Gebeugtes Begehren

Gebeugtes Begehren. Der männliche Akt in der Fotografie des 20. Jahrhunderts

am 12. Juni 2014 um 18:00
Raum A 8-1-110, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Das Gemälde »Jüngling am Meeresufer« (1837) des französischen Malers Jean Hippolyte Flandrin ist eine Ikone der männlichen Aktdarstellung. Als /Flandrin Pose/ ist die Haltung des sitzenden Mannes, der seinen Kopf auf die angezogenen Knie stützt, in die Kunstgeschichte eingegangen. Auch in der Fotografie wurde das Motiv unzählige Male aufgegriffen und neu interpretiert, unter anderem von Fred Holland Day, Wilhelm von Gloeden, Rudolf Koppitz, Robert Mapplethorpe und Pierre & Gilles. Worin besteht die Faszination dieser Pose, die den Körper des Jünglings zugleich verdeckt und entblößt? Dieser Frage geht der Vortrag mit Blick auf die Diskursgeschichte der männlichen Homosexualität nach.
Der Vortrag findet im Rahmen des Öffentlichen Forschungskolloquiums des Kollegs Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien in Kooperation mit dem Helene-Lange-Kolleg: Queer Studies und Intermedialität: Kunst - Musik - Medienkultur statt.

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Dancing / Not-Dancing

Sabine Nessel (Universität Wien)

Dancing / Not-Dancing.
Filmische Bewegungsbilder vom Tanzen zwischen Präsenz und Abwesenheit

am Dienstag, 28. Januar 2014
um 19 Uhr
in A 08 0-001

veranstaltet vom
Institut für Kunst und visuelle Kultur
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Schuss | gegen | Schuss

Lampedusa – Bildpolitiken und Repräsentationen von Migration

Am Mittwoch, den 22.01.2014
Beginn 19.00 h | Filmstart 21.00 h
Eintritt frei
Cine K, Bahnhofstraße 11
26122 Oldenburg

Berichte und Bilder um das Flüchtlingsdrama von Lampedusa gehen um die ganze Welt. Fotografien, filmische Bilder, Schlagzeilen und Stimmen bleiben uns im Gedächtnis. Sie illustrieren und reproduzieren unsere Wahrnehmung von Migration als Grenzüberschreitung. In einer Podiumsdiskussion wollen wir uns mit Fragen nach Bildpolitiken und Repräsentationen beschäftigen. Welche Realität von Migration wird durch Bilder geschaffen? Was geben sie zu sehen? Welche Grenzen werden durch Bilder markiert? Welchen Stellenwert haben Bilder in der Berichterstattung über Migration?

In einer Podiumsdiskussion werden verschiedene Positionen zum Thema miteinander in Dialog gesetzt. Anschließend an die Diskussion zeigen wir den Film Lampedusa auf St. Pauli (D 2013; 83 min; Regie: Rasmus Gerlach), der den Aktivismus der Gruppe Lampedusa in Hamburg dokumentiert.

Maja Figge, Medienwissenschaftlerin, Universität Oldenburg

Nissar Gardi, Erziehungswissenschaftlerin

Lena Kaiser, Journalistin bei der TAZ

Natascha Zaun, Sozialwissenschaftlerin, Universität Bremen

Moderation:

Luisa Jansen
Thea Buchholz

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Feeling Bad -What is it good for?

Politische Gefühle, Queere und künstlerische Interventionen

Lecture Performance und Videoscreening
mit Anja Michaelsen und Karin Michalski

5. Dezember 2013
18 - 20 Uhr
A8, 1-110

veranstaltet vom
Promotionsstudiengang "Kulturwissenschaftliche Geschlechterforschung"
und
Helene-Lange-Kolleg "Queer Studies und Intermedialität: Kunst - Musik - Medienkultur"

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Präsentation und Gespräch

Origin – Transit –Destination (OTD).

