Kea Wienand, Dr.

Kunst- und kulturwissenschaftliche Gender Studies

Theorie und Geschichte der Kunst und visuellen Kultur 

A 9 0-010
Tel. 798-3116 
kea.wienand(at)uni-oldenburg.de 

Sprechstunde im Semester: Mittwoch 17.00 bis 18.00 Uhr (o. n. Vereinbarung) Anmeldung über Stud.IP

Werdegang

Studium der Kunstwissenschaft, Psychologie, Pädagogik und kulturwissenschaftlichen Geschlechterstudien an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 2004 – 2006 Stipendiatin im DFG-Graduiertenkolleg „Identität und Differenz. Geschlechterkonstruktionen und Interkulturalität“ der Universität Trier. 2007 Kunstvermittlerin auf der documenta 12, Kassel. Lehraufträge an verschiedenen Universitäten und Kunsthochschulen in Göttingen, Nürnberg, Bremen, Greifswald. Seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Institut für Kunst und visuelle Kultur der Universität Oldenburg. Seit 2013 Mitherausgeberin der online-Zeitschrift FKW// Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, http://www.fkw-journal.de

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

Kunst und visuelle Kultur des 19.-21. Jahrhunderts
Postkoloniale Theorien und kulturwissenschaftliche Geschlechterstudien
Künstlerische Verhandlungen von kultureller Differenz in Deutschland
Künstlermythenforschung
Erinnerungskulturen, künstlerische Auseinandersetzungen mit Geschichte, Transkulturalität

Aktuelles Forschungsprojekt

„Verwobene Geschichte(n) in der zeitgenössischen Kunst – Möglichkeiten und Fallstricke künstlerischer Strategien“ (Arbeitstitel)

Verschiedene Projekte (Auswahl)

Workshop Der Blick ins Hamam // der Blick in den Spiegel, zur Ausstellung B[R]YZANZ von Sükran Moral im Edith-Russ-Haus für Medienkunst (2014)

Beteiligt an der Konzeption und Durchführung des Symposiums und der Ausstellung: Schutzraum. Politik. Ästhetik. Medien des thealit Frauen.Kultur.Labor, Bremen (2013), http://www.thealit.de/lab/schutzraum

Workshop Gespenster des Kolonialismus: Ästhetik, Erinnerung, Widerstand, Institut für Kunst und visuelle Kultur, Universität Oldenburg, zusammen mit Maja Figge und Kathrin Peters (2013)

Symposium ReSaVoir. Bilder im Spannungsfeld von Kultur, Politik und Erinnerung. Ein Symposium für Silke Wenk an der Universität Oldenburg, zusammen mit Angelika Bartl, Kerstin Brandes, Josch Hoenes und Patricia Mühr (2009)

Konzeption und Durchführung des Projektes Wissen aus nationalen Zwischenräumen. Ein Projekt zwischen in Kassel lebenden russlanddeutschen Frauen und der Kunstvermittlung der documenta 12. (2007)

Veröffentlichungen

Monographie

Nach dem Primitivismus? Künstlerische Verhandlungen kultureller Differenz in der Bundesrepublik Deutschland, 1960-1990. Eine postkoloniale Relektüre. Bielefeld: transcript 2015.

Herausgeberschaften

Zusammen mit Kerstin Brandes: Deutschland (post)kolonial? Visuelle Erinnerungskulturen und verwobene Geschichten. 59. Ausgabe von FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. Januar 2016, http://www.fkw-journal.de/index.php/fkw/issue/view/69

Zusammen mit Angelika Bartl, Josch Hoenes und Patricia Mühr: Sehen - Macht – Wissen. ReSaVoir. Bilder im Spannungsfeld von Kultur, Politik und Erinnerung. Bielefeld: transcript 2011.

Kollektive Herausgeberschaft des Graduiertenkollegs Identität und Differenz: Ethnizität und Geschlecht. (Post-)Koloniale Verhandlungen in Geschichte, Kunst und Medien. Köln: Böhlau 2005.

Beiträge in Sammelbänden, Zeitschriften und Katalogen

Erst eingeladen, dann fotografiert: Bilder von Geflüchteten in Museen und anderen Bildungsinstitutionen. In: Maren Ziese und Caroline Gritschke (Hg.): Geflüchtete und Kulturelle Bildung. Formate und Konzepte für ein neues Praxisfeld. Bielefeld: transcript 2016, S. 217 – 224.

