09.10.2014 – Forschung

EXIST-Förderung:
Universität stärkt Gründungsklima

  • Unterschiedliche Gründertypen: Aus einer Kampagne des GIZ.

Das Gründungs- und Innovationszentrum der Universität setzt seine erfolgreiche Arbeit fort: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verlängert die Förderung aus dem EXIST IV-Programm für weitere zwei Jahre. Zentrales Thema der zweiten Projektphase: "Female Entrepreneurship".


Die Universität Oldenburg kann ihr Engagement in der Gründungsförderung weiter ausbauen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) verlängert die Förderung aus dem EXIST IV-Programm für weitere zwei Jahre. Ab Herbst 2014 wird die Universität damit das Gründungsklima auf dem Campus weiter stärken – mit einer professionellen Beratung, dem Fokus auf zukunftsweisende Gründungsthemen in Forschung und Lehre sowie einer umfassenden Transferstrategie.

„Das ist ein wichtiger Erfolg für den weiteren Ausbau unserer Gründerinnen- und Gründeruniversität, die sich für eine Kultur der Kreativität und unternehmerischen Selbständigkeit auf dem Campus einsetzt“, sagte Prof. Dr. Katharina Al-Shamery, Präsidentin der Universität Oldenburg. „In der zweiten Projektphase fokussieren wir uns auf das Thema ‚Female Entrepreneurship‘, um gerade Frauen – mehr als die Hälfte unserer Studierenden – für das Thema zu sensibilisieren. Denn bei ihnen ist die Hemmschwelle für das Gründen besonders hoch.“ Daher werde die Universität mit Dr. Stephanie Birkner ab Oktober eine Juniorprofessur für Female Entrepreneurship besetzen.

Ein weiterer Schwerpunkt werde das Thema ‚Sustainable Entrepreneurship‘ sein. „Nachhaltigkeitsthemen sind stark in Forschung und Lehre an der Universität Oldenburg verankert, und das Interesse an ‚grünen‘ Gründungsprojekten ist groß“, so Al-Shamery.

Vor knapp drei Jahren zeichnete das BMWi die Universität Oldenburg als EXIST-Gründerhochschule aus. Seitdem zählt sie zu den besten Gründerhochschulen Deutschlands. Durch die Auszeichnung  und die damit verbundene Förderung konnte die Universität Oldenburg in den vergangenen Jahren neue Akzente setzen. So hat sie 2012 das Gründungs- und Innovationszentrum (GIZ) eröffnet, das als zentrale Anlaufstelle für Gründungsinteressierte aus den Hochschulen im Nordwesten dient. Im Gegensatz zum Bundestrend, der sinkende Existenzgründungen aufzeigt, verzeichnet das GIZ deutlich mehr Ausgründungen und betreute Gründungsprojekte als erwartet. Bis Oktober 2014 konnte das GIZ fünf Gründerteams zu einer EXIST-Förderung verhelfen.

Neue Formate wie das Eco Venturing, das Gründerpraktikum und der IdeaJam hat die Professur Entrepreneurship initiiert – in enger Zusammenarbeit mit der Oldenburger Wirtschaft. „Exzellente Gründungsförderung in Partnerschaft mit der regionalen Wirtschaft – dies ist das Motto der Gründerinnen- und Gründerhochschule. In den letzten beiden Jahren haben wir gezeigt, wie wertvoll die Oldenburger Unternehmenslandschaft für die Unterstützung unserer Start-ups ist“, betont Prof. Dr. Alexander Nicolai, Lehrstuhl für Entrepreneurship.

In der neuen Projektphase wird es einen Leitungswechsel beim GIZ geben. Dr. Petra Buchholz, die die Gründungskultur der Universität von Beginn an mitgestaltete, widmet sich neuen Aufgaben im Start-up Bereich. Die Leitung übernimmt Miriam Wiediger, erfahrene Gründungsberaterin und seit Ende 2013 im GIZ tätig. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung und sehe diese als große Chance, die Universität Oldenburg als Ort der kreativen Ideengenerierung weiter auszubauen“, so Wiediger.