Diskontinuitäten in einer interkulturellen Kollaboration

„Origin-Transit-Destination“ ist eine Reflexion über die Entwicklung eines Theaterstücks von der Australian Performance Exchange (APE) über die Situation und Erfahrungen von Asylsuchenden. In OTD versuche ich, die verworrene, sich im Kreis drehende, geo-psychologische Reise von Asylsuchenden, aber auch die Frage, wie dies artikulierbar ist, ohne Machtverhältnisse zu reproduzieren, zu artikulieren.
Das Projekt begann in Sydney als Reaktion auf eine Vielzahl von dramatischen Ereignissen bei der Ankunft von Asylsuchenden vor der australischen Küste. Dabei handelt es sich um Bootsflüchtlinge, die aus dem mittleren Osten versuchen über Indonesien nach Australien zu gelangen. Die australische Politik und die Medien schürten daraufhin eine Flut von Ängsten in der Bevölkerung in Bezug auf diese „Invasion“.  
Als Forscherin und Dramaturgin möchte ich über die chaotischen, komplizierten, asymmetrischen Begegnungen in dem Raum, den Mary Louise Pratt die „Contact Zone“ nennt, nachdenken. Für die Asylsuchenden repräsentiert Indonesien die Grauzone (Limbo) zwischen Heimat und Hoffnung, für die Australier ein Raum des „Entdeckens“, des Verbindens und der Reflektion und für die Indonesier ist es ihr Zuhause, in dem sie sich als Gastgeber der Contact Zone mit dem Input ihrer fremden Gäste auseinander setzen müssen.
Dr. Monica van der Haagen Wulff  ist Performerin, Tänzerin und Akademikerin. Sie hat lange Zeit an der University of Technology, Sydney gearbeitet, hier hat sie auch den Doctorate of Creative Arts erworben. Seit Anfang 2011 ist sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln im Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften am Lehrstuhl Erziehung und Kultursoziologie tätig.

 

Veranstaltende:       

Prof. Dr. Eva Sturm, Fak. III Institut für Kunst und visuelle Kultur
Prof. Dr. Paul Mecheril, Fak. I Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC)

Zeit:                            01. Juli  2013, 20.00 Uhr

Ort:                             A05-5-513, Universität Oldenburg

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Staging the Border

Eine Konfrontation mit den institutionellen Voraussetzungen
von Rassismus im Spannungsfeld von Kunst und Politik.

Ein Vortrag von Farida Heuck, Bildende Künstlerin aus Berlin


In meinen orts- und kontextbezogenen Installationen versuche ich die institutionellen Voraussetzungen von Rassismus im Medium der Kunst aufzuzeigen. Mein Fokus liegt auf der Zuschreibung Migrant/in als konstruierte Identität, die auf Ungleichheit in Bezug auf Bürger*innenrechte und Diskriminierung in den Verhältnissen des Nationalstaates hinweist. In meiner Präsentation werde ich Beispiele meiner Projekte vorstellen, die mit unterschiedlichen künstlerischen Strategien diese Ungleichheiten offenbaren, die in einer von Migration geprägten Gesellschaft dem Demokratieverständnis widersprechen: Der „Global Immigration Service“ visualisiert eine Utopie, mit der ich auf reale Zusammenhänge verweisen will, die den unterschiedlichen Umgang mit Migration in die für uns „nützlichen“ und als „nicht nützlich“ gesehenen Migrant*innen verdeutlichen. In dem Video „Guided Tour“, wie auch in der Aktion „eine lohnende Herausforderung“ inszeniere ich Realitäten, die Machtverhältnisse verdeutlichen, durch die der Blick auf Migration bestimmt ist. Damit möchte ich die neu entstandenen Grenzregelungen, die immer mehr ihre physische Erscheinungsform verlieren offen legen und die Verbindung zum Integrationsdiktat, das als politisches Machtinstrument dient, zur Diskussion stellen. Und warum Kunst mit Politik verbinden? Welche Funktion übernimmt Kunst wenn konkrete Ausprägungen der Regierungspraxis, die sich wiederum im Alltagsrassismus wieder finden lassen, im Feld der Kunst unter Anklage gestellt werden? Kann dies als eine ästhetische Form des Protests dienen?

Veranstaltende:

Prof. Dr. Eva Sturm, Fak. III Institut für Kunst und visuelle Kultur
Prof. Dr. Paul Mecheril, Fak. I Center for Migration, Education and
Cultural Studies (CMC)

Zeit: 17. Juni 2013, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: A06 0-001, Universität Oldenburg

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What you (don’t) see is what you (don’t) know.

Vortrag von Dr. Claudia Brunner

31.01.2013, 18 s.t. Uhr, Raum A8 0-001

What you (don't) see is what you (don't) know.

Visualisierungen der Sinnformel Selbstmordattentat im sozialwissenschaftlichen Terrorismuswissen

Gegenstand des Vortrags sind visuelle Repräsentationen innerhalb des sozialwissenschaftlichen Terrorismuswissens, vornehmlich in Form von Buchumschlägen. Sie werden daraufhin analysiert, welche globalen Ordnungs-, Positionierungs- und Un/Sichtbarkeitsverhältnisse zwischen epistemischer und politischer Gewalt sich hier benennen lassen. Anhand dieser vermeintlichen Nebenprodukte des Wissenschaftsbetriebs - so die These - verfestigen sich Vorstellungen und Erklärungsweisen über das Wissensobjekt Selbstmordattentat auf wirksame Weise. Wie dies geschieht und was dieses Geschehen bedeutet, soll im Vortrag ausgeführt werden. Öffentliches Forschungskolloquium des Kollegs Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien

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räumen und reizen - Prozessuale Skulpturen von Christine Biehler

Vortrag unserer derzeitigen Teaching Artist Christine Biehler

Montag, 21.1.2013, 18 s.t. Uhr, Raum A8 0-001

Christine Biehler ist Raumarbeiterin. Sie entwickelt in ihren Installationen und Interventionen mittels kalkulierter Eingriffe in räumliche Situationen poetische dreidimensionale Bilder, die die Wahrnehmung der Orte ihres Geschehens nachhaltig beeinflussen oder befragen.

