Medizinische Physik

Bachelor- oder Masterarbeit:

Statistischer Detektor zur einheitlichen Modellierung binauraler Experimente

Beschreibung:

Schallquellen in unserer Umgebung erzeugen an beiden Ohren unterschiedliche Schallsignale und eine unterschiedliche Wahrnehmung (interaurale Unterschiede). Gründe dafür sind zum einen Laufzeitunterschiede und zum anderen Kopfabschattungseffekte, die zu Pegeldifferenzen führen. Diese interauralen Unterschiede werden beim Menschen vom binauralen (zweiohrigen) auditorischen System mit hoher Genauigkeit ausgewertet und sind von großem Nutzen, um in einer komplexen akustischen Umgebung mit vielen Schallquellen einen bestimmten Sprecher zu verstehen (Cocktail Party Effekt). Zur Beschreibung des Zusammenhangs zwischen interauralen Unterschieden und der resultierenden psycho-akustischen Wahrnehmung werden bislang sehr verschiedene Berechnungen der interauralen Parameter verwendet. Abhängig von der spezifischen Fragestellung wird z.B. entweder die interaurale Korrelation, zeitintegrierte Mittelwerte der interauralen Unterschiede oder einfach die Differenz von linkem und rechtem Signal als Beschreibung für die Wahrnehmung herangezogen. Es ist jedoch anzunehmen, dass es beim Menschen eine von der Aufgabe unabhängige und im Detail noch unbekannte binaurale Verschaltung gibt.
In dieser Arbeit soll die Modellierung verschiedener binauraler Experimente vereinheitlicht werden. Da die interauralen Unterschiede dem binauralen auditorischen System mit einer hohen Zeitauflösung vorliegen, können sehr verschiedene psychoakustische Phänomene durch eine einheitliche statistische Analyse bestimmt werden. Damit wird nicht nur ein vereinheitlichtes sondern auch ein realistischeres Modell der binauralen Merkmalsextraktion beim Menschen erstellt.

Ansprechpartner:

Mathias Dietz
email: Mathias.Dietz_AT_uni-oldenburg.de
Raum: W2-2-256
Tel. 0441 / 798 3091

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