Postkoloniale Relektüren künstlerischer Arbeiten. In: Bildpunkt. Zeitschrift der IG Bildende Kunst. Sommer 2016, Nr. 39, S. 4 – 7. Online unter http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt/2016/andere-in-der-ferne/wienand.htm

Zus. m. Kerstin Brandes: Deutschland (post)kolonial? Visuelle Erinnerungskulturen und verwobene Geschichte(n). Eine Einleitung. In: FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Heft 59., 2016, http://www.fkw-journal.de/index.php/fkw

I like America and America likes me: Joseph Beuys’ Selbstinszenierung als Schamane und Indianer im Kontext deutscher Erinnerungskultur. In: FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur, Heft 59., 2016.

Weiße Selbststilisierung als ›Anderer‹ und/oder Versuch der Solidarisierung? Eine postkoloniale Relektüre von Wolf Vostells Collage „Die Fluxisten sind…“ (1980). In: Anna Greve (Hg.): Weißsein und Kunst. Jahrbuch der Guernica Gesellschaft, Bd. 17. Göttingen: V+R Uni Press 2015, S. 87 – 100.

Was es zu erhalten gilt. Ferdinand Pettrichs Indianer – Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit im 19. Jahrhundert. In: Tecumseh, Keokuk, Black Hawk. Indianerbildnisse in Zeiten von Verträgen und Vertreibung. Ausst.-Kat. der staatlichen Kunstsammlung Dresden. Stuttgart: Arnoldsche 2013, S. 158 – 164.

New Guinea – A Projection Critical of Civilization. In: Petra Lange-Berndt und Dietmar Rübel (Hg.): Sigmar Polke: We Petty Bourgeois. Comrades and Contemporaries. The 1970s. Köln: Walther König 2011, S. 162 – 169.

Zusammen mit Angelika Bartl, Kerstin Brandes, Josch Hoenes und Patricia Mühr: Einleitung. In: Dies. (Hg.): Sehen - Macht – Wissen. ReSaVoir. Bilder im Spannungsfeld von Kultur, Politik und Erinnerung. Bielefeld: transcript 2011, S. 11 – 27.

Was darf ich denn überhaupt noch sagen? Überlegungen zu einer nicht normierenden und nicht rassisierenden Kunstvermittlungspraxis. In: Carmen Mörsch (Hg.): Kunstvermittlung. Zwischen kritischer Praxis und Dienstleistung. Berlin, Zürich: diaphanes 2009, S. 125 – 144.

Neu-Guinea. In: Petra Lange-Berndt und Dietmar Rübel (Hg.): Sigmar Polke: Wir Kleinbürger! Zeitgenossen und Zeitgenossinnen. Die 1970er Jahre. Köln: Walther König 2009, S. 146 – 153.

If looks could kill. Kea Wienand und Shahram Entekhabi. In: Shahram Entekhabi (Hg.): One Person’s Trash is another Person’s Treasure. In der the book by Serie des Fine Arts Unternehmen Books AG. Lugano 2008.

‚Da geht es doch um moderne Kunst, da passen wir nicht rein.‘ Bericht über ein Projekt der Kunstvermittlung der documenta 12 mit einer Gruppe russlanddeutscher Frauen. In: The Thing Hamburg. www.thing-hamburg.de. 2008.

Primitivist Fantasies: ‘The East’ – ‘the Indian’ – ‘the Healing’. Joseph Beuys meets a coyote. In: do not exist. europe, woman, digital medium. 4. Band der Schriftenreihe labor: theorie, hg. von thealit Frauen.Kultur.Labor. Bremen: thealit 2008.

„Wenn Blicke töten könnten …“ Inszenierungen von migrantischer Männlichkeit. Shahram Entekhabi im Gespräch mit Kea Wienand. In: Kritische Berichte. Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften. Heft 4/2007, S. 61 – 64.

Gender – Memory. Ein Resümee. In: Gender Memory. Repräsentationen von Gedächtnis, Erinnerung und Geschlecht. FrauenKunstWissenschaft. Heft 39. 1/2005, S. 133 -140.

Funktionen visueller Repräsentationen von Alterität – Überlegungen aus gendertheoretischer und postkolonialer Perspektive. In: Timo Luks u.a. (Hg.): Verhandlungen mit der Gegenwart. Gesellschaftswissenschaftliche Debatten um Macht, Herrschaft und Gewalt. Münster: Lit-Verlag 2005, S. 203 – 214.

Zusammen mit Denise Daum, Andrea Geier und Iulia Patrut: Einleitung. In: Graduiertenkolleg Identität und Differenz (Hg.): Ethnizität und Geschlecht. (Post-) Koloniale Verhandlungen in Geschichte, Kunst und Medien. Köln: böhlau 2005, S. 3 – 20.

