06.02.2015 – Köpfe

Antrittsvorlesung des Plastischen Chirurgen Lars Steinsträßer

Der erste Heisenberg-Professor der Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften der Universität Oldenburg, Prof. Dr. Lars Steinsträßer, hält am Mittwoch, 11. Februar, 18.00 Uhr, seine Antrittsvorlesung im Schlauen Haus (Schlossplatz 16).

Der Hochschullehrer für Plastische Chirurgie sowie Chefarzt der Universitätsklinik für Plastische Chirurgie des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg spricht zum Thema „Von der Regeneration zur Transplantation in der Plastischen Chirurgie“.

Regeneration bedeutet in der Biologie die Fähigkeit, verloren gegangene Körperteile und Körperfunktionen von Grund auf zu ersetzen und diese möglichst im gesunden „Originalzustand“ wiederherzustellen. Besonders in der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie spielt sie eine zentrale Rolle. Steinsträßer geht in seinem Vortrag auf die Möglichkeit ein, eine Selbstheilung zu induzieren und thematisiert die Gewebetransplantation von Haut, Fett, Muskeln bis hin zu Extremitäten und Gesichtstransplantationen nach schweren Unfällen und Tumorerkrankungen. Außerdem stellt er in seinem Vortrag aktuelle Entwicklungen der regenerativen Medizin und Transplantation vor und erklärt, wo die Grenzen der modernen plastischen Chirurgie liegen.

Lars Steinsträßer wurde im Mai vergangenen Jahres an die Universität Oldenburg berufen. Er ist einer von bundesweit zwei Chirurgen, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) als Heisenberg-Professor ausgezeichnet wurden. Nach zahlreichen internationalen Forschungsaufenthalten – unter anderem in den USA an der Harvard Medical School, New York Medical School, in Los Angeles und Stanford – war Steinsträßer Professor an der  Ruhr Universität Bochum und Leitender Arzt der Klinik für Plastische Chirurgie der Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinik Bergmannsheil.

Der Dekan der Fakultät Prof. Dr. Gregor Theilmeier betonte, wie wichtig die Rekrutierung herausragender Wissenschaftler und Kliniker für die Entwicklung der Universitätsmedizin in Oldenburg sei. „Professor Steinsträßer hat bereits jetzt dafür gesorgt, dass sich die internationale und nationale Aufmerksamkeit seines Faches auf Oldenburg richtet.“
 
Steinsträßer ist Präsident der Europäischen Forschungsgesellschaft für Plastische Chirurgie (EPSRC) und erhielt für seine Forschungsarbeiten zahlreiche Preise. Der Plastische Chirurg forscht auf dem Gebiet der Immunologie über das angeborene Immunsystem und betreibt Grundlagenforschung zu bösartigen Tumoren im Bindegewebe sowie zur Wundheilung.