Medizinische Physik

Modellbasierte Hörsysteme: Bund stellt Förderung in Aussicht

Im Rahmen der vom Bundesforschungsministerium ausgeschriebenen Förderinitiative „Innovative Hilfen in der Rehabilitation und für Behinderte“ sind die Würfel gefallen: Der von HörTech als Konsortialführer gestellte Förderantrag „Modellbasierte Hörsysteme: Entwicklung und Evaluation innovativer modellbasierter Techniken für technische Hörhilfen“ gehört nach einem strengen Gutachter-Auswahlverfahren zu den wenigen Projekten, denen eine Förderung in Aussicht gestellt wurde. Zu dem Konsortium gehören die Universitäten Gießen, Köln, Oldenburg und die Medizinische Hochschule Hannover sowie Siemens Audiologische Technik, die Fachhochschule Oldenburg/ Ostfriesland /Wilhelmshaven und das Hörzentrum Oldenburg.

Ziel des Antrags ist eine Adaptation und konsequente Umsetzung von Modellen aus der Grundlagenforschung und aus verschiedenen Anwendungsdomänen in Algorithmen und Anpass-Verfahren innovativer technischer Hörhilfen der Zukunft. Durch die intensive Zusammenarbeit zwischen Modell-Entwicklern, Algorithmus-Entwicklern und klinischen Anwendungs- und Entwicklungs-Teams soll es zu einer substantiellen Verbesserung der Hörgeräte-Systemtechnik kommen. „Die Förderungsabsicht des BMBF ist für uns eine wichtige Bestätigung der Verbundforschungskompetenz von HörTech, die ja erst ab dem Jahr 2000 durch den Gewinn des BMBF-Wettbewerbs „Kompetenzzentren für die Medizintechnik“ aufgebaut werden konnte“ erklärt der Sprecher des Verbundprojektes, Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier. Der Forschungsverbund kann mit insgesamt acht Wissenschaftler- und drei einhalb Technischen Mitarbeiter-Stellen für drei Jahre rechnen. „Damit sollte es uns möglich sein, auch weiterhin in der Weltspitze angewandte Hörforschung betreiben zu können“, sagte Kollmeier.