Digital Paintings Sommersemester 2011 | Leitung: Thomas Robbers

Grundthema der erstellten Bilder sind die fantastischen Schwellen, die Schleusen und Umsteigepunkte zwischen der realen Primärwelt und der fiktionalen, fantastischen Sekundärwelt. In den Übungen ging es darum, die spezifischen Mechanismen, Motive und Verfahren der fantastischen Erzählweise zu visualisieren: Der kurze Moment des Übergangs, der Grenzüberschreitung, der Verwandlung, der Halluzination. Gewohntes wurde in Frage gestellt, Vorgefundenes weiterentwickelt: Wie können alltägliche Orte und Gebrauchsgegenstände eine Schwellenfunktion übernehmen? Mit bildnerischen Mitteln wurde das Alltägliche, Gewöhnliche mit Attributen versehen, die das Magische und Fantastische andeuten, neu erfinden oder aus bekannten Vorbildern zitieren.

Zum Verfahren: Mithilfe der digitalen Bildbearbeitung wurden Fotos mit zusätzlichen Bildelementen versehen und eine neue Lichtstimmung über künstlich gesetzte Lichtquellen inszeniert. Das »Malen« von neuen Licht- und Schattenpartien unter Berücksichtigung einer eigenen Bildlogik lässt die Grenze zwischen Fotografie und Malerei verschwimmen – das typische Merkmal digitaler Illustrationstechnik. Entstanden sind zwölf Arbeiten, die in ihrer realistischen Anmutung und ihrem illustrativen Charakter an Schlüsselbilder von Storyboards erinnern. Die beteiligten Studierenden haben kurze Geschichten verfasst, die von dem »Davor« und »Danach« erzählen.

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