campus Haarentor.

Wie muss der Hochschulbetrieb beschaffen sein, um die künftigen gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern? Das ist die Leitfrage des ersten Nachhaltigkeitsberichts der Universität, der Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit verzeichnet – und Diskussionspunkte benennt.  

Realisiert haben den Bericht Studierende unter der Leitung des Ökonomen und Vizepräsidenten für wissenschaftlichen Nachwuchs und Qualitätsmanagement, Prof. Dr. Bernd Siebenhüner. Der Bericht orientiert sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) und gibt Auskunft über die Aktivitäten in Forschung und Lehre, die Gestaltung von Arbeitsplätzen, die ökonomische Leistungsfähigkeit, den Umgang mit Ressourcen sowie mit Mobilität.

Die Studierenden haben mit zahlreichen WissenschaftlerInnen genauso wie mit MitarbeiterInnen aus dem Dienstleistungs- und Verwaltungsbereich gesprochen – und herausgearbeitet, was ein zukunftsfähiger und leistungsstarker Hochschulbetrieb zur Lösung dringlicher gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen kann.

„Mit Blick auf die Nachhaltigkeit ist die Universität Oldenburg gut aufgestellt“, resümiert Universitätspräsidentin Prof. Dr. Babette Simon. Im Vergleich zu vielen anderen Universitäten in Deutschland verfüge sie über ein breites und komplementär angelegtes Lehrprofil der Masterstudiengänge im Nachhaltigkeitsbereich. Herzstück der Nachhaltigkeitslehre, so zeigt der Bericht, ist der Mastercluster „Umwelt und Nachhaltigkeit“, den das universitätsweite Zentrum für Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung COAST koordiniert – eines der disziplinübergreifenden Zentren der Nachhaltigkeitsforschung an der Universität, zu denen auch das Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) gehört, das Zentrum für Windenergieforschung der Universitäten Oldenburg, Hannover und Bremen (ForWind), das Centre for Environmental Modelling (CEM), das Oldenburg Center for Sustainability Economics and Management (CENTOS) sowie das Zentrum für nachhaltige Raumentwicklung in Oldenburg (ZENARiO).

Nachhaltigkeitsthemen – auch das arbeitet der Bericht heraus – spielen an der Universität bereits seit ihrer Gründung vor 40 Jahren eine wichtige Rolle. Die früh begonnene Forschung zu erneuerbaren Energiequellen ist nur ein Beispiel dafür. Auch heute liegen die zentralen Themen der Nachhaltigkeitsforschung in der Region: in der Meeres- und Küstenforschung, den erneuerbaren Energien und der Nachhaltigkeitsökonomie vor allem mit regionalem Bezug.

Ausgehend von diesen Themen sind neue Initiativen entstanden, zum Beispiel in der Umweltmodellierung oder der ökonomischen und gesellschaftlichen Analyse nachhaltiger Wandlungsprozesse. Darunter sind auch studentische Initiativen wie etwa die „NachDenkstatt“, die Nachhaltigkeitsthemen von der Wissenschaft in die Praxis überführen möchte, sowie das „Student Network for Ethics in Economics and Practice (sneep)“.

Die Bestandsaufnahme des Nachhaltigkeitsberichts hat auch ergeben: Die Studierenden verzichten überdurchschnittlich häufig auf das Auto, um die Universität zu erreichen – ein hoher Anteil nutzt dafür das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr. „Bei allen positiven Ergebnissen unseres Nachhaltigkeitsberichts gibt es aber auch Punkte, in denen wir uns weiter verbessern möchten“, betont Siebenhüner. Diskussionspunkte seien die Entwicklung von Nachhaltigkeitszielen etwa zur Reduktion des Energieverbrauchs oder der Treibhausgase auf dem Campus und die Einführung eines Energiemanagementsystems.


 

Mehr zum Thema

Zum Nachhaltigkeitsbericht 

Kontakt

Prof. Dr. Bernd Siebenhüner
Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Qualitätsmanagement
Tel: 0441-798/5459
bernd.siebenhuener(at)uni-oldenburg.de