Zusammen mit Jose Presmanes: Ein angenehmer Flug. In: Ausstellungskatalog der Ausstellung German Open. Gegenwartskunst in Deutschland des Kunstmuseum Wolfsburg, Stuttgart: Hatje Cantz 2000.

Tagungsberichte und Rezensionen

Rezension von: Kathrin Hoffmann-Curtius: Bilder zum Judenmord. Eine kommentierte Sichtung der Malerei und Zeichenkunst in Deutschland von 1945 bis zum Auschwitz-Prozess. Marburg: Jonas Verlag 2014. In: Feministische Studien, 33. Jhg., Nr. 2, November 2015, S. 332 – 334.

Rezension von: Stefan Horlacher (Hg.): „Wann ist die Frau eine Frau?“ „Wann ist der Mann ein Mann?“. Konstruktionen von Geschlechtlichkeit von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Würzburg: Königshausen & Neumann 2010. In: Katharina Hottmann (Hg.): Liedersingen: Studien zur Aufführungsgeschichte des Liedes. Hildesheim: Olms 2013 (Jahrbuch Musik und Gender 6), S. 180 – 182.

Zusammen mit Melanie Ulz: Rezension von Evelyn Annuß (Hg.): Stagings Made in Namibia. Postkoloniale Fotografie. Berlin 2009. In: Zeitschrift für Medienwissenschaft, März 2010, http://zfmedienwissenschaft.de/online/buchbesprechung/annuss-stagings-made-namibia

Zusammen mit Melanie Ulz: Rezension von Klaus von Beyme: Die Faszination des Exotischen. Exotismus, Rassismus und Sexismus in der Kunst. München 2007. In: FrauenKunstWissenschaft. Heft 47, Dezember 2009, S. 86 – 89.

Zusammen mit Patricia Mühr: Von Einklammerungen. Ein Bericht über die 7. Kunsthistorikerinnentagung, 26. – 29. September 2002 in Berlin. In: FrauenKunstWissenschaft. Heft 35, Juni 2003, S. 75 – 77.

Nachruf

Zusammen mit Silke Förschler, Kerstin Schankweiler und Melanie Ulz: Nachruf auf Viktoria Schmidt-Linsenhoff. In: FKW//Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur. Heft 54, Juni 2013, http://www.fkw-journal.de/index.php/fkw/article/view/14/11

Einmalige Broschüre

Wissen aus nationalen Zwischenräumen. Ein Projekt zwischen in Kassel lebenden russlanddeutschen Frauen und der Kunstvermittlung der documenta 12. Einmalige Broschüre im Rahmen der documenta 12. Kassel 2007 und als pdf-Dokument.

Vorträge (Auswahl)

28. Juni 2016, „Migrantische Wohnsituation als Thema der Kunst der 1970er/1980er Jahre“, Vortrag im Mariann Steegmann Institut, Kunst & Gender, Universität Bremen

27. Januar 2016, „Deutschland (post)kolonial? Beispiele aus kunstwissenschaftlicher und geschlechtertheoretischer Perspektive“ Vortrag in der Ringvorlesung „Normalität/Krisen. Inter- und Transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung“, des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung, der Universität Oldenburg

18. April 2015, „Projektionen von Geschichte(n)“, Vortrag in Form eines Radiobeitrags im Rahmen des Symposiums „Ordnung/Struktur“, des thealit Frauen.Kultur.Labor, Bremen

14. Januar 2015, „Transkulturelle Figur oder nationale Allegorie? Pocahontas in der visuellen Repräsentation der US-amerikanischen Nation des 19. Jahrhunderts“ Vortrag in der Ringvorlesung „Inter- und transdisziplinäre Perspektiven der Geschlechterforschung: transkulturelle Formationen“ des Zentrums für Frauen- und Geschlechterforschung, der Universität Oldenburg

6. Dezember 2014, „‚Die Fluxisten sind…‘ – Weiße Selbstkonstituierung und ‚schwarze‘ Metaphern in einer Collage von Wolf Vostell“ Vortrag auf der Tagung „Neue postkoloniale Analysemethoden in der Kunstgeschichte“, veranstaltet von der Guernica-Gesellschaft zu Gast bei den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

26. Mai 2014, „Andere Bilder von Männlichkeit und Weiblichkeit? Exotisierende Selbstbildnisse in der Kunst der `Neuen Wilden´“, Vortrag im Caspar-David-Friedrich-Institut der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

11. November 2013, „Pocahontas‘ Weg auf das Dach des Capitols – Eine visuelle Repräsentation der US-amerikanischen Nation in Washington, D.C.“, Vortrag an der Technischen Universität Dresden