19.02.2016 – Campus-Leben

„Studierende forschen mit viel Engagement“

An der Universität Oldenburg finden in diesem Jahr zwei Konferenzen statt, die das Thema Forschen im Studium fokussieren. Im Interview: Mit-Initiatorin Susanne Haberstroh, Referentin für forschungsbasiertes Lernen.

FRAGE: Was ist forschen@studium?

HABERSTROH: Unter diesem Namen fassen wir zwei Veranstaltungen zusammen: Eine bundesweite Konferenz für studentische Forschung am 8. und 9. Juni, und eine internationale Konferenz für forschungsnahes Lehren und Lernen am 9. und 10. Juni. Bei beiden Veranstaltungen steht das Thema Forschen im Studium im Mittelpunkt. Die erste Konferenz richtet sich vor allem an Studierende, die zweite ist eine Fachkonferenz für Wissenschaftler, die sich mit forschendem Lernen beschäftigen.

FRAGE: Warum widmet sich dem Thema eine eigene Konferenz?

HABERSTROH: Viele Studierende forschen vom ersten Semester an. Leider verschwinden die Ergebnisse nach der Benotung oft in der Schublade. In der studentischen Forschung steckt aber sehr viel Engagement und es kommen tolle Ergebnisse heraus – das wollen wir sichtbar machen. Ich bin überzeugt, dass Studierende sehr davon profitieren können, ihre Arbeiten anderen Studierenden und Lehrenden des gleichen Fachs und auch aus anderen Bereichen zu präsentieren.

FRAGE: Wie können Studierende mitmachen?

HABERSTROH: Das ist einfach. Sie brauchen nur eine kurze Zusammenfassung einzureichen, die ihre Forschung vorstellt, das ist noch bis zum 6. März möglich. Dann können sie sich entscheiden, ob sie ihre Forschung als 20-minütigen Vortrag, als zehnminütigen Kurzvortrag oder als Posterpräsentation vorstellen möchten. Natürlich können sich Studierende auch einfach als Zuhörer anmelden.

FRAGE: Geht es dabei um abgeschlossene Forschungsarbeiten?

HABERSTROH: Nicht nur. Studierende können Arbeiten in drei Rubriken einreichen: „Forschung aktuell“, darunter fassen wir fertige Forschungsarbeiten. Die zweite Kategorie ist „Forschung unterwegs“. Hier können Studierende ihre Ideen oder Exposés vorstellen und sich wertvolles Feedback vom Publikum holen. Dann gibt es noch die Rubrik „Forschung gescheitert“. Studierende können hier die Gelegenheit nutzen, Arbeiten vorzustellen, die nicht so geklappt haben, wie sie sich das vorgestellt haben. Es kann ja sehr viele Gründe dafür geben, warum ein Vorhaben nicht wie geplant umgesetzt werden kann. Daraus können die Studierenden selbst und auch das Publikum viel lernen.  

FRAGE: Wie ist bislang die Resonanz?

HABERSTROH: Wir haben bereits interessante Einreichungen aus verschiedenen Fachbereichen aus ganz Deutschland. Unser Ziel ist, allen interessierten Studierenden die Möglichkeit zu geben, ihre Forschung zu präsentieren. Deshalb unterstützen wir die Referenten finanziell: Wir übernehmen einen Teil ihrer Reise- und Hotelkosten wie auch die Teilnahmegebühr. Und sie können auch etwas gewinnen: Eine Jury prämiert die besten Vorträge und Poster.


 

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forschen@studium

Kontakt

Dr. Susanne Haberstroh
Referentin für forschungsbasiertes Lernen
Tel: 0441/798-4073
susanne.haberstroh(at)uni-oldenburg.de