19.01.2018 – Kultur

Ehrungen und Ovationen zum Neujahrsempfang

  • Von links nach rechts: Martin Holthaus, Christian Firmbach, Helmut Hillebrand, Hans Michael Piper, Dagmar Freist, Werner Brinker, Jürgen Krogmann und Hans-Joachim Wätjen beim Neujahrsempfang.

  • Mit klassischen Neujahrskonzertstücken, italienischen Arien, spanischen Gesängen und populären neapolitanischen Canzonen stimmte der Erste Kapellmeister Vito Cristofaro die Gäste auf das neue Jahr ein.

  • Es sangen die Ensemblemitglieder Martyna Cymerman, Jason Kim und Kihun Yoon.

  • Auf dem rund einstündigen Programm standen Stücke von Verdi, Rossini und Mascagni sowie Lehár, Lanner und Resnicek.

  • Rund 550 Gäste waren der Einladung von Universität und UGO gefolgt.

  • Freuten sich über einen schönen Abend: Martin Holthaus, Hans-Joachim Wätjen, Dagmar Freist, Hans Michael Piper und Helmut Hillebrand.

  • Der "Plausch danach" im Foyer des Staatstheaters. Fotos: Markus Hibbeler/Universität Oldenburg

Vier Ehrungen, klassische Konzertstücke und stehende Ovationen: Rund 550 Gäste erlebten am Donnerstag einen stimmungsvollen Abend beim Neujahrsempfang von Universität und Universitätsgesellschaft (UGO) im Oldenburgischen Staatstheater.

Verdi, Rossini, Mascagni, Lehár, Lanner und Resnicek: Für die Universität und ihre Freunde bot das Staatstheater am Donnerstagabend ein abwechslungsreiches Gala-Konzert – und einen würdigen Rahmen, um vier Persönlichkeiten für ihre besonderen Verdienste zu ehren. Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hans Michael Piper zeichnete die Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist, den Meeresbiologen Prof. Dr. Helmut Hillebrand, den kürzlich aus dem Amt geschiedenen Vizepräsidenten Prof. Dr. Martin Holthaus und den langjährigen Leitenden Bibliotheksdirektor Hans-Joachim Wätjen mit der Plakette des Präsidenten aus. „Eine Universität ist nur so gut, wie die Menschen, die sich für sie engagieren. Es ist mir eine außerordentliche Freude, heute vier Persönlichkeiten zu ehren, die sich hier ohne jeden Zweifel besonders hervorgetan haben“, betonte Piper.

Die Historikerin Prof. Dr. Dagmar Freist wurde für ihre besonderen Verdienste um den Forschungsstandort Oldenburg ausgezeichnet: Ihr Forschungsprojekt „Prize Papers“ ist in das Programm der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und damit in das größte geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungsprogramm Deutschlands aufgenommen worden. Dies ermögliche es, so Piper, den einzigartigen Bestand von mehr als drei Millionen Dokumenten aus Schiffskaperungen des 17. bis 19. Jahrhunderts systematisch zu erfassen, wissenschaftlich zu analysieren und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Freist und ihr Team waren 2012 in den Britischen Nationalarchiven auf die in Vergessenheit geratenen Bestände gestoßen. 

Prof. Dr. Helmut Hillebrand, einer der international meist zitierten Biodiversitätsexperten, erhielt die Auszeichnung ebenfalls für sein herausragendes Engagement in der Forschung: Im Jahr 2017 konnte auf dem Oldenburger Campus das Helmholtz-Institut für Funktionelle Marine Biodiversität (HIFMB) eröffnet werden. Hillebrand war Inspirator und treibende Kraft bei der Konzeption und erfolgreichen Antragstellung dieses in Europa einzigartigen Instituts, das die Universität gemeinsam mit dem Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut ins Leben gerufen hat. Damit habe er sich, so Piper, in besonderer Weise um die Universität verdient gemacht. Als Gründungsdirektor werde Hillebrand das Institut, das die Bedeutung der Biodiversität für marine Ökosysteme und deren Reaktion auf menschliche und klimabedingte Veränderungen untersuchen wird, in den kommenden Jahren aufbauen. 

Die dritte Ehrung des Abends erhielt der Physiker Prof. Dr. Martin Holthaus, der in den vergangenen zwei Jahren als Vizepräsident für Forschung und Transfer die Universität nach innen und außen mit geprägt hat. Über die üblichen Amtspflichten eines Vizepräsidenten hinaus hat er sich besonders in der Beratung und Vorbereitung großer Verbundforschungsvorhaben sowie in der Förderung junger wissenschaftlicher Talente engagiert, heißt es in der Würdigung. Zudem habe er einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Antrags der Universität und der Jade Hochschule im Rahmen des Wettbewerbs „Innovative Hochschule“ des Bundesforschungsministeriums, betonte Piper.

Hans-Joachim Wätjen, der in wenigen Wochen nach fast vier Jahrzehnten an der Universität in den Ruhestand gehen wird, erhielt die Auszeichnung für sein außerordentliches Engagement in der Universitätsbibliothek. Seit 1983 wirkte er in der Bibliotheksleitung mit, zunächst als ständiger Vertreter des damaligen Leiters, dann als Bibliotheksdirektor und ab dem Jahr 2000 als Leitender Bibliotheksdirektor. Durch seinen unermüdlichen Einsatz für eine stets auf dem modernsten Stand der Wissenschaft befindlichen Universitätsbibliothek genieße Hans-Joachim Wätjen sowohl innerhalb der Universität als auch in Fachkreisen höchstes Ansehen, heißt es in der Würdigung.

Kultureller Höhepunkt des Abends waren die klassischen Neujahrskonzertstücke, italienischen Arien, spanischen Gesänge und neapolitanischen Canzonen – vorgetragen vom Oldenburgischen Staatsorchester mit Solistinnen und Solisten des Opernensembles. Die Gäste quittierten das Konzert am Ende mit stehenden Ovationen. Zuvor wurden sie von Oberbürgermeister Jürgen Krogmann, Universitätspräsident Piper sowie dem UGO-Vorsitzenden Hon.-Prof. Dr. Werner Brinker begrüßt und vom Generalintendanten Christian Firmbach auf den Abend eingestimmt. An die Aufführung schloss sich der traditionelle „Plausch danach“ an.

Mit dem Kauf ihrer Eintrittskarte unterstützen die Gäste des Neujahrsempfangs erneut das Programm „Deutschlandstipendium“, mit dem besonders begabte und engagierte Studierende gefördert werden.