Akkreditierung

Programmakkreditierung

In Niedersachsen werden Studiengänge bereits vor ihrer Einrichtung bzw. der Aufnahme des Studienbetriebs akkreditiert. Dabei werden das Studienkonzept und die Ressourcen für den jeweiligen Studiengang sowie die Einhaltung der Ländergemeinsamen Strukturvorgaben und der European Standards and Guidelines for Quality Assurance in Higher Education (ESG) überprüft.

Nach fünf Jahren müssen Studiengänge reakkreditiert werden. Die Reakkreditierung unterliegt dem gleichen Prüfungsansatz wie die Akkreditierung, mit dem zusätzlichen Fokus u.a. auf den Studienerfolg, die Qualitätssicherung und die Weiterentwicklung des Studiengangs. Die Reakkreditierung kann für einen Zeitraum von sieben Jahren ausgesprochen werden.

Gegenstand von Programmakkreditierungen können einzelne Studiengänge, aufeinander aufbauende Programme (z.B. Bachelor- und Masterstudiengänge) oder mehrere fachlich affine Studiengänge (Cluster oder Bündel) sein. Bei der Akkreditierung von Zwei-Fächer- oder Kombinationsstudiengängen wie z.B. den Lehramtsstudiengängen werden in mehreren Schritten zunächst die grundlegende Struktur der Studiengänge, die bildungswissenschaftlichen Anteile und auch übergreifende Teile der Curricula und anschließend sog. Fachcluster akkreditiert.

Ablauf des Akkreditierungsverfahrens

Akkreditierungsverfahren sind als Peer Review konzipiert:

Die Hochschule beantragt bei einer vom Akkreditierungsrat zugelassenen Agentur die Akkreditierung und reicht eine Selbstbeschreibung (Dokumentation) des Studiengangs/der Studiengänge ein.

Die Agentur stellt eine Gutachtergruppe zusammen, die dem fachlichen Profil und der inhaltlichen Ausrichtung des Studiengangs entspricht und sich aus VertreterInnen aus Hochschulen (ProfessorInnen, Studierende) und der Berufspraxis zusammensetzt.

Nachdem die GutachterInnen den Selbstbericht erhalten haben, findet ein Audit/eine Vor-Ort-Begehung statt.

Bei diesem Audit führen die Gutachter Gespräche mit der Hochschulleitung und den am Studiengang Beteiligten (Lehrenden und Studierenden).

Unter Berücksichtigung der politischen und rechtlichen Vorgaben und Kriterien (KMK, AR etc.) erstellen die Peers einen Bewertungsbericht.

Auf Basis der Selbstdokumentation der Hochschule und des gutachterlichen Bewertungsberichts beschließt die Agentur, den Studiengang zu akkreditieren, ihn mit Auflagen zu akkreditieren, das Verfahren auszusetzen oder nicht zu akkreditieren.

Kosten von Akkreditierungsverfahren

Die Agenturen stellen den antragstellenden Hochschulen für ein Verfahren in der Regel zwischen 11.000,- und 13.000,- Euro in Rechnung. Im Einzelfall sind die Kosten von der Größe der Gutachtergruppe beeinflusst. Unter finanziellen Gesichtspunkten kann es daher sinnvoll sein, ein Verfahren für mehrere Studiengänge zu beantragen.

Die Kosten der Akkreditierungsverfahren sind im Regelfall von den Fakultäten zu tragen.

Unterstützungsmöglichkeiten

Das Referat Studium und Lehre unterstützt die Lehreinheiten/Fakultäten durch:

  • Beratung bei der Konzeption und Planung von Studiengängen und Informationen über die jeweils aktuellen, relevanten politischen und rechtlichen Vorgaben für Akkreditierungsverfahren
  • formelle Antragstellung bei der gewählten Akkreditierungsagentur über das Präsidium
  • Beratung über mögliche Kostenreduzierungen
  • Beratung bei der Erstellung des Selbstberichts
  • Begleitung und Unterstützung im laufenden Akkreditierungsverfahren (Kontakte mit der Agentur, Unterstützung bei der Vorbereitung des Vor-Ort-Besuchs, Terminüberwachung etc.).
 

Downloads

  • PDF-Dokument Übersicht über Programmakkreditierungen an der Uni Oldenburg