Neuroimaging Center

Informationen für Probanden

Um mehr über die Funktion des menschlichen Gehirns zu erfahren sind wir immer wieder auf freiwillige Teilnehmer an unseren Studien angewiesen. Wenn Sie oder jemand aus Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Interesse daran haben, an einer Studie teilzunehmen, möchten wir Sie bitten uns zu kontaktieren. Wir werden Ihnen dann gerne nähere Informationen zu den aktuell laufenden Studien geben.

Wo muss ich hin?

Die Studien finden im NeSSY, Gebäude W30, Küpkersweg 74, auf dem Campus Wechloy statt.

Im Gebäude können Sie entweder in der Eingangshalle warten, bis Sie abgeholt werden, oder Sie können direkt zu dem entsprechenden Raum gehen: W30-0-016 (MRT, im EG dritte Tür rechts) oder W30-0-007 (MEG, im EG letzte Tür rechts).

An wen kann ich mich wenden?

Für den Fall dass Sie sich am Tag der Messung verspäten, oder den Termin absagen müssen, möchten wir Sie bitten uns rechtzeitig zu informieren:

  • MRI: +49 (0)441 798-3131
  • MEG: +49 (0)441 798-3056

 

Für den Fall dass Sie Ihren Termin schon vorher absagen möchten, informieren Sie bitte den entsprechenden Wissenschaftler so früh wie möglich  (⇒ Arbeitsgruppen).

Magnet-Resonanz-Tomographie

MRT steht für Magnetresonanztomographie, auch Kernspintomographie genannt. fMRT steht für funktionelle Magnetresonanztomographie. Diese Techniken erlauben uns, die Struktur (MRT) und die Funktion (fMRT) des Gehirns zu untersuchen. Das Verfahren nicht invasiv, bzw. nicht schädlich für den menschlichen Körper (es gibt keine Nebenwirkungen). Die MR-Signale von Wasser oder anderen natürlich vorkommenden Molekülen werden unter Anwendung von starken Magnetfeldern gemessen, um eine Abbildung von Körperteilen zu erhalten. fMRT kann sehr vielfältig verwendet werden, um Funktionen und Funktionsstörungen in verschiedenen Körperteilen zu untersuchen. Durch Aufnahme einer ganzen Serie von Einzelbildern während Sie eine Aufgabe im MR-Tomographen durchführen, können wir die Aktivierung Ihres Gehirns bei diesen Aufgaben abbilden.

Ausschlusskriterien

Da bei der MRT mit sehr starken Magneten gearbeitet wird, dürfen keine Metallgegenstände in die Nähe des Gerätes kommen. Personen mit magnetisierbaren Implantaten (wie Herzschrittmacher, Cochlea Implantaten, Medikamentenpumpen oder Nägeln und Drähten in den Knochen, Zahnspangen, etc.) können deshalb mit diesem Verfahren nicht untersucht werden. Bei Herzschrittmachern besteht beispielsweise die Gefahr, dass sie während der Untersuchung durch die eingesetzten Frequenzen fehlprogrammiert werden. Metallimplantate, wie Knochennägel können durch die Magnetisierung während des Untersuchungsvorgangs in ihrer Lage verändert oder erwärmt werden. Auch Tätowierungen oder permanente Make-ups können Metallanteile enthalten und deshalb eine Kontraindikation darstellen. Auf die Wimperntusche sollte aus demselben Grund vor dieser Untersuchung verzichtet werden. Plomben stellen kein Problem dar. Ebenso ist die Teilnahme von Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger sind oder schwanger sein könnten, ausgeschlossen, da die Wirkung des Magnetfeldes auf den Embryo nicht ausreichend untersucht ist. Die räumlichen Verhältnisse im MRT lassen es nicht zu, Personen mit starken Rückenbeschwerden oder übermäßigem Übergewicht zu untersuchen. Auch sollten große, schnelle Bewegungen im MRT unterbleiben, um keinen Magnetstrom zu induzieren.

