Promotionsprogramm Kulturen der Partizipation

Marie Hoppe

Wissenschaftliche Ausbildung

Marie Hoppe (*1988) studierte zwischen 2007 und 2014 an der Technischen Universität Dortmund und der Universität Bremen Musik und Anglistik/Amerikanistik für das Lehramt an Gymnasien. Im Masterstudium legte sie einen Schwerpunkt auf die Interkulturelle Bildung und engagierte sich als studentische Coach im Praxisprojekt MiCoach des Fachbereichs für Erziehungswissenschaften der Universität Bremen. Angeregt durch ihr einjähriges Auslandsstudium (2012-13) an der Boğaziçi Üniversitesi in Istanbul verfasste sie eine erziehungswissenschaftliche Masterarbeit mit dem Titel „Access to Education for Girls in Southeast Anatolia – an Analysis in light of Recent Educational Policies“ unter Betreuung von Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu. Von 2014 bis 2015 wurde sie durch das Brückenstipendium zur Promotion der Universität Bremen gefördert. Seit August 2015 ist sie Stipendiatin im Promotionsprogramm „Kulturen der Partizipation“ der Universität Oldenburg.

Projektskizze

Subjekt-Werden in der Schule: Geschlecht und natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeiten im türkischen Schulsystem (Arbeitstitel)

Das türkische Schulsystem, dessen Schülerschaft die natio-ethno-kulturell sowie religiös plurale Gesellschaft des Landes widerspiegelt, ist in Studien wiederholt dafür kritisiert worden, dass es diese Diversität größtenteils dethematisiert, sogar leugnet, oder aber negativ darstellt. Die Schulbildung, inhaltlich durchzogen von Nationalstolz und Glorifizierung türkischer Identität, wurde somit als ein Mittel der gesellschaftlichen Homogenisierung und Assimilation identifiziert. Neben ihrer Orientierung auf eine/n nationale/n StaatsbürgerIn werden laut Studien in der Schule auch Geschlechterrollen vermittelt, was sie zum Ort der Reproduktion nicht nur natio-ethno-kultureller, sondern auch patriarchaler Differenzordnungen und diskursiver Grenzziehungen macht. Mehr...

 

Kontakt