17.11.2015 –

Depression - die unbekannte Volkskrankheit

Mehr als sechs Millionen Menschen deutschlandweit erkranken jedes Jahr an einer Depression. Obwohl die Krankheit weit verbreitet ist, wissen die meisten Menschen nur wenig darüber – was den Erkrankten das Leben zusätzlich erschwert.

Das möchte das Bündnis gegen Depression Weser-Ems ändern und lädt in Kooperation mit der Karl-Jaspers-Klinik und der Universität Oldenburg am Dienstag, 1. Dezember, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Die Veranstaltung im Bibliothekssaal der Universität (Campus Haarentor, Uhlhornsweg 49-55) beginnt um 16.15 Uhr.

Prof. Dr. Alexandra Philipsen, Direktorin der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, und Wilfried Schumann, Leiter des Psychologischen Beratungsservice (PBS) von Universität und Studentenwerk, werden die wesentlichen Fakten zum Thema Depression präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei die verschiedenen Erscheinungsformen einer Depression sowie die Behandlung mit Medikamenten und Psychotherapie. Auch Themen, mit denen Angehörige und Freunde konfrontiert sind, sollen angesprochen werden.

Das Projekt Bündnis gegen Depression Weser-Ems wurde im Juni diesen Jahres gegründet und von der Karl-Jaspers-Klinik initiiert. Mit rund 30 regionalen Unterstützern wird in den kommenden Jahren gezielt auf Information und Aufklärung über das Krankheitsbild Depression gesetzt. Dazu finden öffentliche Veranstaltung in der Region statt, die über die Erkrankung, ihr Entstehen, Erkennen und Behandeln informieren. Für das Jahr 2016 planen die Organisatoren mit über 40 Veranstaltungen und Aktionen im Raum Weser-Ems. Das Bündnis gegen Depression Weser-Ems ist Teil einer bundesweiten Initiative, dem Deutschen Bündnis Depression e.V., das unter dem Dach der Deutschen Depressionshilfe agiert. Über 70 regionale Bündnisse gegen Depression gibt es derzeit bundesweit.

Depressionen gehören zu den häufigsten und am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt einmal im Leben an einer Depression. Dass die Depression eine der größten Volkskrankheiten ist, wurde von der Weltgesundheitsorganisation bestätigt: was den Grad der Beeinträchtigung und die Dauer der Jahre mit Belastung durch Erkrankung angeht, liegen Depressionen in den entwickelten Ländern an erster Stelle vor anderen psychischen und physischen Erkrankungen. Depressiv Erkrankte werden deutlich häufiger frühberentet als Menschen mit anderen Erkrankungen.