Hochschuldidaktik

Universität Oldenburg vergibt den Preis der Lehre

Eine Pädagogin und zwei Historiker ausgezeichnet

Drei Lehrenden der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg überreichte Prof. Dr. Sabine Kyora, Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung, am 01. Dezember 2016 im Rahmen eines hochschulöffentlichen Festakts ihre Urkunden zum Preis der Lehre im Studienjahr 2015/16. Neben Auszeichnungen in zwei zuvor festgelegten Kategorien verlieh die Jury einen Preis, der auf den Ergebnissen der Lehrveranstaltungsevaluation basiert.

Der Preis in der Kategorie „Beste Veranstaltung“ ging in diesem Jahr an Frau Julia Lüpkes vom Institut für Pädagogik für die erfolgreiche Verbindung von Theorie und Praxis, die die Studierenden anregte, eigene Themen zu entdecken. In der Kategorie „Forschungsbasiertes Lernen“ würdigte die Jury das didaktische Konzept von Lucas Haasis vom Institut für Geschichte. Der Lehrende verknüpfte „Social Media“ auf innovative Weise mit einer historischen Epoche. Dadurch konnten die Studierenden selber gegenwärtige auf historische Strukturen übertragen.

Auch im Studienjahr 2015/16 waren Studierende dazu aufgerufen worden, ihrer Meinung nach besonders gelungene Lehrveranstaltungen für den Preis der Lehre vorzuschlagen. Aus den eingegangen Nominierungen wählte eine Jury die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger aus. Die Jury setzt sich aus Lehrenden, Studierenden und einem Vertreter der Universitätsgesellschaft Oldenburg zusammen.

Für die Auszeichnung „Sonderpreis Lehrveranstaltungsevaluation“ zählte das Votum der Studierende auf andere Weise: Lehrende konnten sich mit dem Ergebnis ihrer Lehrveranstaltungsevaluation selbst bewerben. Am besten schnitt dabei Prof. Dr. Malte Thießen vom Institut für Geschichte ab.

Die Ausgezeichneten erhalten jeweils 1.000 Euro Preisgeld für die Lehre.

Mit dem Preis der Lehre möchte die Universität Oldenburg hervorragende Hochschullehre würdigen und eine Auseinandersetzung mit Lehr- und Lernprozessen an der Hochschule anstoßen. Die Universität Oldenburg zeichnet seit 1998 herausragende Leistungen von Hochschullehrenden aus. Der „Preis der Lehre 2015/16“ wird von der Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) gefördert.

 

Preisträgerinnen und Preisträger 2016

Foto (v.l.n.r.): Prof. Dr. Sabine Kyora (Vizepräsidentin für Studium, Lehre und Gleichstellung), Prof. Dr. Malte Thießen, Julia Lüpkes, Lucas Haasis und Oliver Thomsen (UGO-Vorstandsmitglied)

Die Preisträgerinnen und Preisträger im Überblick

Kategorie: Beste Veranstaltung

Julia Lüpkes (Fakultät I, Institut für Pädagogik)

Veranstaltung: Lernausgangsdiagnostik und Förderung im Sachunterricht III ‑ einzeldiagnostische Verfahren

Aus der Jurybegründung: sehr gut strukturierte Veranstaltung: Theoretisches und empirisches Wissen vermitteln und in Beziehung setzen, Verknüpfung mit einem Portfolio, gelungene Theorie-Praxis-Verbindung; Studierende finden selbst neue Aufgabengebiete

Kategorie: Forschendes Lernen

Lucas Haasis (Fakultät IV, Institut für Geschichte)

Veranstaltung: Einfach unverbesserlich. Die Entdeckung des Ich in der Frühen Neuzeit

Aus der Jurybegründung: neue Kommunikationsmittel werden auf innovative Weise mit einer historischen Epoche verbunden, besondere Verknüpfung von Inhalt und Form; der direkte Bezug zum Alltag eröffnet einen Perspektivwechsel und erfordert bei den Studierenden eine hohe Transferleistung; Übertragbarkeit des Konzepts auf viele Fragestellungen

Kategorie: Sonderpreis Lehrveranstaltungsevaluation

Prof. Dr. Malte Thießen (Fakultät IV, Institut für Geschichte)

Veranstaltung: European Angst: Kulturgeschichte des Kalten Krieges

Für diese Auszeichnung konnten sich Lehrende mit den Ergebnissen ihrer Lehrveranstaltungsevaluation selbst bewerben. Prof. Dr. Malte Thießen schnitt unter den Bewerbern mit seiner Bewertung durch die Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltungsevaluation am besten ab.