Ablauf der Messung

Vor Eintritt in das starke Magnetfeld werden Sie gefragt, ob Sie irgendwelche Metallteile in oder an Ihrem Körper tragen. Dann werden Sie gebeten, sich auf einem Tisch zu legen, welcher Sie in die zylinderförmige Öffnung des MRT hineinfährt, wo sich die starken Magnetfelder befinden. Zusätzlich wird ein Rahmen (die Magnetspule) um Ihren Kopf gelegt. Während der Messung werden Sie ein Klopfen hören. Um Schäden am Gehör zu vermeiden, werden Sie vor der Messung einen Gehörschutz und schalldämmende Kopfhörer erhalten. Die Untersuchungszeit liegt jeweils bei ca. 60 Minuten. Sie werden gebeten, die im nachfolgenden beschriebenen Aufgaben durchzuführen. Danach erfolgt eine genauere Aufnahme von der Struktur Ihres Gehirns (Dauer ca. 5 min). Sie haben während der Untersuchung jederzeit die Möglichkeit, mit den Untersuchern über eine Wechselsprechanlage in Kontakt zu treten. Zusätzlich bekommen Sie einen Alarmknopf (Druckball) mit in den MRT. Auf Ihren Wunsch hin können Sie jederzeit aus dem MRT hinausgefahren werden. Abgesehen von möglichen Unbequemlichkeiten, die vom langen, stillen Liegen resultieren, sollten Sie keine Beschwerden während der Untersuchung haben. Da es in der Röhre eng ist, sollten Sie uns sagen, wenn Sie unter Platzangst leiden (bei Zweifeln besteht auch die Möglichkeit vorher einmal „Probe zu liegen“). Während der Messungen sollten Sie versuchen, sich möglichst ruhig zu verhalten.

Magnetenzephalographie

Magnetenzephalographie ist eine nicht-invasive, neurophysiologische Methode, die es uns erlaubt magnetische Felder, die durch neuronale Aktivität im Gehirn erzeugt werden, zu messen. Diese magnetischen Felder können das Hirngewebe passieren und mit Sensoren an der Schädeloberfläche gemessen werden. Im Vergleich zum MRT erlaubt uns diese Methode eine höhere zeitliche Auflösung. Im Vergleich zum EEG, welches vor allem die Aktivität mehrerer Areale messen kann, ist die räumliche Auflösung im MEG besser.

Kontraindikationen

Um magnetische Wechselwirkungen – vor allem mit Metallen – zu vermeiden, da diese die Messgenauigkeit beeinträchtigen, sollten Sie während der Messung keine Metalle am Körper tragen. Daher müssen Sie vor dem Betreten des Messraumes den Mitarbeitern, die die Messung durchführen, vollständig Auskunft geben über mögliche Einschränkungen der Untersuchungsfähigkeit (z.B., wenn Implantate vorhanden sind). Sie werden nach möglichen Untersuchungshindernissen gefragt werden. Insbesondere im Messraum müssen Sie den Anweisungen der Mitarbeiter genau folgen.

Folgende Punkte müssen besonders beachtet werden:

  • Es ist nicht erlaubt mit elektronisch gesteuerten Geräten wie Herzschrittmacher, Neurostimulatoren, Insulinpumpen oder Hörhilfen den Messraum zu betreten.
  • Betreten Sie den Messraum erst, wenn sie alle metallhaltigen Objekte abgelegt haben (z.B. Schlüssel, Brille, Gürtel, BH)
  • Metallische Implantate können ebenfalls ferromagnetisch sein. Über alle bekannten oder möglichen Implantate muss der Untersuchungsleiter vor der Untersuchung informiert werden.
  • Vor allem Tattoos (evtl. auch permanentes Make-up) können unter Umständen Pigmente (Farbstoffe) mit metallischen Anteilen enthalten. Sollten Sie Träger eines Tattoos sein, halten Sie bitte Rücksprache mit unseren Mitarbeitern.
  • Auch Kosmetikartikel wie Mascara, Rouge und Haargel können Spuren von Metallen enthalten. Verzichten Sie daher bitte am Tag der Messung auf diese Kosmetikartikel.
  • Falls Sie eine Sehhilfe benötigen, tragen Sie bitte am Tag der Untersuchung Kontaktlinsen und keine Brille

Ablauf der Messung

Bevor wir mit der MEG-Messung beginnen, werden wir mithilfe elektromagnetischer Marker Ihren Kopf messen, um später die genaue Position Ihres Kopfes im MEG bestimmen zu können. Diese Vorgehensweise ist schmerzlos und ungefährlich. Die eigentliche MEG -Messung dauert ca. 60 Minuten und ist in mehrere Blöcke unterteilt. Über den genauen Verlauf des Versuchs informiert Sie der Versuchsleiter. Während der Messung befindet sich Ihr Versuchsleiter in einem Nebenraum. Über eine Gegensprechanlage kann der Versuchsleiter mit Ihnen kommunizieren. Außerdem wird über eine Kamera ein Bild der MEG-Kamera auf einen Monitor im Nebenraum übertragen. Das übertragene Videobild aus dem MEG Raum wird nicht gespeichert.

 

 

 

Technikerin (MRT)

Dr. Tina Weis

Neuroimaging Unit

Fakultät für Medizin und Gesundheitswissenschaften

Carl von Ossietzky Universität

D-26111 Oldenburg

 

Email: tina.weis(at)uni-oldenburg.de

Telefon: +49 (0)441 798-3909