Die Werke sind von vornherein als »temporäre Stücke« gedacht. Skulptur gewinnt eine zeitliche Dimension, die sich gerade in dem Einsatz von Flüchtigem und flüssigem als Werkstoffen wie etwa Wind, Eis, Spiegelungen, Schaum und Dampf oder performativer Elemente zeigt. Das Werk erhält ab einem gewissen Punkt ein Eigenleben und wird zum Ereignis, das einen mit mehreren Sinnen beansprucht.

Temperatur- und Geruchsunterschiede, Eingriffe in die Architektur wie Bohrungen und Durchbrüche, modellhafte Einbauten oder Spuren eines fiktiven Geschehens wie etwa die Zerstörung eines Galerieraumes wecken einen assoziativen Hof von persönlichen Erzählungen und Erinnerungen. So wird der Ausstellungsraum oder Präsentationsort bisweilen zur Baustelle, zur Landschaft oder zum Andachtsraum.

Christine Biehler wird in ihrem Vortrag anhand von vielen Bespielen aus ihrer künstlerischen Praxis über ihren bildhauerischen Ansatz, über prozessuale Skulpturen und skulpturale Prozesse reflektieren.

Christine Biehler (geb. 1964, lebt zur Zeit in Hanau) ist Künstlerin, Kunstvermittlerin und 2013 Teaching Artist an der Universität Oldenburg.
Leitbegriffe in ihrer Kunst und Lehre sind Prozessorientierung, Performativität und Kontextbezug. Als Professorin hat sie bis 2009 an den Universitäten Hildesheim und Dortmund und an der Kunsthochschule Kassel unterrichtet.

Gefördert von Die junge ÖFFENTLICHE Landesbrandkasse Versicherungen Oldenburg

Invisible Lines

Workshop von Emma Wolukau "Invisible Lines" 
(22./23.11. und 29./30.11. mit Anmeldung)

Vortrag von Emma Wolukau "The American Girl"
29.11., 18 Uhr im Edith Russ Haus

Die britisch-ugandische Künstlerin Emma Wolukau-Wanambwa ist im November 2012 zwei Wochen zu Gast, auf Einladung des Instituts für Kunst und visuelle Kultur und EMMIR (European Master Migration and International Relations). Eine Kooperation mit dem Edith Russ Haus für Medienkunst, Oldenburg.

DIE ANEIGNUNG DER WIRKLICHKEIT – DOKUMENTARISCHE STRATEGIEN IN FILM UND VIDEOKUNST

Vortrag mit Filmbeispielen von Florian Wüst
Mittwoch, 13. Juni, 2012, 19 s.t. Uhr 

Raum A8 0-001

Dokumentarische und künstlerische Praktiken haben sich in der Geschichte des Films immer wieder überlagert und gegenseitig beeinflusst. Diese Begegnung unterschiedlicher Ansprüche an das Verhältnis von Subjektivität und Objektivität resultiert nicht selten in der kritischen Hinterfragung der bilderzeugenden Verfahren selbst. Hierfür scheint weniger das Bild an sich und der Grad seiner Fiktionalität von Bedeutung als vielmehr der Prozess der Aneignung des Realen und der damit verbundenen Rolle des "Autors". Anhand ausgewählter historischer und zeitgenössischer Filmbeispiele beschreibt Florian Wüst den Wandel filmischer Praktiken und geht der Frage nach, inwieweit und wann diese als per se politisch gelten können. 

Mit Filmausschnitten u.a. von Harun Farocki, Georges Franju, Jean-Luc Godard & Anne-Marie Miéville, Isaac Julien, Renzo Martens, Leonore Mau & Hubert Fichte.

Florian Wüst ist Künstler und Filmkurator in Berlin. http://www.fwuest.com/

Darstellungen von gewalttätigen Frauen in den 1960ern und 1970ern in westdeutschen Printmedien

Vortrag von Clare Bielby

26.04.2012, 18.00 Uhr, Raum A08 0-001

Gegenstand des Vortrags sind die Printmedien, insbesondere die Frage, welche Strategien sie verwenden, um die gewalttätige Frau erklärbar und sagbar zu machen.

Öffentliches Forschungskolloquium des Kollegs Kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien

Der Druck der Straße

Lecture-Performance von Marco Olbrich
Di 17.1.12, 19 Uhr Bildhaueratelier 

Der Weg in die Kunst und weiter in die Partizipationskunst

Vortrag von Anna Zosik

Di 13.12.11, 18 Uhr, A8 0-001