Ambulante Notfallversorgung

Im Rahmen des Projektes "Netzwerk Versorgungsforschung Metropolregion Bremen-Oldenburg" wurden seit April 2014 bereits 28 Krankenhäuser in der Region besucht, um Ideen für Forschungsprojekte zu sammeln und Interviews zur medizinischen Versorgungssituation durchzuführen. Neben allgemeinen Fragen zu Kooperationen mit anderen Akteuren im Gesundheitswesen und (drohenden) Versorgungslücken werden auch fachliche Fragen (z.B. Geriatrie-, Schlaganfall- und Notfallversorgung) behandelt, um die medizinische Versorgung in der Region darzustellen. Von den Gesprächspartnern werden häufig noch ergänzende Themen, die für das Krankenhaus und/oder die Region von großem Interesse sind, genannt wie beispielsweise die Demenz- und Diabetesversorgung.

Erste Ergebnisse der Befragungen zeigen, dass die zunehmenden Fallzahlen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser als herausfordernde Aufgabe genannt werden. Laut Aussagen der Interviewpartner steige der Anteil der Patienten, die ambulant versorgt werden könnten, stetig an und führe daher zu einer Ressourcenknappheit seitens der Krankenhäuser. Eine engere Verzahnung der ambulanten und stationären Versorgung könne zu einer verbesserten Versorgung der Notfälle beitragen.

Derzeit wird die Integration einer KV-Bereitschaftsdienstpraxis in die Zentrale Notaufnahme eines Krankenhauses in der Region wissenschaftlich begleitet. Die Zentrale Notaufnahme stellt Räumlichkeiten für die Ärzte der KV-Bereitschaftsdienstpraxis zur Verfügung. Bei der Anmeldung erhalten alle Patienten eine Ersteinschätzung durch geschulte Pflegekräfte der Zentralen Notaufnahme und werden dann entsprechend ihrer Einstufung zur KV-Bereitschaftsdienstpraxis oder Zentralen Notaufnahme gelotst. 
Das Projekt wird zunächst für sechs Monate begleitet. Einen Konferenzbeitrag (DGINA 2015) mit ersten Ergebnissen einer Patientenbefragung finden Sie hier.