Hochschuldidaktik

Überarbeitetes Curriculum ab 2017: Zertifikatsprogramm "Hochschuldidaktische Qualifizierung"

Seit 2005/2006 werden für Lehrende im Rahmen des Zertifikatsprogramms "Hochschuldidaktische Qualifizierung" hochschuldidaktische Werkstattseminare an der Carl von Ossietzky Universität angeboten. Das Zertifikatsprogramm Hochschuldidaktische Qualifizierung wird in Kooperation mit den Universitäten Bremen und Osnabrück sowie dem Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik für Niedersachsen an der TU Braunschweig angeboten und ist von der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) akkreditiert.

Warum wurde die Struktur des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms geändert?

Die neue Struktur des Zertifikatprogramms bildet aktuelle Entwicklungen der Hochschuldidaktik ab. Zudem sind die Veränderungen eine Reaktion auf die Rückmeldungen aus Evaluationen hochschuldidaktischer Veranstaltungen.

Inwiefern hat sich die Struktur verändert?

Die Struktur behält ihren modularen Aufbau bei, bietet nun jedoch durch das neue Modul 2.2 klarere Profilierungsmöglichkeiten bezüglich ausgewählter Lehr-Lernformen und mehr Offenheit für den Bereich „Transfer und Reflexion“ (Modul 3.2). Einen Überblick vermittelt Ihnen die Grafik auf dieser Seite.

Können bereits besuchte Veranstaltungen der „alten Struktur“ angerechnet werden?

Ja, alle Veranstaltungen können angerechnet werden. Die neuen Zuordnungen entnehmen Sie bitte der umseitigen Grafik. Bei Fragen zu den Anrechnungsmöglichkeiten wenden Sie sich gern an:

Dr. Simone Schipper, Referat Studium und Lehre, Hochschuldidaktik (E‑Mail: hochschuldidaktik@uol.de, Tel.: -4743).

Hat sich der Gesamtumfang geändert?

Nein. Die Anzahl der Arbeitseinheiten (AE) ist gleich geblieben: 200 AE.

Im Überblick: Informationen zur neuen Struktur des Zertifikatsprogramms "Hochschuldidaktische Qualifizierung" (pdf)

Modul 1: Basismodul "Grundlagen des Lehrens und Lernens an der Hochschule"

Wie lassen sich Lernprozesse und Umgebungen so gestalten, dass die Selbstständigkeit der Studierenden und ihre persönliche Entwicklung gefördert werden? Im ersten Modul beschäftigen Sie sich anhand von Theorien und didaktischen Konzepten sowie eigenen Erfahrungen mit der Planung und Durchführung von Lehrveranstaltungen, analysieren Lernsituationen und lernen vielfältige Lehrmethoden kennen. Hochschullehre umfasst die Kompetenzentwicklung der Studierenden bis hin zum Prüfen des Erlernten. So widmet sich eine weitere Veranstaltung der Form und Funktion von Leistungsnachweisen sowie der Planung und Umsetzung von Prüfungen.

  • 1.1 Planung von Lehrveranstaltungen und Grundlagen der Hochschuldidaktik (20 AE)
  • 1.2 Aktivierende Methoden in der Lehre (20 AE)
  • 1.3 (Kompetenzorientiert) Prüfen und Bewerten (20 AE)

Modul 2: Lehre als Lernförderung und Lernbegleitung

Um gute Lernergebnisse zu erzielen, sind Rückmeldungen über Lehraktivitäten unabdingbar. Im Modul 2 geht es deshalb zunächst um Methoden und Übungen sowohl für Feedbackgeber als auch für Feedbacknehmer. In weiteren Veranstaltungen können Sie sich basierend auf den Grundlagen aus dem ersten Modul je nach persönlichen Interessen oder Herausforderungen in Ihrem Lehralltag mit besonderen Lehr-/Lernformaten beschäftigen, eigene Lehr- und Beratungskompetenzen reflektieren und erweitern.

  • 2.1 Evaluation und Feedback in Lehrveranstaltungen (20 AE)
  • 2.2 Lehr-Lernformen und Lernbegleitung (40 AE)

Modul 3: Profilbildung in Lehre und Hochschulentwicklung

Das Modul 3 bietet die Möglichkeit zur individuellen Profilbildung und Schwerpunktsetzung. In Form eines Lehrportfolios stellen Sie begleitet die eigene Entwicklung des Lehrens und Lernens dar und reflektieren Ihre Erfahrungen und Vorstellungen von Lehre. Für den Modulbaustein „Transfer und Reflexion“ möchten wir Sie einladen, Innovationen in Ihrer Lehre zu wagen. Diese können Sie in kleinerem oder größerem Umfang umsetzen – zum Beispiel in Lehrexperimenten, kollegialen Hospitationen oder Lehrprojekten. Wir beraten Sie gern dazu! Das Modul umfasst ergänzend einen Wahlbereich: Sie können aus Veranstaltungen wählen, die Ihren eigenen Lehranforderungen, Interessen und Professionalisierungsfeldern entsprechen.

  • 3.1 Lehrportfolio (20 AE)
  • 3.2 Transfer und Reflexion                                                                                                    (je nach individuellem Aufwand nach vorheriger Abstimmung 20 AE oder 40 AE); nähere Informationen: Hinweise zum individuellen Nachweis begleiteter Lehrpraxis (pdf)
  • 3.3 Wahlbereich (40 AE oder 20 AE)