Angewandte Musiktheorie und Komposition

Kontakt

Prof. Violeta Dinescu
Tel: +49 (0) 441 - 798  2027
E-Mail: violeta.dinescu(at)uni-oldenburg.de

Im Zentrum des Studienbereichs "Angewandte Musiktheorie und Komposition" steht das musikalische Werk bzw. seine Entsprechungen. Das Verständnis von Kompositionen, ihre stilistische, kulturelle und historische Einordnung bildet einen Schwerpunkt aller musikwissenschaftlichen Arbeit. Der Studienbereich will jedoch nicht nur einen fundierten analytischen Ansatz anbieten, sondern vermittelt auch die handwerklichen und ästhetischen Voraussetzungen zur Verfertigung eigener Stücke. Die kompositorische Ausbildung bildet die Grundlage zu einem tieferen Verständnis von Musik auf allen Ebenen und vermittelt den Studierenden weitere, über die reine Betrachtung und Analyse hinausgehende Perspektiven, die sowohl einer praktischen wie theoretischen Ausrichtung von Studium und Beruf entgegen kommt. Studierende des Instituts für Musik haben bereits zahlreiche Preise in internationalen Kompositionswettbewerben gewonnen.

Die musiktheoretische und kompositionspraktische Ausbildung orientiert sich an dem aus der europäischen Musiktradition entwickelten künstlerische Konzertschaffen seit dem Mittelalter bis heute. Weitere Schwerpunkte sind die populäre Musik und der Jazz sowie in begrenzterem Umfang musikalische Folklore aus aller Welt.

Musiklehre

Studierenden der ersten Semester werden die Grundlagen des musikalischen Werksverständnisses vermittelt. Insbesondere strukturelle Aspekte der musikalischen Textur wie Melodik, Harmonik, Motivik, Instrumentation, Kontrapunkt u.ä. stehen im Zentrum der Vermittlung, die eine solide Basis für die musikalische Analyse, die historische Einordnung und die Herstellung eigener Kompositionen und Arrangements bilden soll. Sowohl zeitgenössische und historische Kunstmusik, als auch Pop und Jazz werden an der Universität Oldenburg gelehrt. Grundsätzlich sollen alle Stilrichtungen Inhalt des Studiums sein, jedoch können Studierende durch die Wahl der Musiklehre-Kurse bereits in den ersten Semestern einen Schwerpunkt setzen.

Analyse

Aufbauend auf den Inhalten der Musiklehre beschäftigt sich die Analyse mit dem Zusammenwirken der kompositorischen Einzelaspekte. Dabei wird das Werk auch als Teil einer ästhetischen, historischen oder gattungskonstitutiven Entwicklung untersucht. Schwerpunkte bilden hier die  Formgestaltungen sowie die Erarbeitung von Zusammenhängen, Sinn- und Bedeutung auf musikalischer Ebene. Da jede Analyse eine Zielsetzung benötigt, um sich nicht in der Beschreibung musikalischer Ereignisse zu verlieren, spielen Kontexte aus allen Bereichen der Musikwissenschaft eine Rolle. Ziel der Analyseseminare ist daher die Fähigkeit, sich auf mehreren Wegen einer musikalischen Komposition nähern zu können und Erkenntnisse zur Lösung unterschiedlicher Fragestellungen gewinnen zu können.

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