Neurobiologie des Hörens

Forschungsthemen

Im Fokus der Forschung der AG steht die zentrale Verarbeitung auditorischer Reize. Erst durch die Analyse komplexer Strukturen von Lauten können wir Sprache verstehen oder  einzelnen Schallquelle aus lauten Hintergrundgeräuschen heraushören. Wie werden solche komplexen Signale im Gehirn kodiert? Welche neuronalen Mechanismen unterliegen der Verarbeitung? Wie wirken sich pathologische Veränderungen im Netzwerk auf Kodierung und Wahrnehmung aus? Solche Fragen versuchen wir anhand der Maus als Tiermodel zu beantworten. 

Ein Schwerpunkt bildet dabei die Rolle verschiedener Zelltypen im auditorischen Cortex. Der zerebrale Cortex beherbergt unter anderem eine Vielzahl von unterschiedlichen inhibitorischen Neuronen, die unterschiedliche Rollen bei der Verarbeitung von Reizen spielen. Um die Rolle einzelner Gruppen zu untersuchen, verwenden wir neue optogenetische Methoden, die uns erlauben, im sich verhaltenden Tier einzelne Gruppe von Neuronen präzise zu manipulieren, und so ihre Funktion und eventuelle pathologische Veränderung bei der auditorischen Verarbeitung zu verstehen. Parallele elektrophysiologische Messungen ermöglichen eine genaueres Verständnis darüber, wie die Manipulationen sich auf die Kodierung im Gesamtnetzwerk auswirkt.

Methoden

  • Verhaltensversuche mit Mäusen
  • Extrazelluläre Ableitungen am wachen, frei-beweglichen Tier mit Tetroden-Arrays
  • Optogenetische Manipulation verschiedener Zellklassen im wachen, frei-beweglichen Tier
  • Modellierung von Netzwerkaktivität und auditorischer Kodierung

 

 

 

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